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Vanoppen-Luyten (Herk-de-Stad, BE) gewinnen den 1. national Issoudon gegen 5.708 alte Tauben

Die Schlaggemeinschaft Vanoppen-Luyten setzt in dieser Saison die Pünktchen kräftig auf das i. Wenn es einen Maßstab für Topform gibt, dann legt man in Herk-de-Stad die Latte hoch, sehr hoch. Genau eine Woche nach ihrem Nationalsieg von Argenton II bei den Jährigen knallten die Champagnerkorken erneut. Diesmal wurde der Flug von Issoudon eingesackt.

Ihre jährige Täubin Danila, BE12-5006272, war mit ihrer Geschwindigkeit von 1562,70 m/min über 499 km die schnellste von den alten Tauben.

Die Schlaggemeinschaft erlebte ein äußerst erfolgreiches Jahr. Es scheint so, als wäre über den luftigen Schlägen von Patrick Vanoppen und Carlo Luyten ein Trichter für Preise angebracht. Die vielen ersten Preise und Serienergebnisse legen davon Zeugnis ab. “So eine Saison wie diese werden wir wohl niemals mehr erleben”, meint Patrick.

Trotz der Erfolge auf nationalen, zonalen und provinzialen Flügen bleibt man nüchtern. “Man muss mit den Füßen auf der Erde bleiben. Bevor man es merkt, befindet man sich vielleicht in einem anderen Fahrwasser, und was hat man dann davon, wenn man vorher 'dicke getan' hat”, sagen sie voller Besonnenheit. 

Nicht mehr spielen wollen

Patrick sehnt das Ende der Saison herbei. Seit April beschäftigt er sich zusammen mit Carlo von morgens früh bis abends spät mit Tauben. So ganz nebenbei haben sie auch noch mit Taubenfotografie angefangen, wodurch sie so gut wie keinen Moment der Ruhe mehr haben. 

Nach ihrem Nationalsieg von Argenton II wurde für diese Saison Schluss gemacht. “Wir wollten wirklich nicht mehr spielen, wobei man nicht vergessen darf, dass diese Mannschaft schon seit April in Aktion ist. Manchmal auf kürzeren Flügen, manchmal auf weiteren Flügen.” Daneben ist man auch intensiv damit beschäftigt, die junge Garde anzutrainieren.

Die Reisemannschaft, die nur aus Täubinnen besteht, bekam Ruhe und als Futter am Montag und Dienstag Säuberungsmischung von Matador. Am Dienstagabend gingen Carlo und Patrick auf die Schläge, um ihre Truppen zu inspizieren, und man stellte fest, dass sie noch super in Form waren. Es wurde erst noch gezögert und die Wetterberichte abgewartet. “Das ist einer der vielen Vorteile vom Spiel mit Weibchen, sie erholen sich schnell”, weiß Vanoppen. Und so wurde beschlossen, doch noch von Issoudun zu spielen.

Pizzaschneider

Es wurde alles aufgeboten, um die Damen aufzufüttern. Haufenweise Erd- und Walnüsse wurden besorgt. Die wurden mit einem gebogenen Pizzaschneider zerkleinert. “Eine langwierige Arbeit, aber von nichts kommt nichts”, lacht Patrick. Selbstverständlich wurden die Nüsse erst in der Mikrowelle ‘behandelt’. Mehrmals am Tag bekamen die Tauben ihre Portion vorgesetzt. Die Nussmischung wurde unter das Matador-Futter gemischt. 

Die Schlagpartner messen der Fütterung große Bedeutung bei und das ganz besonders, wenn sie aufgefüttert werden. “Man muss aufpassen, dass sie ihren Kropf nicht nur mit Leckerbissen vollstopfen, sondern dass sie auch genügend Brennstoff aufnehmen.”

Verloren oder nicht?

Die Nerven der Zuschauer waren am vergangenen Samstag bis zum Zerreißen gespannt. Mit Hilfe von PIPA-Radar wurde berechnet, dass man gegen 14.25 Uhr drehen musste, um eine 'Frühe' zu haben. Himmel und Erde schienen dann auch kurz stillzustehen, als gegen 14.17 Uhr zwei Tauben angestürmt kamen. Man hielt den Atem an... Schnell wurde klar, dass es keine Nachzügler von Marne waren, sondern dass es eine fremde Taube und die spätere Siegerin waren. “Dieses fremde Jungtier hat bei manchen doch zu einigen grauen Haaren mehr gesorgt", lacht Vanoppen. Jedes Mal wenn ihre Täubin landen wollte, kam der Tourist dazwischen. Schließlich landeten beide auf dem Einflug.

Laut Briconweb stand die Täubin sofort auf dem ersten Platz. “Dann hieß es in aller Ruhe abwarten, bis auch die Tauben mit größeren Entfernungen heimgekehrt waren. Nach 45 Minuten waren wir sicher. Wieder ein Nationalsieg! Wir können es selbst immer noch nicht richtig glauben.” Provinzial hat man mit 44 gesetzten Tauben 21 Preise abgeräumt. Bei der Verdoppelung für den CFW waren es aber nicht weniger als 29, hier haben sie fünf Tauben im ersten Hundertstel und das gegen 2.168 Tauben.

