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Wim Storms (Berlaar, BE) gewinnt den 1. Nat. Montluçon gegen 17.432 alte Tauben!

Sieben Tauben hatte Wim Storms für Montluçon eingesetzt, von denen er 6 innerhalb von 14 Minuten konstatierte. 4 seiner alten Tauben machen vielleicht einen Preis unter den ersten 100 national mit dem Nationalsieg als Sahnehäubchen.

Konstatiert um 13.54’16” Uhr auf einer Entfernung von 549,856 km, was eine Geschwindigkeit von 1469,16 m/min ergab, gewinnt die ‘Janne’ von Wim Storms den 1. Nat. von Montluçon bei den 17.432 alten Tauben. In ihrem Kielwasser kamen ihre Schlaggenossen in schneller Folge nach Hause, denn Wim konstatierte seine Tauben wie folgt: 13.54 Uhr, 59, 14.01 Uhr, 03, 07, 08, mit anderen Worten: er hatte zu diesem Zeitpunkt schon 6 von seinen 7 Tauben, die er für diesen Montluçon-Flug eingesetzt hatte, in der Uhr. Die ersten 4 Tauben waren übrigens seine 4 gesetzten alten Tauben, die sich wahrscheinlich alle unter den ersten 100 national platzieren können. Vielleicht hat er sogar 3 Tauben unter den ersten 50. In ihrem Kielwasser folgten dann 2 der 3 eingesetzten Jährigen. Auf lokaler Ebene gab das vorläufig folgendes Ergebnis von Montluçon:

Lokal   292 Alttb.: 1-5-10-12 (4/4)
Nat.  17.432 Alttb.: 1-15 usw.
Lokal 385 Jähr.: 41-52 (2/3)

Auch bei Wim Storms (38) sind die Täubinnen an der Macht. Der Heimathafen von Wim ist der Fondclub Houtvenne, wo er sich bereits vor längerer Zeit einen Platz unter den festen Werten erobert hat. Das beweisen die erzielten Spitzenergebnisse bis auf provinzialer und nationaler Ebene sowie mehrere Ass-Tauben-Titel, von denen der der 1. Ass-Taube bei Cureghem Centre 2008 vielleicht der attraktivste ist. 

Momentan kann Wim den Tauben wenig Zeit widmen, da er neben der täglichen Berufsarbeit auch noch Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr ist und außerdem vor allem mit dem Neubau eines eigenen Hauses in der Nachbargemeinde Itegem beschäftigt ist. Glücklicherweise kann er sich bei der Versorgung der Tauben auf seinen Vater Denis (71) verlassen. Wenn alles normal läuft, sollen die Tauben, wenn das Haus von Wim fertig ist, auch weiterhin im elterlichen Haus in der Melkouwen in Berlaar bleiben. 

Melkouwen muss inzwischen so etwas wie die berühmteste Straße der Gemeinde Berlaar sein. Dies ist der dritte Nationalsieg, der innerhalb von gut 3 Jahren in dieser Straße notiert werden musste. Wim und Denis wohnen gegenüber von Gaston Van de Wouwer, der den 1. Nat. Gueret 2009 und 1. Nat. Bourges I 2010 gewann. Jetzt waren sie selbst an der Reihe mit dem Gewinn des 1. Nat. Montluçon bei den alten Tauben, sodass die Nationalfahne diesmal auf ihrer Seite der Straße wehte. Es war übrigens eine Taube von Gaston Van de Wouwer, die dafür verantwortlich ist, dass Wim als junger Bursche verrückt nach Tauben wurde. 

