Suchen

Ein Siegeszug der seinesgleichen sucht - Drapa!

Quelle: Erschienen in der Zeitschrift TaubenMarkt/Die Sporttaube - Ausgabe Januar und Februar 2010, Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch Hans Brühl, Chefredakteur / www.taubenmarkt-kassel.de

Familie Drapa aus Königsbach-Stein: Walter Drapa, Andreas Drapa, Roswitha Drapa, Alexander Drapa (von hinten links).
Im Vordergrund Tobias Drapa.

„Veni vidi vici“ ist das wohl bekannteste Zitat des römischen Staatsmanns und Feldherren Juliuas Caesar. „Ich kam, ich sah, ich siegte“ lautet die deutsche Übersetzung. Ein Zitat, dass für Andreas Drapa ohne Einschränkung seine Gültigkeit besitzt. In Schlaggemeinschaft mit seinem Vater Walter wurde der Großmeister aus Königsbach-Stein 1998 zum ersten mal Deutscher Meister. Wer damals aber dachte es wäre eine Eintagsfliege wurde sehr bald eines besseren belehrt. Im Jahr 2000, 2002, 2003, 2004, 2005 und 2007 folgten weitere erste deutsche Meistertitel für diese Schlaggemeinschaft. Ein Siegeszug, der seinesgleichen sucht. Insofern ist Caesars Zitat in diesem Zusammenhang nur die halbe Wahrheit! Es blieb eben nicht nur bei einem Sieg, sondern sechs weitere erste deutsche Meistertitel stehen bis zum heutigen Tag zu Buche. Insgesamt siebenmal 1. Deutscher Meister! Eine Leistung, die einfach nur phantastisch ist.


01769-97-27 „Königin“. Bildet zusammen mit dem „König“ ein Zuchtpaar der Extraklasse.

Königsbach-Stein ist eine Gemeinde, die zwischen Kraichgau und Nordschwarzwald liegt. Die beiden Teilgemeinden, die in etwas gleich groß sind, liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Die Ortskerne sind historisch gesehen gut erhalten und zahlreiche Fachwerkgebäude tragen zu einem schönen Gesamtbild bei. Insbesondere die Fachwerk-Rathäuser aus dem 16. bzw. frühen 17. Jahrhundert sind für Experten und Anhänger der Baukunst sehr interessant. Die Landschaft ist reizvoll und Karlsruhe und Pforzheim sind nur wenige Kilometer entfernt. Knapp 10.000 Einwohner sind in Königsbach-Stein zu Hause. Zu diesen zählt auch die Familie Drapa. Andreas und seine Frau Roswitha, sowie die beiden Söhne Alexander und Tobias wohnen im Ortsteil Stein. Die beiden Söhne sind 14 und 10 Jahre alt. Im selben Haus wohnen auch die Eltern von Andreas. Es ist ein Montag nachmittag, als ich mich auf den Weg zu genau diesem Haus mache. Ich bin mit Andreas verabredet. Im Grunde genommen bin ich immer pünktlich, aber an diesem Tag scheint es nicht so zu sein. Mit etwas Verspätung treffe ich in der Talstraße in Stein ein. Dort öffnet mir die sympathische Frau von Andreas die Tür und lässt mich wissen, dass Andreas auf mich gewartet hätte, aber jetzt doch kurz weg ist, um in seinem Geschäft die Zuchttauben zu versorgen. Walter, der Vater von Andreas, lotst mich dort hin und kurze Zeit später sitze ich dem Champion gegenüber. Wie unlängst bekannt, betreibt Andreas in der Luisenstraße in Königsbach ein Fachgeschäft für Futtermittel und Beiprodukte. Nicht nur Brieftaubenzüchter, sondern auch andere Tierliebhaber finden hier alles, um den täglichen Bedarf ihrer Lieblinge abzudecken. Aufgrund der Tatsache, dass das Geschäft am Montag, Dienstag und Mittwoch geschlossen bleibt finden wir genügend Zeit, um uns intensiv zu unterhalten. Das Geschäft befindet sich in einer ehemaligen Raiffeisen-Filiale, die Andreas gekauft und für seine Zwecke etwas umgebaut hat. Die Räumlichkeiten sind sehr groß und somit ist genügend Platz für Futter und Produkte vorhanden. Auf dem Dachboden hat Andreas seine Zuchttauben untergebracht. Ebenfalls befindet sich dort der Reiseschlag seines Sohnes Alexander, der unter seinem eigenen Namen an Wettflügen teilnimmt. Von der Frage getrieben was Andreas Drapa für ein Mensch ist und welche Ansichten er mit Blick auf den Brieftaubensport vertritt, lausche ich gespannt seinen Ausführungen. Irgendwie macht er einen entspannten, zufriedenen und gelassenen Eindruck, wenn er von sich und seinen Tauben erzählt. Überheblichkeit? Kein Spur! Bequem sitzt er in seinem Sessel und dennoch rutscht er immer etwas hin und her, wenn er voller Begeisterung über den Brieftaubensport redet. Man merkt, welche Energie und welcher Tatendrang in diesem Menschen stecken. Ein großer Champion, der es zu Weltruhm gebracht hat und auf der anderen Seite „Andreas“ geblieben ist. Ein Züchter wie „Du und ich“, der im Kindesalter seine Liebe zu Tauben entdeckte und dessen Herz höher schlägt, wenn er Tauben am Himmel fliegen sieht. Ursprünglich ist Andreas eigentlich ein Junge aus der Stadt. 1965 erblickte er das Licht der Welt und wohnte zusammen mit seinen Eltern zunächst in Pforzheim. Die Eltern seines Vaters hatten seinerzeit in Stein einen Hof. Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen befanden sich, wie so oft früher, auch Haus- und Hoftauben. Ein buntes Gemisch von Tauben, die nicht selten in der Pfanne der Großeltern landeten. Als kleiner Junge machte sich Andreas regelmäßig an den Wochenenden auf den Weg, um seine Großeltern auf dem Land zu besuchen. Mit 50 Pfennig in der Tasche, um den Bus zu bezahlen gings meist Freitags raus zu den Großeltern.

