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Wilson Dekens (Zingem, BE): Vom Spitzenmann auf der Kurzstrecke zum Gewinner der 1. Nationalen Ass-Taube Weitstrecke KBDB 2012

Wir können es die Krönung aller Anstrengungen, das Tüpfelchen auf dem i oder den absoluten Höhepunkt einer erfolgreichen Taubenzüchterkarriere nennen. Früher stark auf der Kurzstrecke, jetzt auf der Weitstrecke und Großen Weitstrecke!

Bemerkenswert auch hier: Wilson hat zunächst Ziervögel (u.a. Finken) gezüchtet, bevor er sich dem Taubensport zuwandte. Unübersehbar ist die Zahl der Spitzenzüchter im Taubensport, die früher etwas mit der Zucht von Ziervögeln zu tun hatten (oder noch haben). Im Hause Wilson Dekens ist das nicht anders. Seine ersten Tauben waren dann auch Pfauenschwänzchen, aber die mussten schon bald unter dem Einfluss eines Nachbarn das Feld für Brieftauben räumen!

1973 ließen sich Wilson und seine Frau Lydie an ihrem heutigen Wohnort in der Heulestraat nieder und bauten dort ihren ersten Taubenschlag, auf dem sofort auf den Kurzstreckenflügen 1. Preise und Titel errungen wurden. Wenn 'ein Laden' gut läuft, denkt man an Vergrößerung, und das war im Hause Wilson Dekens nicht anders, sodass er jetzt über eine geräumige Schlaganlage verfügt. Auch das 'Kurzstreckenspiel' genügte ihm schon bald nicht mehr. Eine liebe lange Woche hindurch nach seinem Tagewerk alle Zeit und Energie in die Tauben zu stecken, um dann am Sonntag innerhalb von 5 bis 10 Minuten alle Tauben in der Uhr zu haben, brachte Wilson wenig Befriedigung. So kam es, dass er den Übergang zur Mittelstrecke wagte. Als er nach Problemen mit dem Rücken und einer Operation vorzeitig aus dem Arbeitsleben (als Schweißer) ausscheiden musste, machte er auch den Schritt in Richtung Weitstrecke und Große Weitstrecke, sodass er das Warten auf die Tauben und ihre Heimkehr von den Nationalflügen genießen konnte.

Eine Umstellung von Spiel und System, die problemlos verlief, denn die bewährte rote Sorte seines Stammvogels der ersten Stunde, des ‘Oude Roden’, der noch aus der erprobten Sorte von Jules Van Caeneghem (über Georges Verschueren) stammte, verkraftete die Umstellung von der Kurz- zur Weitstrecke ohne Probleme und bewältigte die zusätzlichen Kilometer, ohne an Schnelligkeit und Kraft einzubüßen. Es sind Tauben, die einfach gewinnen, was von ihrem eisenharten Charakter und Mordant zeugt. Ein Crack aus der Linie der ‘Roten’ kommt von kurzen und weiten Entfernungen gut, das weiß Wilson aus Erfahrung. Darum spielen sie bis zum heutigen Tag eine Hauptrolle und sind noch immer reichlich im Stamm vertreten. Vor allem in der Kreuzung mit der anderen Basis-Linie, der Linie des ‘Jordy’ (Jordy wurde 6. Nat. Ass-Taube Weitstrecke KBDB 2008) bringen sie echte Sieger hervor und dürfen noch immer als Kern des Bestandes angesehen werden.  

Inzwischen wurden wohl einige neue, mehr 'für die Weitstrecke geeignete' Verstärkungen dazugeholt, und auch hier führte die Meisterhand von Wilson schon schnell zu Spitzenergebnissen bis hin zu den weitesten Flügen. Wer zwischen den tonangebenden Größen der Gegend, darunter enge Nachbarn wie Freddy & Jacques Vandenheede als stärkste sportliche Konkurrenten, seinen Mann stehen will, muss die Messer scharf geschliffen halten, meint Wilson noch. Sonst bleibt einem nur eine Nebenrolle irgendwo in der Anonymität des Preisfluggeschehens. 

