PIPA's Frühjahrsbefragung 2021 (Teil 3)

Heute wurde es nun Zeit für Teil 3 unserer Frühjahrsumfrage! Diesmal überließen wir Van Ouwerkerk-Dekkers, Kas & Karel Meijers und Klaas & Rik van Dorp das Wort.

Auch ihnen legten wir die inzwischen bekannten 8 Fragen vor:

  1. Von wem hast du das meiste über den Taubensport gelernt? Wer war dein Mentor?

  2. Welcher Moment oder welche Leistung in deiner Laufbahn als Taubenzüchter erfüllt dich am meisten mit Stolz ?

  3. Welche Ziele hast du dir für 2021 gesetzt und womit wirst du nach der Saison 2021 zufrieden sein? 

  4. Wer wird deiner Meinung nach die Entdeckung der Saison 2021?

  5. Angenommen, du hättest morgen plötzlich beim nationalen Taubenverband das Sagen, was würdest am heutigen Taubensport verändern?

  6. Welches ist der größte Fehler oder Schnitzer, den du jemals auf dem eigenen Schlag gemacht hast?

  7. Es gibt den Slogan 'Taubensport-Familiensport'. Wie denken deine Partnerin oder deine Familie über den Taubensport?

  8. Welchen grundsätzlichen Rat möchtest du Anfängern im Taubensport geben?

Van Ouwerkerk-Dekkers (Brasschaat, BE)

Van Ouwerkerk-Dekkers oder VOD Pigeons besteht aus den erfahrenen Praktikern Jacques und Irene und Sohn Vincent, der in den vergangenen Jahren für neue Ideen und Impulse sorgte. Wer die Familie auf einen Kaffee besucht, weiß, dass es länger als 10 Minuten dauern wird. Auch für die Beantwortung unserer Frühjahrsfragen nahm sich Jacques reichlich Zeit.

Jacques, Irene und Vincent Van Ouwerkerk-Dekkers

Von wem hast du das meiste über den Taubensport gelernt? Wer war dein Mentor?
Eigentlich habe ich (Jacques) nicht wirklich einen Lehrmeister gehabt. Während der Anfangsjahre ‘94/’95 haben wir allerdings ziemlich viel von dem sachlichen und sympathischen Gerard Koopman aus den Niederlanden gelernt, mit dem wir regelmäßig Kontakt hatten. Auch wohl etwas von Jos Thoné aus Belgien. Aber eigentlich bin ich genau wie in meinem Privatleben ein sogenannter Do-it-yourself-Mann. Ich mache meine Erfahrungen gern selbst und will die Dinge gern selbst ausprobieren. So habe ich von der jahrelangen Erfahrung mit dem Lange-Zeit-Fliegen mit meinen Tipplern (mehr als 20 Stunden ohne Unterbrechung fliegen) viel für meine Übernachtbrieftauben anwenden können. Diese Materie ist einander ähnlich. Lange fliegen können, ohne dabei zu viel Energie einzubüßen. Ich habe auch während unserer Schlagbesuche bei Spitzenzüchtern Augen und Ohren offengehalten, und ich habe auch zusammen mit meiner Frau so gut wie alle Bücher gelesen, die über den Taubensport geschrieben wurden und meine Schlüsse daraus gezogen.

Die Autoren davon widersprechen einander häufig, und dann kommt das dabei heraus, was Gerard Koopman mehrmals zu uns sagte: "Es gibt keine allgemeingültige Art und Weise, es gibt viele Wege, die nach Rom führen." Und so ist es. Ich habe alles und noch mehr ausprobiert und kann jetzt sagen, dass ich mit oftmals fallen und wieder aufstehen eine Methode und eine Taube entwickelt habe, die zu mir (uns) passt. Wir hatten auch immer viele Tauben, dann kann natürlich schon mal etwas schiefgehen. Man kann dann auch etwas strenger auslesen. In meinen Augen ist eine Taube gut, wenn sie schön gebaut ist, ein samtweiches Gefieder hat und wenig Kunstgriffe braucht, um gute, manchmal sehr gute Leistungen zu bringen. Aber es muss doch noch regelmäßig hier und da etwas nachgebessert werden, denn die Zeiten ändern sich und manchmal hat man den falschen Weg eingeschlagen. Man muss also immer bereit sein, dazuzulernen. Jeden Tag. Alle anderen Züchter sitzen übrigens auch nicht still, selektieren auch und können auch leichter an gute Tauben kommen. Wir dürfen also nicht auf einer Stelle stehenbleiben.

