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Van Dijck-Van Dijck (Begijnendijk, BE) gewinnen den 1. Nat. Limoges 17.731 Jährige

Mit seinem prächtigen Sieg auf dem Klassiker für Jährige von Limoges flog der ‘Pruts’ Luc Van Dijck aus der Anonymität direkt in die nationalen Scheinwerfer. Als Ehrenbezeugung für seinen im vorigen Monat verstorbenen Bruder, mit dem Luc in Schlaggemeinschaft spielte, bekam der Vogel dessen Spitznamen.

"Schade, dass mein Bruder Rudi das nicht mehr miterleben durfte. Von klein auf wurde er "Pruts" genannt, darum habe ich diesen Namen nun unserem Sieger von Limoges gegeben", sagt Luc mit einem Kloß im Hals. Er konstatierte seinen Sieger um 13.54 Uhr auf einer Entfernung von 666,819 km, woraus sich eine Geschwindigkeit von 1.518,95 m/min ergab.
Auch auf diesem Limoges-Flug hatten die Tauben mit dem wechselhaften Wetter zu kämpfen. Am Sonntag waren auch hier Regenwolken die Spielverderber vom Dienst. Am Montag schien in ganz Frankreich die Sonne, während über Belgien ziemlich schnell dicke Wolken aufzogen, aus denen regelmäßig Regen strömte. Trotzdem nahm dieser Limoges-Flug für Jährige ein glückliches Ende, wobei die Preise innerhalb von einer Stunde verteilt waren. So hat man wieder einmal gesehen, dass sich die Tauben durch einen Regenschauer auf den letzten Kilometern nicht so schnell aus der Fassung bringen lassen, wenn sie erst einmal die richtige Flugrichtung nach Hause eingeschlagen haben. 

Krönung einer starken Saison

Dieser Nationalsieg ist nicht einfach so aus der Luft gefallen, sondern ist eher das Sahnehäubchen auf einer starken Reisesaison. Luc und Rudi begannen die Saison mit 16 Paar Reisetauben auf totaler Witwerschaft. Die Reisetauben kommen nie mit einem Gelege, weder vor der Saison noch nach der Saison. Luc findet, dass ein Nest nicht gut für die Weibchen ist. Das führt dazu, dass sie den Drang zum Nest entdecken, wodurch sie sich schneller untereinander paaren. Luc ist von Beruf Bauarbeiter. Ab Februar macht er sich an jedem Wochenende an die Arbeit, um seine Reisepaare auf die Reisesaison vorzubereiten. Er setzt sie dann an jedem Wochenende für eine Nacht zusammen. Dieses Ritual wiederholt er 6 bis 7 Wochenenden hintereinander, bis sie zellenfest sind. Während der ersten Wochen nach dem Beginn der Reisesaison werden die Partner noch nicht gezeigt. Nach der Heimkehr bleiben sie dann bis zum Ende des Nachmittags zusammen. Vor dem Bourges-Flug wurden die Partner beim Einkorben zum ersten Mal gezeigt, aber das Ergebnis war noch nicht befriedigend. Doch ab dem Zeitpunkt bemerkte Luc, dass der Trainingsrhythmus anstieg, und das äußerte sich in bemerkenswerten Leistungen. Ab dem Bourges-Flug durften die Paare vor dem Einkorben eine halbe bis eine ganze Stunde zusammen sein. Nach der Heimkehr blieben die Geschlechter jetzt bis zum nächsten Morgen zusammen. Die Weibchen werden jede Woche auf einen Flug von rund 500 km mitgegeben (Ab und zu gibt es einen kurzen Zwischenflug.), während die Männchen alle zwei Wochen an einem Flug teilnehmen, und das waren die Nationalflüge des KBDB von Argenton und jetzt der von Limoges für Jährige. 