‘New Ace’ sorgte für Weltruhm

Das Tüpfelchen auf dem i oder die Krönung jahrelangen starken Spiels - nennen Sie es, wie Sie wollen - ist der Titel einer 1. Nationalen Ass-Taube auf der Weitstrecke KBDB. Er ist mehr oder weniger das Allerschönste auf der Ehrenliste eines Weitstreckenliebhabers, etwas, von dem jeder Weitstreckenfanatiker träumt, und so entbrennt jedes Jahr erneut ein schonungsloser Kampf um den höchsten Platz auf dem Podium. Diese Ehre wurde 2012 Wilson Dekens und seiner Frau Lydie mit ihrem Supercrack ‘New Ace’ zuteil. Er schaffte das mit folgenden Preisen:

-‘New Ace’ BE10-4030190
1. Nat. Ass-Taube Weitstrecke KBDB 2012

2012:
Souillac Prov.  1.934 Tb. 1.
       Zone A   3.447 Tb. 8.
       Nat.     7.760 Tb. 8.
Cahors Prov.    1.759 Tb. 15.
       Zone A   2.695 Tb. 24.
       Nat.     8.348 Tb. 29.
Limoges Prov.   3.466 Tb. 10.
       Zone A   5.957 Tb. 38.
       Nat.    13.781 Tb. 40.
Brive  Nat.    11.130 Tb. 1311.
Angerville        237 Tb. 4.

Mit den 3 fett gekennzeichneten Ergebnissen wurde der Titel der nationalen Ass-Taube gewonnen!
Klick hier für seine vollständige Ehrenliste und seinen Stammbaum

Wie wir bereits berichtet haben, ist die Linie des ‘Jordy’ auf den Schlägen von Wilson Dekens pures Zuchtgold. Das erkennt man an mehreren Spitzenfliegern, in deren Adern das Blut dieser gewaltigen Linie strömt, darunter

-‘Blauwen 191’ BE10-4030191

2012:
Pont St. Max    252 Tb. 8.
Vierzon Prov. 5.893 Tb. 270.
Cahors  Prov. 1.759 Tb. 32.
        Zone  2.695 Tb. 53.
        Nat.  8.348 Tb. 69.
Tulle   Prov. 1.345 Tb. 12.  (lok.: 2.)
        Nat.  6.817 Tb. 84.
Brive   Nat. 11.130 Tb. 2040.
2011:
Libourne Nat. 8.269 Tb. 732.
Narbonne Nat. 7.027 Tb. 560.
       I.Nat. 9.966 Tb. 722.

Er ist ein Sohn aus dem ‘Blauwen Aelbrecht 630/09’ x ‘Blauwe Halbschwester Jordy 967/08’

-‘Geschelpte Super Jaarling’ BE11-4225220 (Gehämmerter Superjähriger)

Gewann 2012:
Angerville       283 Tb. 4.
Orléans Prov.  3.405 Tb. 104.
Montluçon        708 Tb. 6.
       Prov.   5.335 Tb. 23.
       Zone    7.828 Tb. 39.
       Nat.   22.875 Tb. 426.
Argenton Prov. 5.548 Tb. 221.
       Zone    8.476 Tb. 309.
       Nat.   22.384 Tb. 787.
Limoges Prov.  4.573 Tb. 215.
       Zone    7.419 Tb. 369.
       Nat.   17.735 Tb. 765.
Tulle  Lok.      139 Tb. 7.
       Prov.   2.490 Tb. 24.
       Nat.   10.251 Tb. 88.

Er wurde aus einer Kreuzung der alten Sorte gezogen, nämlich aus dem Spitzenzuchtvogel ‘Allround Roden 432/06’ x ‘Zus Jordy 466/06’. Sein Nestbruder errang folgende Preise:
-‘Rode Nestbroer Super Jaarling’ BE11-4225219

Montluçon Prov. 5.335 Tb. 159.
          Zone  7.828 Tb. 224.
         Nat.  22.875 Tb. 1191.
Argenton Prov.  5.548 Tb. 349.
          Zone  8.476 Tb. 478.
          Nat. 22.384 Tb. 1295.