Weniger Tauben aufgrund von Zeitmangel

Durch den Mangel an Zeit wegen der oben genannten Gründe wurde die Saison 2012 nur mit Weibchen angegangen. Insgesamt 16 Stück - 8 alte und 8 jährige - umfasst die Reisemannschaft, die noch mit 14 späteren Weibchen aus der 3. und 4. Runde von 2011 ergänzt wurde. Anfang März wurden sie angepaart und durften ein Gelege aufziehen, sodass sie Ende April auf Witwerschaft saßen. Weil Wim am Freitagabend wenig oder keine Zeit hat, wurden die Weibchen bis zu den Flügen der Mittelstrecke so vom Schlag genommen, ohne dass sie ihren Vogel zu sehen bekamen. Nachdem die Flüge der Großen Mittelstrecke, für die am Donnerstag eingesetzt wird, begonnen hatten, gab es eine Änderung, und jetzt bekommen sie ihren Vogel für eine Stunde zu sehen, obwohl sich das schon mal bis auf zwei Stunden hinziehen kann. Bei der Heimkehr bleiben die Paare meistens bis zum Abend zusammen, manchmal auch bis zum nächsten Morgen. Das hängt auch vom Flug und dem Zeitpunkt der Heimkehr ab. 

Normalerweise kommen die Täubinnen jede Woche in den Korb, obwohl auch schon mal ein freies Wochenende eingeschoben wird. So flogen sie jetzt hintereinander auf der Kleinen Mittelstrecke, dann von Vierzon und Bourges sowie dem Châteauroux-Flug des KBDB. Angesichts der Schwere dieser vier Wochenenden schob Wim am Wochenende vor Montluçon eine Woche der Ruhe ein. Allerdings wurde während dieser Woche und an dem Wochenende von Quiévrain geflogen. Zwei kurze Flüge, mit denen die Kondition und der Trainingsrhythmus beibehalten werden sollten. Das tat ihnen offensichtlich gut. Das merkte Wim auch während der Woche, die dem Montluçon-Flug voran ging, aber dass der Nationalsieg dabei herausspringen würde, hätte er sicher nicht gedacht. Doch der Mensch lebt immer von der Hoffnung, aber laut Wim war es eher ein Traum, der in Erfüllung ging. 

In diesem Jahr wurden etwa um die Hälfte weniger Junge gezüchtet als sonst. Sie wissen inzwischen warum. Insgesamt waren es etwas mehr als 30 Stück, die unter normalen Umständen auf den Nationalflügen gründlich getestet werden. Weil sie in diesem Jahr nicht von Unglücksfällen verschont blieben, sitzen in diesem Moment gerade noch wohlgezählte 16 Stück auf dem Schlag. Es heißt jetzt abwarten, was davon noch übrig ist, wenn die Nationalflüge in Sicht kommen und wie diese übriggebliebene Gruppe fliegen wird. "Erst dann werden wir sehen, ob sich die Mühe lohnt, sie auf den Nationalflügen einzusetzen", meint Wim. "Ja, um ehrlich zu sein, ist mir nach dem schlechten Noyon-Flug von voriger Woche der Mut, mit dem jungen Völkchen zu spielen, ein wenig abhanden gekommen", sagt Wim. Aber der Nationalsieg von Montluçon vom vergangenen Wochenende hat neue Energie und neuen Mut gebracht, um sich wieder voll und ganz ins Geschirr zu legen. 

‘Janne’ triumphiert

Es war die Supertäubin ‘Janne’, die für diesen Kick sorgte. Ein prächtiges Weibchen von mittelgroßem Körperbau und mit einem wunderbaren Auge im Kopf, dessen Farbpigmente gleichsam mit dicken Pinselstrichen aufgetragen zu sein scheinen. So sehen Augenkenner es gern. 

Wie der ‘Kaasboer’ auf der anderen Seite der Straße bei Gaston Van de Wouwer Weltruhm gebracht hat, so sind es auch hier die Tauben von ‘Kaasboer’ (Käsebauer) Jozef Goovaerts, die an der Basis des nationalen Erfolges von Wim Storms liegen. Jozef hatte laut Wim verdammt gute Tauben, die ein ganzes Stück weiter fliegen konnten, als er selbst vermutete. Er selbst setzte sie höchstens bis auf Bourges, nicht weiter. Vermutlich eher aus Angst, eine Taube zu verlieren, so die Meinung von Wim. "Es ist also sicherlich kein Zufall, dass sowohl bei Gaston als auch jetzt bei uns mit Nachkommen dieser Tauben von Käsebauer Goovaerts Nationalsiege errungen wurden." Schauen wir uns die Leistungsübersicht und den Stammbaum der Nationalsiegerin "Janne" an:

