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Ausleseverfahren und Qualitätskontrolle

AUSLESEVERFAHREN

1. Auswahl der Züchter

Welche Züchter kommen in Betracht, um bei PIPA zu versteigern?

Das Ausleseverfahren von PIPA besteht aus verschiedenen Teilbereichen. PIPA hat Begriffe wie Zuverlässigkeit und Qualität ganz hoch auf seine Fahne geschrieben und das sowohl bei den angebotenen Tauben als auch bei den Lieferanten/Verkäufern der Tauben. Wenn diese Ansprüche erfüllt werden, kommt im Prinzip jeder in Betracht, der besondere Tauben verkaufen möchte.   

PIPA hat in den letzten 10 Jahren zu den meisten Spitzenzüchtern in Europa ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Mit ihnen haben wir exklusive Verträge über die Zusammenarbeit. Selbstverständlich kommen auch weniger bekannte aber gut reisende Züchter für eine Versteigerung bei PIPA in Betracht. Wir streben ein Gleichgewicht zwischen bekannten festen Werten und weniger bekannten neuen Spitzenspielern an. Am Anfang so einer Zusammenarbeit steht immer eine längere Phase, in der PIPA einen Einblick gewinnen möchte.

2. Ausleseverfahren für Tauben

Welche Tauben kommen in Betracht, um bei PIPA versteigert zu werden?

Uns werden sehr viele Tauben mit der Bitte angeboten, sie bei PIPA zu versteigern, aber nur ein Bruchteil davon wird für gut genug befunden. PIPA strebt Spitzenqualität an und geht nach einem strengen Ausleseverfahren vor, bei dem deutlich gesagt wird, warum eine bestimmte Taube für eine Versteigerung auf PIPA akzeptiert oder warum eine Taube verworfen wird. 

Das Ausleseverfahren für Tauben verläuft in zwei Schritten:

Beim ersten Schritt des Ausleseverfahrens werden die Informationen, die wir über die Tauben bekommen, geprüft, und beim zweiten Schritt wird jede Taube in der Hand beurteilt. 

1) Der erste Schritt bei der Auslese erfolgt auf Basis der Informationen, die wir bekommen haben:

Die  Tauben werden in 4 Kategorien eingeteilt: bewährte Zuchttaube, bewährte Reisetaube, Jungtaube und Collectors Item. In jeder Kategorie sind andere Informationen für die Auslese von Bedeutung. 

a) Wenn eine bewährte Zuchttaube angeboten wird, wird selbstverständlich in erster Linie auf die Zuchterfolge geachtet. Wenn diese den Ansprüchen genügen, werden in zweiter Linie alle anderen Aspekte untersucht. Das Alter ist dabei ein sehr wichtiger Punkt. 

Zum Beispiel: Tauben, die 6 bis 7 Jahre und älter sind, müssen von tadelloser Qualität sein und über beeindruckende Referenzen verfügen (z.B.: eine Taube, die 7 Jahre alt ist und nur 1 gute Taube hervorgebracht hat, ist damit keine Spitzenzuchttaube; eine Taube, die 4 bis 5 Jahre alt ist und bereits mehrere gute Tauben gegeben hat, ist hingegen eine Spitzenzuchttaube). Außerdem sind auch eine starke Vitalität, eine tadellose Gesundheit und 100-prozentige Fruchtbarkeit bei älteren Zuchttauben von großer Bedeutung (Bei älteren Tauben besteht ein größeres Risiko, dass sie nach einem Transport unfruchtbar werden).

b) Wenn eine bewährte Reisetaube angeboten wird, wird ihre Leistungsübersicht mit Flugdaten angefordert. Wichtig für PIPA ist, dass die Reiseleistungen aktuellen Datums sind. Tauben, die 5 bis 6 Jahre alt sind und bis zu einem Alter von z.B. 2 Jahren glänzende Leistungen geliefert haben, aber danach keine weiteren Beweise für Leistungen auf der Reise und/oder in der Zucht vorlegen können, werden nur schwer das Ausleseverfahren überstehen oder im Prinzip nicht angenommen werden. 

c) Wird eine Jungtaube ohne Leistungen angeboten, sind die Reiseleistungen und/oder Zuchterfolge von Vater und/oder Mutter von Bedeutung. Dabei ist es dann auch nötig, dass so viele bedeutsame Informationen wie möglich über Eltern, Brüder, Schwestern usw. mitgeliefert werden. Jede Jungtaube, die angeboten wird, muss ein direktes Kind von einer bewährten Spitzenreise- oder -zuchttaube sein. In Ausnahmefällen wird davon abgewichen, nämlich dann, wenn Enkelkinder von einem Superzuchtvogel oder einem Superpaar angeboten werden, von dem keine direkten Kinder mehr zu kaufen sind. Während der Versteigerungssaison 2012/2013 werden bei der Versteigerung von ganzen Runden Jungtauben DNA-Analysen mitgeliefert. Für die Versteigerungssaison 2013/2014 streben wir an, das bei allen Jungtauben (geboren ab 2013) zu machen.