Aus dem ‘Nestbroer Moeder New Ace’ BE08-4112821 (also aus ‘Jordy’ x ‘Lolita’) x ‘Zus 1. Nat. Perpignan’ stammt der andere überaus talentierte Jährige, und zwar der
-‘Blauwen 241’ BE11-4225241

Limoges Lok.      335 Tb. 1.
       Prov.    4.573 Tb. 3.
       Zone     7.419 Tb. 3.
       Nat.    17.735 Tb. 17. 
Argenton Prov.  5.548 Tb. 40.
       Zone     8.476 Tb. 59.
       Nat.    22.384 Tb. 183.
Montluçon Nat. 22.875 Tb. 4223.

Dass die Linie des ‘Jordy’ in der Kreuzung mit Tauben für die Große Weitstrecke (u.a. mit Aarden-Tauben wie z.B. beim ‘New Ace’) bereits mehrere Spitzenflieger für die Große Weitstrecke hervorgebracht hat, beweist der ‘Zwarten Sterken’, gezogen aus dem ‘Geschelpte Beer 903/04’ (Halbbruder von ‘Jordy’) x ‘Zwart Geschelpt Aarden 688/06’. Er gewann unter anderem:

-‘Zwarten Sterken’ BE07-4046731

2008:
Vierzon Prov.   2.003 Tb. 121.
     I.Prov.    5.076 Tb. 202.
St.Vincent I    1.581 Tb. 349.
       Nat.     8.393 Tb. 1936.
St.Vincent II     145 Tb. 9.
       Prov.    1.448 Tb. 66.
.       Nat.    7.356 Tb. 270.
     I.Nat.     8.612 Tb. 304.
2009:
Châteauroux       467 Tb. 25.
       Prov.    3.840 Tb. 94.
Barcelona Prov. 2.395 Tb. 192.
       Nat.    13.502 Tb. 1024.
     I.Nat.    27.669 Tb. 2259.
2010:
Blois  Prov.    2.595 Tb. 83.
Vierzon Prov.   7.030 Tb. 105.
Montauban Lok.    116 Tb. 1.
       Prov.    1.291 Tb. 5.
       Zone     2.597 Tb. 10.
       Nat.     6.654 Tb. 13.
Tarbes Int.    15.035 Tb. 2778.
2011:
Blois  Prov.    3.600 Tb. 44.
Pau    Nat.     2.279 Tb. 185.
     I.Nat.     8.555 Tb. 741.
Perpignan         185 Tb. 25.
       Nat.     5.591 Tb. 709.
     I.Nat.    15.192 Tb. 1973.
2012:
Limoges Nat.   13.781 Tb. 957.
Montauban Prov. 1.383 Tb. 206.
          Nat.  6.822 Tb. 864.

Ein jähriger Bruder dieses ‘Zwarten Sterken’ gewann 2012 bereits:
-‘Zwart Geschelpten’ BE11-4225215

Orléans Prov.  3.405 Tb. 677.
Châteauroux    4.019 Tb. 328.
        Nat.  15.902 Tb. 1107.
Narbonne Prov. 1.571 Tb. 24.
        Nat.   6.933 Tb. 65.
      I.Nat.  11.000 Tb. 73.

Zwei andere Söhne des ‘Zwarten Sterken’ haben ebenfalls bewiesen, dass sie das ‘Spitzefliegen’ von keinem Fremden haben.
-‘Zoon Zwarten Sterken’ BE10-4031613

2011:
Vierzon Prov.  4.366 Tb. 300.
Châteauroux    6.148 Tb. 223.
       Zone   10.587 Tb. 587.
       Nat.   25.263 Tb. 1072.
Argenton Prov. 4.948 Tb. 235.
         Zone  8.000 Tb. 423.
        Nat.  19.782 Tb. 817.
2012:
Vierzon Prov.  5.893 Tb. 126.
Perpignan Nat. 6.661 Tb. 1495.

-‘Jonge Zwarte Sterken’ BE11-4225323

Angerville      283 Tb. 17.
Narbonne        250 Tb. 6.
        Prov. 1.571 Tb. 34.
        Nat.  6.933 Tb. 96.
      I.Nat. 11.000 Tb. 109.

Zum Schluss noch dies: Ein Enkel des ‘Zwarten Sterken’ gewann auf den Schlägen von Van Driessche-Boone den 2. Preis national & international von Narbonne bei den Jährigen!

