SG Blackert verabschiedet sich mit Totalversteigerung aus dem Brieftaubensport

A. & M. Blackert
Im Ruhrgebiet ist ihr Name Programm! Doch auch deutschlandweit ist die Schlaggemeinschaft Albrecht und Markus Blackert aus Essen kein ungeschriebenes Blatt. Nach mehr als 50 Jahren Brieftaubensport auf konstant höchstem Niveau geht eine Ära schweren Herzens zu Ende.

Bereits in den 60er Jahren entpuppte sich der Name „Blackert“ als Aushängeschild des Ruhrgebiets und auch Jahrzehnte später spielen diese Tauben um die verschiedensten Meisterschaften vorne mit. Nach einer Totalversteigerung 1978 und dem damit verbundenen Umzug in eine neue Schlaganlage erfolgte der Neuaufbau der Zuchtbasis. Vertraut wurde weiterhin in die Blutlinie der bekannten Gebrüder Janssen, da schon Jahre zuvor die Konkurrenz mit diesen Tauben zur Verzweiflung gebracht wurde. Da keinerlei das Gefühl von einem Leistungseinbruch der Tauben entstand, war man wieder schnell an der Spitze des Taubensportes angekommen. Nach einer erfolgreichen zweiten Totalversteigerung in 1984 entschied sich Markus dazu, mit seinem Vater eine Schlaggemeinschaft zu gründen. Spitzenpreise, unzählige erste Konkurse und Titelgewinne trugen die Handschrift der „Blackert-Tauben“. Bis heute lässt der Zuchtschlag das Herz des Taubenzüchters höherschlagen, denn nur mit selbsterbrachten Leistungen oder nachgewiesenen Leistungen der Familie konnte sich einer der 20 Plätze gesichert werden. So ist es nicht verwunderlich, dass auch andere Züchter erfolgreich mit den Athleten aus dem Ruhrgebiet Titel für Titel gewinnen.

Insgesamt werden 38 Tauben in dieser Auktion versteigert, die mit Sicherheit auch in Ihrem Zuchtschlag für Verstärkung sorgen werden. Darunter befinden sich insgesamt 21 direkte Kinder sowie zusätzlich Enkelkinder des Stammpaares „Joker“ & „Black Sun“.  Auch das bereits bewährte Super-Paar „Tyrion“ & „Brienne“ inklusive Sohn, welcher den Namen „Supersonic 207“ trägt und drei weitere Kinder werden exklusiv über Pipa angeboten. Darüber hinaus sind zwei direkte Kinder aus dem Superstar „Supersonic 207“ und ausgewählte Reisetauben, die ihre Extraklasse schon auf diversen Flügen bewiesen haben, als Highlight in dieser Auktion.

Gegen mehr als 60 reisende Schläge der Reisevereinigung Essen und ca. 6929 Tauben in einem der stärksten Regionalverbände Deutschlands behaupteten sich die Luftathleten der Schlaggemeinschaft Woche für Woche in den vergangenen Jahren.

In ihrem letzten Reisejahr haben sie es sich nicht nehmen lassen, sich auf beeindruckende Art und Weise aus dem Brieftaubensport zu verabschieden. Durch insgesamt fünf ersten Konkursen in der Alt- und Jährigenliste wurde das Reisejahr 2020 gekrönt. Dazu gehören zahlreiche erste Plätze bei unter anderem folgenden Meisterschaften:

  • RV Generalmeister
  • RV Frühjahrsmeister
  • RV Pokalmeister
  • RV Jährigenmeister
  • RV Verbandsmeister
  • RV Weibchenmeister
  • RV Meister
  • RV As Tauben Meister

Mit 11/11, 11/10 und 11/10 Preisen gehört das erste, zweite und vierte beste Weibchen der RV ebenfalls dem Dou. Auch der zweite und siebte beste Vogel gehört mit 11/11 sowie 11/10 Preisen dem Blackert-Reiseteam an. Zudem konnte sich mit dem vierten Platz der Regional-Verbandsmeisterschaft gegen insgesamt 271 reisende Schläge durchgesetzt werden.

Mit „Tyrion“ und „Brienne“ wird eine der Säulen des Zuchtschlags gebildet. „Tyrion“ mit der Ringnummer „3185-16-737“ wurde aus einem originalen Vogel von F. Reidegeld gezogen und entpuppte sich schnell als ein wahrer Glücksgriff für den Zuchtschlag. „Tyrions“ Vater selbst flog den ersten Konkurs gegen 1999 Tauben auf 360 Kilometer. In ihm findet man die Blutlinie „Janssen/Verwoort“ wieder. Gepaart an eine Täubin von Rainer Püttmann züchtete man einen homogenen blauen Vogel, deren Nachkommen bis heute für ordentlich Furore sorgen.