 Bildet zusammen mit der „Königin" ein Zuchtpaar der Extraklasse.
 

01769-02-638 „Champ“. Sohn des Königspaares.

Nach den schönen Wochenenden bei Opa und Oma kam er in der Regel wieder am Sonntag abend nach Pforzheim zurück. Es dauerte nicht lange bis die Haus- und Hoftauben sein Interesse weckten und die gefiederten Freunde bei den Großeltern seine „Kumpels“ wurden. 1974 schließlich zogen seine Eltern von Pforzheim nach Stein und 1976 nahm Andreas als 10-jähriger Junge als Mitglied des Vereines „Stein“ zum ersten mal in der RV Pforzheim an einem Wettflug teil. Bis Anfang der Neunziger Jahre spielte Andreas auschließlich auf seinen eigenen Namen. Dann nahm er seinen Vater Walter in die Schlaggemeinschaft mit auf. Diese Schlaggemeinschaft hat bis heute Bestand. Machen wir einen Sprung in die Gegenwart. Mittlerweile gibt es in Deutschland drei „Drapa-Schläge“: Andreas und Walter Drapa, Alexander Drapa und Drapa/Guo. Die Reisetauben der SG Andreas und Walter Drapa befinden sich beim Wohnhaus in Stein. 2009 wurde die SG Drapa/Guo ins Leben gerufen. Die Reisetauben dieser SG befinden sich ebenfalls beim Wohnhaus in Stein. Wer aber verbirgt sich nun hinter dem Namen Drapa/Guo? Mit dem Namen Drapa ist der 10-jährige Sohn Tobias gemeint.


01769-04-1020 „Carl“. Sohn des Königspaares.

Guo indes ist der Name eines chinesischen Geschäftsmannes aus Peking. Um ganz genau zu sein ist es Dr. Guo, der manch einem Brieftaubenzüchter auch unter dem Pseudonym „Great Wall“ bekannt ist. Im Prinzip befinden sich die Tauben der beiden Schlaggemeinschaften auf derselben Schlaganlage. Die Täubinnen reisten 2009 für Andreas und Walter Drapa, während die Vögel für die Schlaggemeinschaft Drapa/Guo zum Einsatz kamen. Die beiden Schlaggemeinschaften sollen auch in Zukunft Bestand haben und von der Schlaganalge in Stein ihre Tauben spielen. Allerdings weist Andreas darauf hin, dass das Geschlecht der Tauben nicht notwendigerweise wieder über die Zugehörigkeit zu einer der beiden Schlaggemeinschaften entscheiden muss. Es kann gut sein, dass in den nächsten Jahren beide Schlaggemeinschaften über Vögel und Weibchen verfügen. Kommen wir nun zum dritten „Drapa-Schlag“. Es sind die Reisetauben, die in der Preisliste unter dem Namen Alexander Drapa zu finden sind. Wie bereits erwähnt befinden sich diese Reisetauben nicht in Stein, sondern auf dem Dachboden des Geschäftes in Königsbach.01769-08-56 „Penelope“. 1. AS-Täubin im RegV 2009.Tochter „Champ“.