Wilson behält nur Junge aus seinen etwa 30 Zuchtpaaren. Das sind etwa 100 Stück. Er ist bestrebt, beim Paaren immer auf bestimmte Linien hin zu züchten. Er wagt sogar ganz enge Familienzucht (Vater x Tochter, Mutter x Sohn, Bruder x Schwester). Die schönsten Produkte daraus (vor allem die Weibchen) werden sofort für die Zucht bestimmt, um sie mit den anderen Linien zu kreuzen. So hält er seinen Taubenstamm schon seit Jahren auf besonders hohem Niveau. Bei der Zusammenstellung der Paare achtet er besonders auf den Flügel, wobei ein sehr kurzer Hinterflügel (Décalage zur 1. Schwungfeder) und die 4 letzten Schwungfedern (ungefähr gleich lang) wichtige Anhaltspunkte sind, denen Wilson besondere Aufmerksamkeit schenkt. Tauben mit einem idealen Flügelmodell (Ausdauer und Schnelligkeit) und mit einem ‘klugen Köpfchen’ stehen bei Wilson ganz oben auf der Liste. "Das sind Merkmale von absoluten Spitzentauben", sagt er.

Der Erfolg der Einfachheit

Taubensport ist nach Meinung von Wilson ziemlich einfach. Alles steht und fällt mit ‘guten Tauben’. Das Hauptaugenmerk gilt dem Spiel mit alten Vögeln auf der Weitstrecke und Großen Weitstrecke. Von den Jungtauben behält er nur die gesamte erste Runde, von der zweiten Runde wird nur mit den Männchen geflogen und die schönsten Weibchen häufig sofort für die Zucht reserviert. Das Spiel mit Jungtauben für sich hat keine Bedeutung. Die jungen Männchen nahmen bis jetzt nur an einem oder höchstens zwei provinzialen Flügen teil. Im vorigen Jahr blieb das beschränkt auf Angerville und den provinzialen Vierzon-Flug. 2011 flogen sie wegen des anhaltend schlechten Wetters an den Wochenenden nur ein paar Mal von Noyon und ein Mal von Angerville, doch 2012, als Jährige, glänzten sie bis auf Narbonne. Ab 2013 muss man sich auf das neue nationale belgische Flugprogramm einstellen. Es ist gut möglich, dass die jungen Vögel dann nur bis auf Angerville antrainiert werden. "Ich plane so etwas nicht im Voraus, da es doch nur eine Lehre für später ist. Nur von den jungen Weibchen spiele ich einige durch bis zu den Nationalflügen, am besten die, die ein Nest haben", berichtet Wilson.

Für die Saison 2013 sitzen etwa 64 Vögel bereit, davon 33 alte und 31 jährige. Vor Beginn der Saison ziehen sie keine Jungen auf, sondern brüten nur etwa 10 Tage. Anschließend bleiben sie noch einige Tage während des Antrainierens zusammen. So vorbereitet greifen sie ins Geschehen ein. Am Anfang werden sie so ruhig wie möglich eingekorbt. Die Weibchen werden nicht gezeigt. Das wird erst gemacht, wenn die Flüge der Mittelstrecke begonnen haben. Dann kommt mehr Schwung in die Tauben, und vor allem die Jährigen spielen dann schon mal verrückt. Darum bekommen die Witwer vor dem Einsetzen ihre Täubin für längere Zeit zu sehen (vor einem Weitstreckenflug manchmal 30 Minuten und mehr). Die besseren Jährigen machen ihr Schlussexamen auf den Flügen von Limoges oder Tulle, während der Rest bis auf Libourne oder Narbonne eingesetzt wird. Eine Erfahrung von Wilson: "Es sind schon bald dieselben Tauben, die immer da sind. Von Narbonne kann einen manchmal eine überraschen, aber die Burschen, die dort Spitze fliegen, sind meistens auch in der Zukunft die besten Weitstreckenflieger!"

