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Willy Verbruggen (Londerzeel, BE) 1. National Barcelona gegen 12.281 Alttauben + Gewinner des "Gouden Vleugel"beim Brugse Barcelonaclub!

Es dauerte 15 Minuten ehe Willy Verbruggen, in der Dämmerung, seinen Barcelonasieger in der Uhr hatte, es war der Nationalsieg in unserem Land !

Barcelona gewinnen, dass ist das Ziel auf das alle Barcelonafans Jahr für Jahr hinarbeiten. Jeder wusste im Vorraus, dass Barcelona 2011 eher eine lecihtere Aufgabe wird, denn beim Überflug von Frankreich wurden sie von einem Südostwind getragen, der später dann auf Südwest drehte. Da am Freitagabend bereits 2 Tauben aus dem vorgelagerten, französischen Gebieten gemeldet wurden, kann man sich gut vorstellen, dass viele Barcelonateilnehmer eher eine unruhige Freitag Nacht hatten. Denn jeder wusste, dass schon in den frühen Morgenstunden die ersten Tauben fallen konnten. Ein Großteil der Teilnehmer kam dann auch sehr früh "aus den Federn" um den möglichen Barcelona-Erfolg nicht zu verpassen. Guy Hoppenbrouwers aus Essen hatte aber seinen Wecker nicht früh genug gestellt, denn um 5.33 Uhr wurde eine Barcelonataube in seinem System registriert, den Kontrollgummiring drehte Guy dann um 5.57,30 Uhr. Dies hatte aber große Auswirkungen auf den Ausgang des Fluges, denn Guy verspielte nicht nur den Nationalsieg von Barcelona, sondern auch noch den Gewinn des "Gouden Vleugels". Er belegt nun den 3.Platz National, hinter Luc Herbots aus Zepperen der Zweiter wurde.

Früh aus den Federn kam hingegen Willy Verbruggen aus Londerzeel. Als er um 4.45 Uhr über den Hof zu seinen Schlägen ging um den Sputnik aufzumachen und die Uhr anzuschalten, sah er in der Dämmerung eine Taube auf dem Sputnik sitzen. Lassen wir Willy seine Geschichte einfach selber erzählen:

"Nun", sagte Willy lachend, "auch in den letzten Jahren sah ich oft "Etwas" auf dem Sputnik sitzen, aber es war immer eine Amsel oder ein anderer Vogel. Je näher ich jedoch dem Schlag kam umso deutlicher sah ich, dass es sich diesesmal doch um eine Taube handelte. Dann sah ich die weißen Schwungfedern und war mir sicher, dass ist einer von den 2 Spießvögeln die ich mit nach Barcelona geschickt habe". Ich ging zum Schlag und öffnete vorsichtig den Sputnik, die Taube sprang sofort ein - meine erste Vorbenannte ! Verdammt ! Nichts passierte, ich hatte vergessen mein Konstatiersystem anzuschalten, die Taube war immer noch nicht registriert ! Ich musste mit der Taube zu einem anderen Schlag laufen, wo es leichter war an die Antenne zu kommen und die Taube "darauf zu halten". Der Kontrollgummiring wurde eingedreht, ich musste aber auch noch den zweiten Gummiring haben um die Kontrollnummer an das Lokal zu melden. Also zurück zum "Vogel aus der Dämmerung", ich fragte mich ob der zweite Gummiring am gleichem Fuß war als der Erste, ich war vollkommen "durch den Wind". Als ich den Ring dann hatte meldete ich ihn sofort ans Lokal und Gott sei Dank ist es für Alle noch gut ausgegangen".

Keine 2 Stunden später wusste er, dass es um den 1.National Barcelona gegen 12.281 Tauben ging und auch noch um den "Gouden Vleugel" vom Brugse Barcelonaclub, denn der Vogel war ja auch die erste Vorbenannte ! Willy legte auf diesem Barcelonaflug mit seiner ganzen Mannschaft eine tolle Leistung hin, er konnte es aber nicht mehr genießen, was Schade für ihn war. "Ich sah keine einzige der anderen Tauben von Barcelona mehr heimkommen", so Willy, ich war nur am Telefonieren und am "Rumrennen". Ich wusste nicht einmal, dass die Tauben von Brive geworfen worden waren, so ein Tollhaus war das hier, nur die anderen Besucher riefen mir ab und an zu, dass wieder eine von Barcelona gekommen ist."