01769-08-56 „Penelope“. 1. AS-Täubin im RegV 2009.Tochter „Champ“.

Der 14-jährige Sohn Alexander besucht im Übrigen das Gymnasium und beweist seine fußballerischen Fähigkeiten in der Verbandsliga. Dies ist die zweithöchste Kategorie im Jungendbereich und deshalb kann man Alexander ohne Zweifel als einen sehr guten Fußballer bezeichnen. Der Vollständigkeit wegen soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass Andreas mit Dr. Guo auch in China einen Schlag hat und sich dort mit großem Erfolg an den Wettflügen beteiligt. Kommen wir nun aber zurück zum Gespräch, dass ich mit Andreas geführt habe. Ich frage ihn nach den Kriterien, die ausschlaggebend für erfolgreichen Brieftaubensport sind. Die Antwort kommt prompt und lässt nicht lange auf sich warten. Die medizinische Versorgung ist das „A und O“ im Brieftaubensport. Brieftauben müssen 100% gesund sein. Er vergleicht Tauben mit einem Uhrwerk. Fehlt ein kleiner Zacken am Zahnrad, dann läuft die Uhr noch, aber nicht optimal. Mit den Tauben ist das ähnlich. Selbst dann, wenn sie nicht ganz gesund sind fliegen sie ihre Preise, aber der ganz große Erfolg ist nicht möglich. Den kann man nur dann erreichen, wenn die Tauben einwandfrei gesund und somit topfit sind. In diesem Zusammenhang gibt Andreas einen Ratschlag.


01769-08-26 „Madonna“. 2. AS-Täubin im RegV 2009. Tochter Champ und Vollschwester zu „Cassandra“.

Im Vorfeld der Reisesaison sollte man bei seinen Tauben einen Resistenztest durchführen lassen. Kropfabstriche werden genommen und Kulturen angelegt. Zu diesem Zweck sucht Andreas für seine eigenen Tauben eine Spezialklinik in Karlsruhe auf. Auf Basis der Ergebnisse spricht der Tierarzt eine Empfehlung aus, welche Produkte den Tieren verabreicht werden sollen. Mit Blick auf den Organismus einer Taube scheint Andreas insbesondere der Magen-Darm Bereich und die oberen Luftwege sehr wichtig zu sein. Das Wissen um die richtigen Wirkstoffe ist notwendig, um die richtigen Präparate zur richtigen Zeit für diese Bereiche des Organismus effektiv und gewinnbringend einsetzen zu können. Mit Blick auf die Fütterung ist zu berichten, dass während der Reisesaison drei Mischungen zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich um „Hirn 1“, „Champion Plus I.C.“ und „Drapa WM“ von Versele-Laga. „Drapa WM“ ist eine Mischung ohne Hülsenfrüchte. Bei „Hirn 1“ handelt es sich um eine leichtere Mischung. Die genauen Zusammensetzungen können dem Verkaufsprospekt der Firma Versele-Laga entnommen werden. Wenngleich Andreas seinen Kunden und interessierten Sportfreunden einen Futterplan zur Verfügung stellt lässt er mich wissen, dass ein Futterplan nicht mehr als eine Leitlinie sein sollte. Im Vordergrund steht immer die „individuelle Entscheidung“. Der Verlauf der Flüge entscheidet maßgeblich über die Fütterung. Das Prinzip der Fütterung lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen. Während bei schweren Flügen schwerer gefüttert wird, sollten bei leichten Flügen zum schweren Mischfutter auch leichtes Futter beigemischt werden.

01769-08-27 „Cassandra“. 3. AS-Täubin im RegV 2009. Tochter Champ und Vollschwester zu „Madonna“.