Am Montag dürfen die Tauben zum ersten Mal wieder nach draußen, um zu trainieren, aber das hat noch nicht so viel zu bedeuten. Doch am Mittwoch muss dann ernsthaft trainiert werden, wenn nötig sogar eine Stunde mit der Fahne. Auch die Männchen müssen intensiv trainieren. Allerdings werden die alten Reisevögel jetzt zusammen mit den jungen Männchen rausgelassen. Das fördert den Trainingseifer, meint Luc. Meistens trainieren die Tauben jetzt zügig eine bis anderthalb Stunden. Am Anfang der Woche bekommen sie eine selbst zusammengestellte leichte Säuberungsmischung, die aus 1 Teil Sport, 1 Teil Gerry Plus und 1 Teil Superdiät besteht. Während der letzten Tage vor dem Einsetzen gibt es reichlich Witwermischung, die auch aus drei Sorten gemischt wird. Bei der Heimkehr ist immer Belgasol (Biolektron) von Belgica-de Weerd in der Tränke, während das Futter mit Knoblauchöl und Bierhefe präpariert wird. Am Montag wird über das Futter das rote Konditionspulver (das aus Vitaminen und Mineralien besteht) von Dr. Mariën über das Futter gegeben, und während der letzten Tage wird auch Optimix und Gel (Herbots) unter das Futter gemischt. Vor Beginn der Saison bekamen die Tauben eine 7-tägige Kur gegen Trichomonaden. Gut drei Wochen später wurde 7 Tage lang mit ‘Soludox’ gegen Erkrankungen der Atemwege behandelt. Seitdem kamen bis jetzt keine Medikamente mehr in die Tränke oder über das Futter. "Solange die Tauben jede Woche vorn in der Preisliste stehen und eine schöne Serie zusammenfliegen, ist das nicht nötig", sagt Luc.

Aufbau des Schlages

Zur Zeit ist der Bestand zu 80% mit der Sorte von Sportkamerad Eric Goovaerts aus Baal aufgebaut. "Eric spielte hier in der Gegend fantastisch auf der Mittelstrecke. Gegen ihn war fast nicht anzukommen", erzählt Luc. Als er aus familiären Gründen seine Tauben weggeben musste, kaufte Luc einen großen Teil der Zuchttauben, die noch immer die Basis seines Schlages bilden. Es wurde nach passendem Kreuzungsmaterial gesucht und u.a. bei der Familie Herbots, bei Dirk Van Dijck sowie Luc-Bart & Jurgen Geerinckx gefunden. Insgesamt werden die Schläge hier von 17 Zuchtpaaren und 16 Paar Reisetauben bevölkert. Ungefähr 60 Junge bekommen einen Ring angelegt, von denen zur Zeit noch 43 übrig geblieben sind und die schon gut im Gang sind. Sie gewannen in den vergangenen Wochen bereits 2 x einen 1. von Pithiviers und am letzten Wochenende noch den 4. Prov. Blois gegen 3.838 Tauben. Das ist sehr vielversprechend für die Nationalflüge, die vor der Tür stehen. 
Für Limoges hatte Luc insgesamt 7 Jährige eingesetzt, von denen 4 Preis machen werden. Lokal gegen 130 Tauben gab er folgende telefonische Meldingen: 1., 16., 19. und noch eine vierte Taube, die Preis machen wird. Letztendlich wurde es der Nationalsieg gegen 17.731 Jährige. Schauen wir uns kurz die Ehrenliste des frisch gebackenen Nationalsiegers an:

-‘Pruts’ BE11-6221613

Limoges Nat. 17.731 Jähr. 1. (666,819 km)
Momignies       656 Tb.  27. (117,622 km)
Momignies       302 Tb.  47.
Pithiviers      403 Tb.  68. (366,722 km)
Pithiviers      473 Tb. 138.
Montlucon       404 Tb.  37. (544 km)
       Nat.  22.875 Tb. 698.

Dieser prächtige Scheckvogel mit weißem Kopf stammt aus dem bewährten Stamm von Luc Van Dijck, an dessen Basis die Eric-Goovaerts-Tauben liegen. Er ist ein Inzuchtprodukt auf das Stammpaar von Goovaerts, nämlich den ‘Geschelpten 859/98’ x der ‘Willy Meuris-Täubin 290/90’.
Vater: Geschelpte Witpen  BE08-2016257 Eric Govaerts, Sohn von ‘2036913/2007 Den blauwe Witpen 913 BE07-2036913 (Sohn des Stammpaares ‘Geschelpte 859/98 Jan Diels x Willy Meuris–Täubin 290/90’) x ‘365-Täubin’ BE05-2171365, die von Patrick van Hoof aus Keerbergen stammt.
Mutter: ‘Het Blauw Witpenneke’ BE08-2016285 Eric Goovaerts, Tochter aus ‘Blauwen 037’ BE06-2080037 (ein Enkel des Stammpaares) x ‘Geschelpte 117’ BE06-2080117’ Eric Goovaerts (die aus 2 Tauben von Hugo Vandeputte gezogen wurde).

Herzlichen Glückwunsch, Luc!

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