Schlaggemeinschaften sind die Zukunft

Es war vor allem Carlo Luyten, der während der kurzen und sehr intensiven Vorbereitung für Issoudun einen Zahn zulegen musste. Patrick und seine Frau hatten einen kurzen Urlaub an der Mosel geplant. Neben der perfekten Versorgung und den starken Tauben ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg nach Aussage der Schlagpartner ihre Zusammenarbeit. Auf diese Art und Weise sind die Aufgaben verteilt, und man kann noch Zeit für die Familie und auch mal Urlaub frei machen. “Vonseiten des nationalen Verbandes sollte man mehr für Schlaggemeinschaften werben, ohne dass es 'Geldschneiderei' wird”, sagt Patrick mit einem Fingerzeig auf die Mitgliedsbeiträge. 

Taubensuppe

Das medizinische Geschehen vor und während der Saison, das Fütterungssystem usw. können Sie in der Reportage nach ihrem Nationalsieg von Argenton II nachlesen. Aber der ausschlaggebende Grund für ihre Bombenergebnisse ist laut Carlo die unverwüstliche Gesundheit, die ihre Tauben schon während der ganzen Saison haben. “Wir haben in der Tat das eine und andere durchforstet und haben ein eigenes Rezept für unsere 'Taubensuppe’”, lacht Patrick.

Hier ist das Rezept:
Zutaten: 5 rote Zwiebeln, 2 Knoblauchknollen, 100 ml Branntwein/Jenever, 80 ml Jod, Wasser, ROPA-B.

Die roten Zwiebeln und die Knoblauchknollen mit der Küchenmaschine fein zerkleinern und ungekocht mit 100 ml Branntwein oder Jenever in der Küchenmaschine mixen. Anschließend 80 ml Jod hinzufügen. Erneut in der Küchenmaschine mixen. Diese Mixtur mit 2 Liter Wasser auffüllen und in einer Flasche fünf Tage lang ziehen lassen. Die Flasche regelmäßig drehen. 15 ml (1 Esslöffel) zusammen mit 1,5 ml ROPA-B (flüssiges Oregano) pro Liter Wasser verabreichen.

Die goldenen Winter-Gewinner

Außer der festen Überzeugung von der Wirksamkeit ihrer Taubensuppe, die täglich allen Tauben gegeben wird, gibt es noch einen weiteren Faktor, der laut Patrick zu ihren fantastischen Leistungen beiträgt. 
In den letzten Jahren hatten sie ständig einen Ausfall von rund zwanzig Prozent bei ihrer Reisemannschaft noch bevor die Flüge begonnen hatten. “Schiefflieger. Die Folge des Eingesperrtseins im Winter." Sie ließen die Tauben im Winter nicht frei fliegen, weil sie sehr große Probleme mit Greifvögeln haben. So lag die Kondition beim Start in die Saison immer unter dem Durchschnitt, wodurch die Topform erst spät in der Saison kam. Nur hin und wieder gab es mal einen Glückstreffer. Im vergangenen Winter wurde der mutige Entschluss gefasst, die Täubinnen doch trainieren zu lassen. “Jedenfalls wenn das Wetter es erlaubte.” Auch jetzt fielen einige Täubinnen den Greifvögeln zur Beute, aber das hielt sich doch in Grenzen. 

Die Muskelverletzungen und damit das Schieffliegen wurden durch das Wintertraining auf null zurückgeführt. Das war an und für sich schon ein großes Plus. “Aber das Wichtigste ist, dass die Basiskondition während der ‘Ruhezeit’ erhalten wurde. Der Beweis dafür sind die Ergebnisse ab dem ersten Wochenende”, beschließt Patrick.

Ein kurzer Überblick über die Erfolge 2013: 4 provinziale Siege, 2 Siege in der Zone, 2 nationale Siege und möglicherweise 2 nationale Ass-Tauben.

Referenzen: Ronny Menten (Rummen), Robert Lech (Polen), De Vroe-Van Gaver (Moortsele), Stefan Mantels (Lummen), Emil Gijsens (Rummen) und Ludo van Tuyn.

Kommentare

Proficiat Patrick en Carlo met jullie super seizoen 2013.
Jullie zijn de gelukkige die dit jaar mogen ervaren tot wat goede duiven in super conditie in staat zijn .
Alles gaat zoveel gemakkelijker als de bekende "fee" op het hok aanwezig is ... lijkt dan wel of men geen slechte heeft zitten.
Al verschillende jaren behoren jullie tot de top van sektor west en als alles dan nationaal een beetje mee zit krijg je van deze toestanden.
Maar zoals jullie zelf al aanhaalde " niets voor niets in de duivensport".
Doe zo voort ... en nogmaals dikke proficiat !!

Hallo Patrick and Carlo!

Wonderful successes!!!
Very good job in this season.
Good quality of pigeons + good care = Big Success!!!

Regards
Robert Lech
(Poland)

And with an eye like that pigeon I can say for sure, you guys have it right !! Fill your loft full of these types and you'll win more races in the future !!

Warm regards from Down Under ... Ken McFarlane