Neben den drei genannten Mischungen setzt Andreas während der Woche auch Einzelsaaten ein. Erdnüsse, Hanf, geschälte Sonnenblumen und Sämereien stehen ebenfalls auf dem Speiseplan der Tauben. Allerdings sollte man sich bei der Fütterung, wie auch der medizinischen Versorgung immer bewusst sein, dass man aus Ackergäulen keine Rennpferde machen kann. Ausgangspunkt für die ganz großen Erfolge sind immer die richtig guten Tauben. Den Glücksgriff seines Lebens bezeichnet Andreas den Kauf von drei Tauben bei Friedrich und Ilse Wein aus Kraichtal im Jahre 1988. Friedrich und Ilse Wein waren seinerzeit ein absoluter Topschlag in Deutschland und hatten ihre großartigen Erfolge den Willy de Laat-Tauben aus Arendonk zu verdanken. Das Blut der Wein-Tauben zieht sich bis heute wie ein roter Faden durch den Bestand und ist somit der Eckpfeiler für die überragenden Erfolge. Bei der Verpaarung seiner Tauben achtet Andreas deshalb darauf, dass diese alte Blutlinie nicht verloren geht. Neueinführungen werden stets sehr hart auf Herz und Nieren getestet. Entsprechen sie nicht den Vorstellungen des Großmeisters, dann werden sie sehr schnell wieder von den Schlaganlagen entfernt. Mit Blick auf die Neueinführungen kann berichtet werden, dass Andreas nur AS-Tauben und Spitzenflieger mit 1. Konkursen gegen hohe Taubenzahlen einführt. Abstammungen und ähnliches ist zweitrangig. Auch das Aussehen der Taube spielt keine große Rolle. Andreas gibt zu verstehen, dass er in der Vergangenheit schon sehr viele hervorragende Zucht- und Reisetauben hatte.

01769-08-140 „Rihanna“. Tochter „Champ“.

Mit Blick auf das äußere Erscheinungsbild lässt sich aber kein Einheitstyp ableiten. Für ihn zählt deshalb allein die erbrachte Leistung und räumt ein, dass er auch schon AS-Tauben gekauft hat ohne sie vorher gesehen zu haben. Besonders interessant scheint auch das Reisesystem von Andreas Drapa zu sein. Hier gilt die Formel: Ohne Fleiß kein Preis! Andreas paart alle seine Zucht- und Reisetauben zu Weihnachten an. Die Reisetauben bringen zwei Junge hoch. Andreas ist bestrebt, dass es bei den Weibchen zu keiner zweiten Eiablage kommt. Deshalb achtet er darauf, dass er die Weibchen frühzeitig vom Witwerschlag nimmt. Somit sind die Vögel die letzten Tage bevor die Jungen flügge werden alleine für die Aufzucht der heranwachsenden Jungtiere verantwortlich. Anfang April werden die Tauben zum zweitenmal angepaart. Dies ist auch die Jahreszeit in der das Training der Tauben beginnt. Mit dem zweiten Anpaarungstermin beginnen nämlich die Trainingsflüge. Die Tauben werden bis zum ersten Preisflug täglich 40 bis 50 km weggebracht. Sollte das Wetter mal sehr schlecht sein bleiben die Tauben selbstverständlich zu Hause. Beim zweiten Anpaarungstermin dürfen die Reisetauben keine Jungen mehr hochbringen. Nach einem zehntägigen bebrüten der Eier erfolgt die Trennung. Nach dem ersten Preisflug werden die Tauben nur noch zweimal pro Woche trainiert. Hierfür wird der Mittwoch und Donnerstag vormittag genützt. An diesen beiden Tagen bekommen die Tauben dann abends keinen Freiflug mehr. Damit möchte Andreas erreichen, dass die Tauben „Zug auf den Schlag kriegen“. Bei Flügen ab 350 km wird im Prinzip das Wegbringen unter der Woche eingestellt und nur noch in Ausnahmefällen praktiziert. Das Prinzip ist im Grunde genommen ganz einfach.

01769-08-162 Pokerface, 1. AS-Vogel im RegV 2009. Sohn „Champ“.