-“Janne” BE08-6175903

2008:
Melun               1.368 Tb. 115
Orléans             1.221 Tb. 20
            Prov.   9.860 Tb. 115
Argenton    Nat.   36.816 Tb. 625
Gueret      Nat.   14.754 Tb. 494
2010:
Bourges     Nat.   22.476 Tb. 381
Châteauroux Prov.   2.273 Tb. 61
Montlucon   Prov.   1.260 Tb. 60
2011:
Melun               1.186 Tb. 30
La Chatre   Prov.   1.738 Tb. 86
            Nat.   15.780 Tb. 393
Argenton    Prov.   1.213 Tb. 17
            Nat.   11.001 Tb. 76
2012:
Vierzon     Prov.   1.892 Tb. 82
Bourges     Prov.   3.184 Tb. 137
            Nat.   20.589 Tb. 883
Châteauroux Prov.   1.762 Tb. 176
Montluçon   Nat.   17.432 Tb. 1

Vater: BE00-6480969 Jozef Goovaerts. Er ist auch Vater von Cracks wie ‘Achilles’ und ‘Leentje’. Er ist ein Sohn des ‘Goede Blauwen’ BE99-6515004, ein voller Bruder des ‘Goede Blauwen 665/98’.

Mutter: BE02-6184327 ‘Tochter 1. Prov. Bourges’, eine Tochter des ‘Kleine Blauwen 338/99’ (Gewinner von 1. Prov. Bourges 3.207 Tb und 10. Nat. gegen 21.593 Tb. 2001, 17. Prov. La Souterraine 2.163 Tb. und 131. Nat. Bourges 44.181 Jungtb. 1999) x ‘Tochter Goede Blauwen 665’ 987/00 Jozef Goovaerts (auch eine Tochter des ‘Goede Blauwen 665/98).

Damit führt ‘Janne’ in reichem Maße das Blut der Linie des ‘Goede Blauwen 665’ von Jozef Goovaerts. Die zweite Taube von Wim Storms, die den 15. Platz national belegte, war die 1.-Benannte und hört auf den Namen ‘Sheila’ BE09-6109985. Sie flog 2012 bereits folgende Preise:

Vierzon     Prov.  1.892 Tb. 44
         Intprov.  6.257 Tb. 81
Bourges     Prov.  3.184 Tb. 7
Châteauroux Prov.  1.762 Tb. 138
Montluçon   Nat.  17.432 Tb. 15

Vater Denis und Sohn Wim Storms werden sich an diesen Nationalflug von Montluçon sicherlich noch lange erinnern und das nicht nur wegen ihres Nationalsieges, sondern auch wegen der fantastischen Gesamtleistung, die ihre Weibchenmannschaft auf diesem nationalen Klassiker vollbrachte. Vielleicht ist das das schönste Ergebnis ihrer gesamten Taubenlaufbahn. Einfach phänomenal!

Die Ergebnisse des Schlages Wim Storms im Jahr 2012 auf der Großen Mittelstrecke

19.5. Vierzon Intprov.  6.257 Alttb.:
37-81-154-170-1331 (5/8)
26.5. Bourges Prov. 3.184 Alttb.:
7-43-137-229 (4/4)
26.5. Bourges Prov. 3.068 Jähr.:
74-181 (2/4)
02.6. Châteauroux Prov. 1.762 Alttb.:
138-176-230 (3/5)
02.6. Châteauroux Prov. 2.139 Jähr.:
73-312 (2/3)
17.6. Montluçon Prov. 2.071 Alttb.:
1-6-15-22 (4/4)
Nat. 17.432 Alttb.: 1-15 usw.(vermutlich 4 unter den ersten 100)
17.6. Montluçon Prov. 3.284 Jähr.:
105-125 (mit der 1.- + 2.-Benannten von 3)