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Mon Antonissen (Schoten, BE) gewinnt den 1. Internat. Narbonne gegen 9.072 alte Tauben!

Die siegreiche Taube ist ein exzellenter 2-jähriger Vogel, der damit seinen dritten Sieg einheimste, aber dieser Sieg zählt ganz besonders. Er wurde nämlich auf internationaler Ebene errungen!

Mon Antonissen gelang auf dem Narbonne-Flug etwas, von dem doch so viele Züchter ein Leben lang träumen: Einmal auf dem allerhöchsten Podium zwischen den Allergrößten des internationalen Taubensports stehen zu dürfen. Dieser Traum ging für ihn endlich am letzten Sonntag auf dem Narbonne-Flug in Erfüllung. Es war sein ‘Geschelpte Bordeaux', der im vorigen Jahr bereits den 1. Preis lokal von Bordeaux (3. prov.) gewonnen hatte, der den internationalen Sieg in den Beukendreef zu Schoten brachte. Er legte die Entfernung von 914,227 km zwischen Narbonne und Schoten in 11 Stunden und 51 Minuten zurück. Das ist doch eine Leistung, die Bewunderung verdient. Er wurde um 20.06 Uhr konstatiert, womit die höchste Geschwindigkeit auf internationaler Ebene bei den alten Tauben, nämlich 1285,83 m/min, errechnet wurde. Der frisch gebackene internationale Sieger flog vorher bereits folgende Preise:

-‘1. International Narbonne’ BE10-6117455

2012 Narbonne Nat.  6.441 Tb. 1.
         Internat.  9.072 Tb. 1.
2012 Bordeaux Nat.  4.971 Tb. 363. (und 23. Prov.)
2012 Limoges  Prov. 1.014 Tb. 320.
2012 Merchtem Lok.    109 Tb. 1.
2011 Bordeaux Lok.     45 Tb. 1.
             Prov.    824 Tb. 3.
             Nat.   6.217 Tb. 106.
2011 Melun          3.008 Tb. 739. usw.

Geschichte des Schlages

Mon Antonissen (58, früher Installateur von Beruf) startete in die Saison mit zirka 40 Reisetauben, von denen zur Zeit noch 28 auf den Schlägen sitzen (alte und jährige zusammen). "Ganzjährige Auslese ist die Stärke eines jeden Schlages", so die Meinung von Mon. Wer seiner Aufgabe nicht gewachsen ist, bleibt entweder weg oder bekommt unerbittlich den Abschied. So kommt es, dass Mon immer mit einem kleinen Korb zur Einsatzstelle fährt, aber immer einen verblüffend hohen Prozentsatz an Preisen zu gewinnen weiß. 

Der Bestand beruht zum größten Teil auf einem selbst aufgebauten Stamm. Das verhielt sich so: Mon war früher ein fanatischer Kurzstreckenspieler. "In den 90-iger Jahren zog ein gewisser Herr Marx nach Schoten (inzwischen ist er wieder umgezogen), und dieser Mann drehte seine Tauben auf den Weitstreckenflügen wie wir auf der Kurzstrecke", erzählt Mon. "Fast unvorstellbar. Ich lernte ihn in der Einsatzstelle kennen, und er fragte mich, ob ich Lust hätte, bei ihm mit zu beobachten, wenn die Tauben von den Weitstreckenflügen nach Hause kamen und wenn nötig, beim Konstatieren zu helfen. In dieser Zeit geschah das alles noch manuell, müssen Sie wissen. So freundete ich mich mit ihm an, wartete dort mit auf die Tauben und half auch schon mal beim Saubermachen der Schläge. Und ich bekam auch Tauben von ihm, zum größten Teil als Geschenk, aber ich kaufte auch einige. Er hatte Tauben aus der Linie des ‘Geschifte Hofkens’ über Raoul Verstraete, und auch von Lou Wouters hatte er das Allerbeste unter dem Dach."

Mon bekam mehr oder weniger alles, was er wollte, und er flog damit fantastisch auf der Kurzstrecke und nun also auch auf der Weitstrecke, obwohl er inzwischen auch schon etwas anderes Weitstreckenblut eingekreuzt hat. Doch dieser alte, selbst aufgebaute Stamm bleibt noch immer die zentrale Linie auf dem Schlag. Und dass die ihre Tauglichkeit noch immer beweist, geht nicht nur aus dem internationalen Sieg von Narbonne hervor, sondern auch aus Titeln wie 1. Weitstreckenmeister in Wijnegem 2011, 2. Weitstreckenmeister 2010 und so weiter!