d) Zu einer besonderen Kategorie von Tauben gehören die, die wir ‘Collectors Items’ nennen. Das sind Tauben, die eine einzigartige Abstammung haben, selbst außergewöhnliche Stammväter oder direkte Söhne oder Töchter von derartigen ‘weltberühmten Tauben’ sind und nach denen weltweit eine große Nachfrage besteht (weil sie nur selten oder fast gar nicht mehr zu bekommen sind). In Ausnahmefällen können auch solche Tauben für die PIPA-Versteigerungen in Betracht kommen. 

2) Beim zweiten Schritt des Ausleseverfahrens geht es um die Beurteilung der angebotenen Tauben:

Hat eine Taube den ersten Teil der Auslese überstanden, folgt der zweite Teil des Ausleseverfahrens: die Beurteilung jeder Taube in der Hand.

Einer der Faktoren, auf den wir größten Wert legen, wenn eine Taube bei uns versteigert werden soll, ist, dass jede Taube vorher von einem unserer Experten in der Hand beurteilt wird. Diese Beurteilung hat einzig und allein den Zweck zu überprüfen, ob die angebotenen Tauben bestimmten Anforderungen in Bezug auf die verschiedenen Qualitäten entsprechen, die unsere Kunden unbedingt verlangen. Dank unserer Erfahrung und dem umfangreichen Feedback von/mit unseren Kunden wissen wir mehr oder weniger, welche Art von Taubenmodell unsere Käufer bei ihrem Kauf in die Hand bekommen möchten. 

PIPA beurteilt jede Taube, die zur Versteigerung kommt, in der Hand und erstellt von jeder Taube ein Beurteilungsprotokoll.

Hier sehen Sie ein fiktives Beispiel, wie ein Beurteilungsprotokoll aussehen kann:

Anmerkung: Ein Beurteilungsprotokoll wird so objektiv wie möglich erstellt. Die PIPA-Experten kommen mehrmals pro Jahr zusammen, um Tauben zu beurteilen und so ihre Kriterien aufeinander abzustimmen. Man muss berücksichtigen, dass eine Beurteilung immer eine subjektive Angelegenheit ist, wobei wir danach trachten, einen Bericht über die verschiedenen Eigenschaften einer Taube (Körperbau, Flügel, Muskeln, Vitalität usw.) zu machen, der so objektiv wie möglich ist. Ein Beurteilungsprotokoll hat nicht den Anspruch, über ‘gut’ oder ‘schlecht’ zu urteilen, sondern dient in erster Linie als Referenz und kann also von Ihren persönlichen Vorlieben abweichen. 

Hier finden Sie einen kleinen Film über unsere Beurteilungen:

QUALITÄTSKONTROLLE: DNA-Zertifikat

Was ist ein DNA-Zertifikat?

Ein DNA-Zertifikat ist ein Dokument, das von einem anerkannten Tierarzt herausgegeben wird und mit dem die Verwandtschaft mit Vater und/oder Mutter der betreffenden Taube durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt wird.

Warum bietet PIPA ein DNA-Zertifikat an?

Da die DNA-Untersuchungen in den letzten Jahren vervollkommnet wurden, war es für PIPA keine Frage, das DNA-Zertifikat einzuführen, um die Verwandtschaft einer Taube mit Vater und/oder Mutter zu bezeugen.

Der wichtigste Grund, ein DNA-Zertifikat anzubieten, war, allen beteiligten Parteien Sicherheit in Bezug auf die Abstammung zu geben. 

Bei welchen Tauben wird ein DNA-Zertifikat angeboten?

Bei allen Jungtauben, die PIPA verkauft, wird ein DNA-Test vorgenommen, um das Geschlecht zu bestimmen, sodass das Geschlecht garantiert wird. Ausnahmen davon sind:

  • Jungtauben, die geflogen haben.
  • Jungtauben, die nicht vom Züchter der betreffenden Taube angeboten werden.

Sie werden darum nicht standardmäßig mit einem DNA-Zertifikat angeboten.

Bei alten Tauben steht das Geschlecht natürlich schon lange fest.

PIPA ist der Vorreiter beim Anbieten von DNA-Zertifikaten für Jungtauben, die auf PIPA verkauft werden.

Schauen Sie sich dieses Video (ab 04:02), um mehr über DNA-Teste bei Tauben zu wissen: