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National-Flug Narbonne in den Niederlanden hat Kees van Aert (Achtmaal, NL) als Sieger

Kees van Aerts hatte ein 'Déjà-vu'. Nachdem er 1991 den Nationalflug von Perpignan gewonnen hatte, ist es nun, etwa 20 Jahre später, wieder so weit! Ein prächtiger Sieg, den diesmal sein fahler Renner 10-378 nach Hause brachte.

Mit dem Narbonne-Flug nähern wir uns wieder dem Ende der Saison der Großen Weitstrecke 2012. Am kommenden Wochenende steht noch der Flug von Perpignan auf dem Programm, und dann ist es wieder vorbei. In Narbonne konnten die Körbe nach einem Tag Aufschub um 8.15 Uhr geöffnet werden. Die meisten holländischen Tauben bekamen es am Ende ihrer Reise noch mit einem ordentlichen (Gewitter-)Schauer zu tun, wodurch die meisten Tauben gezwungen waren, eine Nacht draußen zu verbringen. 

Kees van Aert

Auch als Kees van Aert auf seine Tauben wartete, zog ein kräftiger Schauer auf, aus dem es nicht zu knapp regnete. Gerade als der Schauer vorübergezogen war, landete sein fahler 10-378 nach 931 km auf dem Einflug und konnte um 20.25.25 Uhr konstatiert werden. Letztendlich gewann er den 1. National gegen 4.303 Tauben, denn keine andere Taube erreichte die Geschwindigkeit von 1.275 m/min. Kees ist kein Unbekannter, wenn es um gute Ergebnisse und Spitzenpreise geht. Schon 1992 gewann er den Nationalflug Perpignan, und ein Jahr später belegte er den 2. Platz bei der WESM. Gut 20 Jahre später gewinnt Kees noch immer Spitzenpreise. Seine Tauben beweisen das mit dem 15. Nat. Pau, 23. Nat. Tarbes, 117. Nat. Bordeaux (Alttb.) und jetzt dem 1. National Narbonne.

Kees ist seit Januar 2011 in Frühpension. Nachdem er 20 Jahre in der Bekleidungsbranche gearbeitet hatte, hat Kees weitere 20 Jahre mit dem Verkauf von Baumaterialien sein Brot verdient. 

Die Tauben

Die Basis des Bestandes sind Tauben der Rasse Aarden. Sie stammen von Adriaan van Bergen aus Steenbergen und Willy van de Luijtgaarden aus Noordhoek. Im Herbst 1985 kaufte Kees bei beiden Züchtern einige Tauben und Eier. Aus dem “Paudoffer” von W. van de Luijtgaarden wurde ein Sohn gekauft. Dieser “Paudoffer” gewann u.a. den 2., 20. und 51. Nat. Pau. Diese Linie geht zurück auf die berühmte “500”-Linie von Chiel van Agtmaal. Diesen Sohn des “Paudoffer” nannte Kees “Willy”. Er wurde seinerseits Vater des 1. Nat. Perpignan, 11. Nat. Tarbes, 42. Nat. Pau, 48. Internat. San Sebastian usw. Später hat Kees noch einmal aus dieser Quelle geschöpft und auch bei Leo Kouters. Vor seinem Tod hatte van de Luijtgaarden den Wunsch geäußert, dass Kees van Aert alle seine Tauben bekommen sollte. Natürlich wollte Kees nach dem Tod von van de Luijtgaarden diesen Wunsch erfüllen, und so sind die Tauben jetzt im Besitz von Kees.

Als Letztes hat er bei B. Jansen und Co aus Bavel mit dem Kauf von zwei Tauben einen, wie sich später herausstellte, goldenen Griff getan. Diese beiden Tauben bilden inzwischen ein bewährtes Zuchtpaar. Sie sind auch die Eltern des niederländischen Nationalsiegers von Narbonne 2012.

Reisemethode

Auf der Garage befindet sich ein Schlag von 12 m Länge, der aus vier Abteilen besteht. Hier sitzen die alten Vögel, Nesttauben und Jährige. Im Garten ist ein weiterer Schlag für die Witwerweibchen und Zuchttauben. Der Garagenschlag ist aus Stein und die Vorderfront aus Holz. In einem Abteil sitzen alte Vögel, die speziell für die Eintagesweitstrecke bestimmt sind. Im anderen Abteil sind die alten Vögel untergebracht, die auf den Flügen der Großen Weitstrecke eingesetzt werden. Es handelt sich um 19 alte Vögel, deren Weibchen zu Hause bleiben. Vor dem Einkorben wird den Vögeln keine Täubin und noch nicht einmal eine Nistschale gezeigt. Sie werden so ruhig wie möglich eingesetzt. Die 12 alten Nesttäubinnen sitzen in einem anderen Abteil. Sie sind mit Männchen gepaart, die zwar gut geflogen haben, aber nicht mehr an den Flügen teilnehmen. Die Jährigen werden auf halber Witwerschaft gespielt. Sie haben keine Nistzelle. Ihre Feuertaufe ist häufig der Übernachtflug von Limoges, der im September stattfindet. 