Willy konstatierte seinen Nationalsieger exakt um 5.02.05 Uhr auf 1.081,077 Km, was einer durchschnittlichen Fluggeschwindigkeit von 1.393,14 Mtr./Min. entsprach. Die Schnellste von ganz Belgien, die 16. des Internationalen Fluges gegen 26.044 Tauben, denn den Großteil des Kuchens nahmen die Holländer für sich in Anspruch.  waar de Nederlanders het vet van koek voor zich opeisen. Willy konstatierte seine 10 Barcelonatauben wie folgt:

5.02 – 7.04 – 8.32 – 8.56 – 8.58 – 9.20 – 10.47 – 13.12 – 13.14 Uhr, somit 9 Preise bei 10 Tauben im Lokal. Desweiteren waren von den 10 Tauben, 5 Zweijährige, die das erste Mal nach Barcelona gingen !

Barcelona     225 Alttauben: 1-2-8-11-12-25-41-63-64 (9/10)
Nationaal  12.281 Alttauben: 1-71… usw. (Prognose National "Top 100")

Das der Erfolg auf Barcelona kein Zufallstreffer war, beweisen die Ergebnisse der letzten Jahre, hier nachstehend von 2009 und 2010: 

’10 Barcelona 186 Alttauben:   14-17-23-48-58-60 (6 von 7)
’10 Soustons  106 Jährige:     1-3-5-6-7-9-10-12-13-28 (10 von 14)
’09 Barcelona 209 Alttauben:   6-10-16-19-35-44-55 (7 von 8)
’09 Soustons  194 Jährige:     5-14-31-33-44 (5 von 8)

(Der "Julius Barcelona" gewann 2009 den 33.Lokal)

Es waren 5 Zweijährige Vögel der Extraklasse von Soustons 2010, die nun zum ersten Mal den Auftrag hatten Barcelona zu Fliegen und sie taten Dies hervorragend  (3-5-6-7-8, konstatierte Taube)! Die Hoffnung für die Zukunft scheint abgesichert !

Willy hat 45 Witwer (davon 21 Jährige), die er auf den Internationelen Flügen einsetzt. Desweiteren hat er 16 Paar Zuchttauben und bekommt jedes Jahr 100 Ringe. Der Schlagbestand ist zu 100% von Gebr F.Desbuquois aus Kapelle o/d Bos. Als Willy in Rente ging, ließ er eine Veranda an sein Haus anbauen und diese kam von der Familie Desbuquois. Beim Aufbau kam man ins Gespräch und es ging natürlich um Tauben, zu dieser Zeit war Willy noch aktiv auf der Mittelstrecke. So werden Taubenfreundschaften geschmiedet und Willy bekam Tauben von der Familie Desbuquois, er ging ihnen auch ab und an zur Hand, bei der Versorgung der Tauben in Kapelle o/d Bos, wenn sie in Urlaub gingen und so wurde er zum "Weitstreckenspieler" umgeschult, mit großem Erfolg wie man sieht ! Den Nationalen Sieg ab Barcelona können wir daher als Krönung des jahrelangen, starken Spiels ansehen, dass beweisen auch die bereits bestehenden Erfolge. 

Auch der Nationalsieger ist eine 100%tige Desbuquoistaube (zie pedigree).

Vater: "Vater Julius Barcelona" B01-2010282 (Original Desbuquois)

Sohn von "Witpen Dolle 720/89" von Eric Limbourg x "Schwester Mika 079/00" (auch Schwester von "Aruna"). Er sit nicht nur Vater vom 1. Nat Barcelona 2011, sondern auch Großvater von "Channel N°5"  1. Barcelona 481 Tb. ’09, 8. Nat Barcelona 13.503 Tb. und 18. Internat Barcelona 27.669 Tb.!