"Brienne“, welche aus dem Stammpaar „Joker“ x „Black Sun“ gezüchtet wurde, vervollständigt das perfekt aufeinander abgestimmte Zuchtpaar. Sie wurde als Spätjunge aus 2018 direkt in die Zucht gesetzt und schlug in 2019 direkt wie eine Bombe ein.

Wie bereits erwähnt, nennt sich ein absolutes Highlight dieser Auktion „Supersonic 207“. Der Superstar von 2020 macht seinem Namen alle Ehre. Denn mit einer Reihe an Spitzenpreisen, darunter sechs erste Konkurse (Verdoppelung), stellte er seine Schnelligkeit des Öfteren unter Beweis. So konnte der geschuppte Vogel aus 2019, welcher aus der Verpaarung „Tyrion“ x „Brienne“ stammt, unter anderem den ersten Konkurs gegen 1630 Tauben auf 216 Kilometer erringen. Des Weiteren errang er auf demselben Flug jeweils den zweiten Konkurs in der Fluggemeinschaft und im Regionalverband. Auch auf einer weiteren Distanz ist kaum ein Herankommen an „Supersonic 207“ möglich. Nach 518 Kilometern sicherte er sich den dritten Konkurs gegen insgesamt 4131 Tauben des Regionalverbandes. Doch auch in der RV ließ er seinen Konkurrenten keine Chance und siegte auf diesem Flug! Zusätzlich reiht er sich in die vorläufige deutsche Kandidatenliste der Kategorie „G“, Jährige, für die Olympiade ein.

Als Hauptsäule des Zuchtschlags gilt jedoch die Verpaarung „Joker“ x „Black Sun“. Insgesamt konnten Kinder von 2015 – 2020 auf nur zwei Schlägen 25 Mal den ersten, 19 Mal den zweiten und 13 Mal den dritten Konkurs erringen (Verdoppelungen). Zusätzlich konnte sich 120 Mal unter den Top 10 platziert werden. Es braucht keine weiteren Aufzählungen, um schnell zu erkennen, wie viel Energie in diesen Tauben steckt.

In „Black Sun“ fließt das Blut des berühmten „Black Power“ von Hardy Krüger, welcher rund um den Kontinent bekannt ist. Schnelligkeit, Konstanz und absolute Härte beschreiben die Tauben aus Rommerskirchen von Krüger. „Brienne“ beweist durch ihre starke Vererbung, dass die Gene auch an sie vererbt wurden. Auch in „Joker“ findet sich eine Taube wieder, welche in die Geschichte des Brieftaubensportes einging. Er stammt aus einem Enkel des berühmten „Kannibaal“ von Van Dyck. Ob auf 176 Kilometer gegen 6282 Tauben oder auf 518 Kilometer gegen 436 Tauben – einen Nachkommen aus „Joker“ x „Black Sun“ findet man immer wieder unter den Gewinnern.

„New Black Sun“ nennt sich das dunkel gehämmerte Weibchen aus 2019. Wieder einmal eine Ausnahmetaube, welche aus dem Stammpaar „Joker“ x „Black Sun“ gezüchtet wurde. Als jähriges Weibchen ließ sie ihre Konkurrenz weit hinter sich und verfehlte nur knapp den Sieg. Mit dem zweiten Konkurs gegen 1630 Tauben auf 216 Kilometern und einem weiteren zweiten Konkurs in der Jährigenliste reihte sie sich ebenfalls in die Erfolgsserie der Familie ein. Auch der dritte Konkurs in der Fluggemeinschaft gegen 3505 Tauben und der vierte Konkurs gegen 5939 Konkurrenten lassen sich auf ihr Erfolgskonto verbuchen.

Nicht zu vergessen ist die Erwähnung von „Die Kleine 756“. Das gehämmerte Weibchen aus 2015 wurde bereits zwei Jahre hintereinander bestes Weibchen des Regionalverbandes. Diesen Titel im Regionalverband 400 zu gewinnen, spricht für die Klasse der Schlaggemeinschaft. Die Errungenschaft erster Konkurse steht bei dieser Täubin ebenfalls außer Frage!

Wie bereits erwähnt; Spitzenpreise, unzählige erste Konkurse und Titelgewinne tragen bis heute die Handschrift der „Blackert-Tauben“.