Die Tauben trainieren zwei Mal am Tag. Die Jungtauben sind seit einigen Wochen getrennt, und so können alte und junge Tauben zusammen rausgelassen werden. Kees holt sein Futter bei van Tilburg. Er bevorzugt die Mischungen von Versele-Laga. So mischt er 5 Teile Gerry plus, 1 Teil Champion plus und 1 Teil Superstar plus miteinander und bekommt so eine leicht verdauliche Mischung. Während der letzten drei Tage kommt noch Energy plus dazu, und zusätzlich bekommen die Tauben auch Erdnüsse. Ferner befürwortet er den Aufbau von natürlichen Abwehrkräften bei den Tauben. Das ganze Jahr über gibt er Knoblauchzehen und Apfelessig in die Tränke. Das Futter wird regelmäßig mit Bierhefe und Knoblauchöl präpariert. Ferner bekommen die Tauben viel Grit und Rotstein und als kleine Zugabe ein bisschen Kleinsämereien.

Kees hat eine gute Beziehung zum Ortsgenossen und Tierarzt J.C.M. Konings. Jede Woche haben sie Kontakt, und dann wird über Tauben gesprochen. Ein oder zwei Mal pro Jahr lässt er seine Tauben von ihm untersuchen, und dann wird sein Rat immer befolgt. 


(Klick hier für den Stammbaum des 1. Nat. Narbonne 2012)

Der Sieger von Narbonne ist ein zweijähriger Vogel, der genau wie seine Schlaggenossen auf klassischer Witwerschaft gespielt wird. Er stammt aus den beiden Tauben, die bei Fran Jansen aus Bavel gekauft wurden. Sein Vater ist der NL04-778 (Fahle Fran) und hat Aarden- und Theelen-Blut in seinem Stammbaum. Die Mutter des Nationalsiegers ist die NL04-372 (Lichte Fran). Unter ihren Vorfahren sind viele Cor-de-Heijde-Stammtauben und auch noch ein bisschen Theelen. Dieses Paar hat schon mehrere gute Tauben gegeben. Als Jähriger gewann der fahle Sieger den 850. Nat. Bordeaux gegen 4.084 Tauben, und in diesem Jahr gewann er auf dem gleichen Flug regional den 51. gegen 216 Tauben. National wurde Kees nicht platziert, weil er krank war und deswegen die Gummiringe nicht eingedreht hatte. Er wusste, was das zur Folge hat, aber das bereitet ihm weiter keine Kopfschmerzen. Der Vogel trainiert sicherlich nicht gern, aber vielleicht sorgte das Training mit den jungen Vögeln bei ihm für zusätzliche Motivation, sodass er diese Leistung vollbrachte. 

Kees ist ein starker Befürworter der Morgenauflässe. Bei den Mittagauflässen gibt es gegenwärtig noch ziemlich viele Tauben, die nachts fliegen, und dafür hat Kees nichts übrig. Er korbt wohl für alle Flüge ein und so gut wie immer drei Tauben. Mit einem Bestand an alten Tauben von 19 Vögeln und 12 Täubinnen für die Große Weitstrecke gehört er doch zu den kleinen Züchtern. Allerdings denkt er darüber nach, seine Jährigen mehr auf der Weitstrecke zu spielen. Er hat dann eine größere Auswahl, wenn er überlegt, welche Tauben er auf einem Flug spielen soll. 

Jetzt werden von Perpignan einige Tauben mehr gespielt, denn nach dem Sieg im Jahr 1992 ist dieser Flug doch immer etwas Besonderes geblieben. Das Besondere wird wohl dereinst der süße Geschmack des Sieges sein können!

Admin comments: 
Tekst: Arco van Vliet Plaatsen: Jim van Ingen

Kommentare

Proficiat aan de winnaar, maar wie is de Nationale winnaar bij de jaarduiven?

Proficiat Kees, Geniet ervan.
Groetjes uit Thailand.

Glückwunsch aus Deutschland Kees! lg Patrick

Nice looking mealy, keep up the great work.

cool

Mooie overwinning....