Mutter: "Mutter Julius Barcelona" B03-2015347 (Original Desbuquois)

Aus der Linie des hervorragenden Barcelonacracks de "Engelsman" x "Tiger" Eric Limbourg (Linie "Black Opium").

Die Erfolge des Nationalsiegers Barcelona sind wie folgt:

"Julius Barcelona" B08-2142510

’11 Barcelona  Nat 12.281 Tb. 1
          Internat 26.044 Tb. 16
’10 Perpignan  Nat  6.257 Tb. 352
          Internat 15.756 Tb. 519
’10 Tarbes     Nat  4.576 Tb. 519
          Internat 15.053 Tb. 1040
’09 Tulle      Nat  7.467 Tb. 63
’09 Soustons   Nat  9.442 Tb. 1431

Ein einfaches System
Die Versorgung hält Willy so einfach wie es geht. Mit seinen 75 Jahren muss er doch ein paar Abstriche machen, was die Versorgung der Tauben anbelangt. Die Jungen der 1.Runde werden gut eintrainiert und gehen Anfang August noch auf Vierzon, danach ist Ruhezeit für eine optimale Mauser. Die 2.Runde wird einige Male auf Noyon gesetzt, wobei die 3.Runde nicht trainiert wird. Es hat sich herausgestellt, dass Willy oft seine besten Tauben aus dieser 3.Runde hat. "Man muss halt die nötige Geduld aufbringen", so Willy. Als Jährige testet Willy dann seine Tauben auf Soustons, die Jungen der 3.Runde gehen dann meistens mit auf Limoges und Libourne. Dieses Jahr, auf Grund des prallen Kalenders ging ein Teil mit nach Libourne und der Andere nach Bordeaux, darüber hinaus geht dieses Jahr ein Teil nach Narbonne um auf Herz und Nieren geprüft zu werden (sofern es der Federtstand noch zulässt). Die Jährigen der 3.Runde gehen kommendes Wochenende nach Limoges, hier wird kein Wert auf den eventuellen Preis gelegt, sondern mehr auf den Zustand, wie "frisch" die Taube nach Hause kommt. "Eine, die einen Preis fliegt, aber bei der Rückkehr auf den Bauch fällt, mit der kann man später auf Barcelona nichts mehr anfangen, ich hab lieber eine die keinen Preis fliegt aber frisch und Topfit nach Hause kommt", so Willy. Als Jährige sollen sie Erfahrungen sammeln und mit den Distanzen vertraut werden, damit sie als 2jährige dann auf die Internationalen Flüge gehen können.

Vor der Reisesaison wird nicht gezüchtet, Ende März, Anfang April werden die Tauben zum ersten Mal verpaart und wenn alle Paare Brüten werden nach 7 Tagen die Eier weggenommen (auch von Paaren, welche später gelegt haben), dann gehen die Tauben auf Witwerschaft. Bis Limoges bekommen sie kein Weibchen zu sehen, ab 600Km (Limoges) kriegen sie ihr Weibchen vor dem Einsetzen kurz zu sehen. Die Barcelonamannschaft wird verschiedenartig vorbereitet, sie müssen alle Quiévrain-Noyon und Angerville, dann geht ein Teil nach Vierzon und der andere nach Limoges, bevor es nach Barcelona geht. Sie saßen dabei 5 Wochen auf "Stand by" und bekamen nicht einmal ihr Weibchen zu sehen. Eine andere Gruppe ging auf Bourges und Montelimar, der dritte teil musste sich National auf  Chateauroux und La Châtre stellen! Normalerweise bekommen die Vögel vor dem Einkorben auf Barcelona schon am Morgen die Weibchen zu sehen, diesesmal nicht, die Weibchen wurden gegen Mittag hinein gelassen und später am Tag wurde noch zusätzlich Stroh auf den Schlag gebracht, so konnten sie gemeinsam noch Nester bauen. Wahrscheinlich die richtige Motivation für dieses "Hammerergebnis"auf Barcelona !