Vor Beginn der Reisesaison sollen die Tauben stark angelernt werden. Nach Beginn der Reisesaison wird das Wegbringen unter der Woche reduziert und nach dem dritten Preisflug mehr oder weniger eingestellt. Andreas gibt zu verstehen, dass bis zum dritten Preisflug die notwendige Grundkondition aufgebaut ist. Wenn die Flüge leicht verlaufen, dann führt Andreas während der Reisesaison schon mal eine Spezialmaßnahme durch. Am Donnerstag abend lässt er die Tauben von ca. 20 km Entfernung starten und lässt sie nach der Ankunft bis Freitag vormittag ca. 5 Uhr in der Früh zusammen. Freitag abends werden die Tauben dann für den Wettflug eingekorbt. Nicht unerwähnt darf an dieser Stelle bleiben, dass die Tauben nach dem Entfall der wöchentlichen Trainingsflüge am Haus länger fliegen dürfen. Die Jungtauben werden nicht forciert gespielt. Sie werden weder verdunkelt und die Lichtmethode wird auch nicht praktiziert. Außerdem sind sie auch nicht nach Geschlechtern getrennt. Sie werden ganz normal vom Sitzbrettchen gespielt. Allerdings gibt Andreas zu verstehen, dass ihm die Jungflüge nicht gleichgültig sind. Auch hier sieht er es gerne, wenn seine Tauben erfolgreich fliegen. Andreas Drapa ist Brieftaubenzüchter durch und durch. Seine Erfolge sind einmalig in der deutschen Brieftaubengeschichte. Zahlreiche Superergebnisse auf Bundesebene, Regionalverbandsebene und RV-Ebene stehen zu Buche. Darüber hinaus war er Teilnehmer und Gewinner auf verschiedenen Olympiaden. Selbst Weltmeistertitel konnte er erringen! Erstmals gelang es ihm 1997. Er belegte den 3. Platz. Ein Jahr später 1998 war es der 1., 6. und 12. Platz bei der Weltmeisterschaft, die seinerzeit von der Firma Versele-Laga ausgeflogen wurde. Im Prinzip hat Andreas Drapa alles gewonnen, was es im Brieftaubensport zu gewinnen gibt. Nichts desto trotz ist sein Siegeswille ungebrochen. Immer und immer wieder möchte er zu den Besten gehören. Das ihm das mit der Beständigkeit einer schweizer Präzisionsuhr auch gelingt ist kein Geheimnis. Auch 2009 hat er wiederum sehr stark gespielt. Hätte die RV Pforzheim nicht frühzeitig die Reise eingestellt, dann hätte der Name „Drapa“ bei der Vergabe der deutschen Meisterschaft bestimmt wieder eine große Rolle gespielt.

Trotzdem konnten die „Drapa-Schläge“ auch 2009 auf Bundesebene glänzen. Die SG Drapa/Guo gewinnt die 1. Deutsche Verbands-Jugendmeisterschaft in der Kategorie A und wird gleichzeitig 3. Deutscher Verbandsjährigenmeister. Die SG Andreas und Walter Drapa indes belegt bei der deutschen Verbandsjährigenmeisterschaft den 1. Platz. Dass die jährigen Drapa-Tauben 2009 verdammt stark geflogen sind, beweist auch der Blick in die AS-Tauben Siegerliste des Regionalverbandes 702 „Baden-Mitte“. Die SG Drapa/Guo belegt bei den AS-Vögeln den 1., 2., 3., 4., 5. und 8. Platz. Darunter befinden sich fünf jährige Vögel! Bei den Täubinnen stellt die SG Andreas und Walter Drapa die 1., 2., 3., 5., 8. und 10. AS-Täubin. Darunter befinden sich vier jährige Täubinnen. Doch damit nicht genug! Alexander Drapa konnte sich mit der 4. AS-Täubin ebenfalls in die „Top Ten“ der Siegerliste eintragen. Im Übrigen auch eine jährige Täubin. Es fällt auf, dass sich viele Kinder des 01769-02-638 „Champ“ als wahre Reiseasse entpuppen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass der „Champ“ mit verschiedenen Weibchen außergwöhnliche Reisetauben züchtet. Die Leistungsdichte auf den „Drapa-Schlägen“ ist enorm. Eine Vielzahl von absoluten Toptauben sitzen auf den Schlägen. Bei so vielen super Tauben darf man auf die nächste Reisesaison gespannt sein. Insbesondere auch deshalb, weil so viele hervorragende jährige Tauben vorhanden sind, die dieses Jahr wieder an den Start gehen. Ich bin mir sicher, dass auch 2010 bestimmt wieder mit den „Drapa-Schägen“ zu rechnen sein wird, wenn es um außergewöhnliche Erfolge im deutschen Brieftaubensport geht.

 

Loading ...

Loading ...


Loading...