Auch bei der Fütterung gilt der Slogan: Einfachheit ist Trumpf! Eigentlich bin ich jemand, der ziemlich schwer füttert, sagt Wilson. Als der Tierarzt im vorigen Jahr meine Tauben gegen Paramyxo geimpft hat, sagte er, dass meine Tauben viel zu fett wären. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass es am Anfang der Saison 2012 etwas weniger gut lief, doch später auf der Weitstrecke waren sie da, und das Endergebnis war der Titel der 1. Nationalen Ass-Taube Weitstrecke KBDB. Ich habe jetzt jedoch nach der Mauser eine Mischung mit ziemlich viel Gerste gegeben, obwohl ich noch immer ziemlich reichlich füttere. Während der Saison gebe ich 'vollen Trog' mit einer Mischung von 3 bis 4 Reisemischungen von verschiedenen Firmen, die am Anfang der Woche noch mit etwas Säuberungs- oder Diätfutter gestreckt wird. Während der letzten Tage vor dem Einsetzen ergänze ich diese Mischung mit etwa 20% von einer Kleinsämereienmischung, die ich selbst zusammenstelle und die aus Hanf, Leinsamen, geschältem Hafer und Reis besteht. Am Einsatztag bekommen sie diese Kleinsämereienmischung gegen 14 Uhr. Sie sind ganz versessen darauf, sodass sie mit einem gut (halb) gefüllten Kropf in den Korb kommen. Alle Tauben bekommen abwechselnd eine Woche Naturaline und Apfelessig und in der folgenden Woche ‘Duo Kräuter Elixier’ in die Tränke. Laut Wilson und Lydie ist das ein hervorragendes System, denn sie hatten noch nie Probleme mit Adeno-Coli. Am Tag vor dem Einsetzen kommen auch noch zusätzlich Vitamine über das Futter. Auf medizinischem Gebiet dreht es sich doch nur darum, Trichomonaden und Kokzidien unter Kontrolle zu halten. Sollte etwas mit den Atemwegen nicht in Ordnung sein, sieht man das als Züchter doch selbst, meint Wilson, aber auf seinen sehr luftigen Schlägen hat er damit wenig oder gar keine Probleme. Vor und nach der Saison macht er allerdings eine vorbeugende Kur von 8 Tagen gegen Paratyphus, und das ist es auch schon.

Auch der Rest ist ziemlich einfach. Die Tauben müssen gut trainieren und vor allem oft mitgegeben und gespielt werden. Morgens trainieren sie eine Stunde bei geschlossenem Fenster. Anschließend dürfen sie sich noch eine Viertelstunde bei offenem Fenster amüsieren. Abends trainieren sie erneut eine Stunde bei geschlossenem Fenster, und danach gibt es wieder eine knappe halbe Stunde, in der sie spielen und frei ein- und ausfliegen dürfen. Im Anschluss daran bekommen sie reichlich Zeit, um so viel zu fressen, wie sie möchte. Der Rest wird anschließend weggenommen.

Taubensport muss kein Vermögen kosten, um die Spitze zu erreichen

Wilson und Lydie sind Menschen, die ruhig und einfach leben, die niemals aus eigenem Antrieb die Öffentlichkeit suchen, sondern die Dinge nehmen, wie sie kommen. Zusammen arbeiten sie jeden Tag an den Tauben, und sie genießen es, wenn sie von den Tauben den Lohn für ihre Mühe und Anstrengung in Form von guten Leistungen zurückbekommen. Taubensport muss wirklich nicht teuer sein, gibt Wilson zum Schluss noch mit auf den Weg. Er selbst ging immer auf einfache Art und Weise vor. Wenn er Verstärkung suchte, gab er kein Vermögen für Tauben aus, sondern stellte immer nur ‘Klasse’ und ‘Qualität’ in den Vordergrund, und die fand er meistens bei stark spielenden Sportgenossen aus der näheren Umgebung. Ansonsten muss man den Tauben nur ausreichend Chancen bieten (lies: mitgeben und spielen) und danach gnadenlos selektieren. So baute er sich im Laufe der Jahre mit Geduld einen bärenstarken Taubenbestand auf, der es mit den Besten von Belgien aufnehmen kann und der ihm den absoluten Höhepunkt bescherte, nämlich den Gewinn des Titels 1. Nationale Ass-Taube Weitstrecke KBDB 2012 mit ‘New Ace’! Dazu gratulieren wir von ganzem Herzen!

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