Die Tauben waren bei bester Gesundheit und hatten optimale Kondition, soviel ist sicher. Normalerweise besucht Willy auch jedes Jahr vor dem Barcelonaflug einen Tierarzt, um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Dieses Jahr machte er es nicht, sondern gab seinen Tauben eine Kur von 3 Tagen gegen Trichomonaden und gegen Erkrankungen der oberen Luftwege (Doxycycline). Zwei Tage vor dem Einsatz gab er den Barcelonatauben auch noch je eine Spatrixtablette. Die Tauben bekommen normalerweise eine leichte Futtermischung (Mix von Gerry Plus & Mariman Winner), die letzten Tage vor dem Einkorben erhalten sie dann eine Sport.- und Reisemischung. Willy bevorzugt hier eine Mischung von verschiedenen Sorten, welche er gerade bei seinem Händler liegen sieht ohne dabei auf die Marke zu achten. Auch bei den Beiprodukten hält er es ähnlich, er setzt gerne Öle als Zugaben ein, auch hier nimmt er "Dass" was gerade im regal steht. "Es spielt keine große Rolle", so Willy. Er hat bei der Versorgung keine festen Regeln, schwört aber auf viel Lauch im Trinkwasser, es ist vorallem Blutreinigend und wird häufig gemacht.

Nach Willy spielt das auf Flügen wie Barcelona, eh nicht die große Rolle, da geht es darum wer die Stärkste ist und ob sie es können oder nicht, sie müssen ganz einfach die Klasse und das Talent dazu haben. Mit den Tauben von Fernand und den Söhnen Michel und Didier Desbuquois hat Willy Verbruggen diese Klasse & Talent satt. Tauben, welche jedes Jahr aufs Neue beweisen, dass sie tonangebend sind auf den "Marathons des Luftraums", denn Barcelona ist ihr Arbeitsplatz. Gratulation Willy, jetzt ist ein Traum wahr geworden !

 

Kommentare

Proficiat Willy, de "kleine" steken weeral de grote de loef af!!

Willy proficiat met je overwinning zeker als kleinere melker is het leuk dat zoiets jou te beurt valt. Maar de kwaliteit van de duiven van Desbuquois zijn werkelijk uitzonderlijk goed doe zo verder man up up up naar de 80!!!!!!!!!!!!

Congratulation on your magnificent win

Proficiat Willy! Smile
Niet alleen een mooie overwinning maar verder nog een formidable uitslag gemaakt op Barcelona.
Geniet er met volle teugen van.....

Steven van Breemen & Hubert Land

Vent en poupe (vent de derrière)

[=#6600cc]Quand le vent est derrière les oiseaux, n’importe quel pigeon peut gagner la course. La course est basée par la vitesse à laquelle les oiseaux sont enregistrés. La course est appelée “soufflé maison”. En Hollande la majorité du temps il y a un vent de sud-ouest arrière et ce vent crée une performance très rapide. Les meilleurs pigeons avec leur origines et les meilleurs préparés ne gagnent pas forcément ces sortes de course. Il y a toujours des vents d’Est et Ouest. Ce vieil adage devrait être suffisent pour expliquer le vent d’est. “Le vent d’est n’est bon ni pour les hommes ni pour les bêtes. De tous les quatre vents, le vent d'Ouest est léger et aide les oiseaux quelque soit la direction dans laquelle ils volent. Les meilleures courses sont celles avec un vent d’ouest. Le pigeon qui gagne dans ces conditions a gagné sa journée. Les vents d’ouest de 50Km/h ou plus rendent la course plus difficile. Beaucoup d’oiseaux se perdent dans ces conditions. Du fait de la force de ces vents les pigeons sont continuellement poussé hors de leur course. Cela nécessite que l’oiseau utilise sans arrêt son système de navigation. Les oiseaux qui ne sont pas équipés d’un système de navigation proprement opérationnel ont un problème dans ces conditions. Beaucoup ne trouveront pas leur chemin vers la maison sous ses vents auxiliaires.