Für diese Meisterschaften zählen auch Flüge mit Jungtauben, und da Mon früher erst Mitte Februar anpaarte, bekam er am Ende der Saison immer Schwierigkeiten, weil die Jungtauben auf den letzten Flügen nicht mehr eingesetzt werden konnten, weil sie zu weit in der Mauser waren, und er so nicht die nötigen Punkte sammeln konnte. Dazu kam noch, dass die Jungen aus seinen Weitstreckentauben später "paarungsreif" sind. Darum hat er in diesem Jahr das Ruder herumgeworfen und alle Tauben bereits Mitte Dezember zusammengesetzt für eine erste Runde Jungtauben. Die 14 Zuchtpaare und zirka 40 Reisetauben sorgten für etwa 100 Junge. Die Reisetauben wurden danach vor der Reisesaison nicht wieder angepaart. Früher hat er das zwar gemacht, aber damals hatten sie oft auf den letzten Flügen wie Perpignan schon zu viele Schwungfedern gestoßen. In diesem Jahr nahmen sie deshalb bereits Mitte März an ihren ersten Trainingsflügen teil, sodass sie rechtzeitig für den Start in die Saison bereit waren. Die Täubin wird vor dem Einsetzen niemals gezeigt. "Das ist zu nichts nutze", sagt Mon. Die Nistschale bleibt während der Woche immer in der Nistzelle stehen. Beim Einkorben wird sie einfach kurz umgedreht, und so kommen die Tauben in den Korb. "All das Geschleppe mit Körben voller Weibchen ist unnütze Arbeit und Zeitverschwendung", findet Mon.

Dass sich die Tauben von Mon Antonissen in den letzten Wochen in glänzender Kondition befanden, beweisen sowohl die lokalen Weitstreckenpreislisten in Wijnegem als auch die auf provinzialer Ebene. Er hat immer wenig Tauben eingekorbt und einen hohen Prozentsatz geholt (siehe weiter unten). Für Narbonne hatte er insgesamt 6 Tauben eingesetzt, und zwar 3 alte und 3 jährige, von denen er 3 am Sonntagabend konstatierte. Es waren sein internationaler Sieger um 20.06 Uhr und 2 Jährige um 21.40 Uhr und 22.02 Uhr. Die Jährigen waren als 1.- und 2.-Benannte in den Korb gegangen und gewinnen den 5. und 6. Preis lokal, provinzial gegen 746 Jährige den 50. und 58. Preis. Seine 2.  alte Taube, die am Montagmorgen kam, fällt lokal gerade aus der Liste, aber hat vielleicht noch eine Chance, sich national oder international zu platzieren. Die Leistung der Jährigen eröffnet in jedem Fall Perspektiven für die nächste Saison. Die Zukunft scheint mit der Entdeckung dieser neuen Spitzenathleten ziemlich gesichert zu sein. Herzlichen Glückwunsch, Mon, genieß' diesen prächtigen internationalen Sieg in vollen Zügen!

Ein Blick in die Preislisten 2012

29.7. Narbonne Intnat. 9.072 Alttb. 1. (3)
29.7. Narbonne Prov. 746 Jähr. 50. und 58. (mit 1.- + 2.-Ben.von 3 Tb.)
21.7. Salbris  30 Tb. 5. und 9. (2/2)
22.7. Souillac 44 Tb. 4.(1/2), Prov. 694 Tb. 37. (1/2)
15.7. Limoges 90 Jähr. 9., 11. und 15. (3/9), Prov. 2.383 Jähr. 389., 462. und 528. (3/9)
06.7. Barcelona Prov. 1.267 Tb. 274. (1/1)
07.7. Montlucon  38 Tb. 2. (1/2), Intprov. 1.426 Alttb. 31. (1/2)
      Montlucon 56 Jähr. 1. und 9. (2/2), Intprov. 1.881 Jähr. 2. und 191. (2/2)
07.7. Brive Prov. 944 Tb. 152. und 298. (2/2)
07.7. Libourne Prov. 984 Tb. 261. (1/2)
30.6. Orange Prov. 570 Tb. 115. (1/2)
30.6. Bordeaux Prov. 23., Nat. 4.971 Tb. 363. (1/2)
23.6. Montauban 77 Tb. 5. und 17. (2/2)
23.6. Montlucon 1.253 Alttb. 167. (1/2)
09.6. Châteauroux Prov. 1.862 Alttb. 299., 409. und 500. (3/3) 
02.6. Limoges Prov. 1.014 Tb. 104., 261. und 320. (3/3)

Kommentare

knap gedaan Mon ,proficiat

Gefeliciteerd ! Geweldige prestatie !
Groet uit Nederland.

Peter Grootheest-Meerssen

nice line