Welcher Moment oder welche Leistung in deiner Laufbahn als Taubenzüchter erfüllt dich am meisten mit Stolz?
Den meisten Stolz empfinde ich zur Zeit  für unseren "Poco Barcelona”, 1. Nat. Pipa-Ass-Taube über 3 Jahre Barcelona. Eine Taube von unserer eigenen Sorte, ja, auf den bin ich stolz. Er ist gleichsam "gemacht". Ich weiß aus Erfahrung, dass man mit einer Kreuzung schnell ein Ergebnis bekommen kann. Den günstigen Kreuzungseffekt nenne ich das, aber danach sieht die Sache oft anders aus. Man hat dann nämlich einen Überfluss an Eigenschaften, gute, weniger gute und manchmal sogar einfach schlechte. Dann muss auf alles geachtet werden, denn bevor man es merkt, werden die Ergebnisse wieder schlechter und man ist gezwungen, etwas "dazuzuholen", um erneut eine Kreuzung zu machen. Nichts gegen einzuwenden, aber “Poco” macht mich besonders stolz, weil ich ihn aus meinen besten Linien gezogen habe, an denen ich jahrelang gearbeitet habe. Als ich seine Eltern gepaart hatte und ich ihn absetzte, wusste ich fast mit Sicherheit, dass ich eine Spitzentaube "gemacht" hatte. Und das war auch so.

Aber in der Vergangenheit gab es noch weitere Momente, auf die man noch immer stolz sein kann. Da waren ein 1. Int. bei den Jährigen “Perpignanne” von Perpignan, 2 x 1. Nat. St. Vincent mit “Miss und Mr. St. Vincent”, auch 2 x 2. Nat. “Eros” von Montauban und 2019 “Close One” von Agen. Von Perpignan 2003 hatten wir 5 Jährige auf dem ersten Platz provinzial und national unter den ersten 50, damals noch gegen viele Tauben. Mark De Cock kaufte einmal eine Runde Junge bei uns, 2 Jahre später gab er etwa 8 Tauben davon mit nach Barcelona, 7 flogen einen Preis unter den ersten 100 National, beginnend mit dem 7., wie ich denke. Für ihn, aber auch für uns etwas, worauf man stolz sein kann. Ach, wir haben so viele Momente, auf die wir sehr stolz sein können. Es ist immer schön anzusehen, wenn Tauben besonders früh nach Hause kommen, und ich genieße es vor allem, wenn unsere Jungtauben unter den schweren Bedingungen eines Nationalfluges lange fliegen mussten und dann nach Hause kommen. Alle müssen das immer mindestens zwei Mal schaffen. Und dann ist es wunderbar, sie problemlos und frisch nach Hause kommen zu sehen. Jeder hat solche Dinge nötig, um motiviert zu bleiben, denn wir wissen, dass gute Ergebnisse nicht von selbst kommen, wie übrigens bei jedem Sport. Es gibt Höhen und Tiefen. Glück und Pech. Wir kennen das alle. Nichts kommt so einfach von selbst.

Welche Ziele hast du dir für 2021 gesetzt und womit wirst du nach der Saison 2021 zufrieden sein? 
Wir haben auch für 2021 gute Voraussetzungen für die großen Flüge für die Jährigen von Agen, Brive, Tulle und Narbonne. Eine schöne Mannschaft steht bereit. Ferner bemühen wir uns bei den alten Tauben darum, auf den internationalen Flügen - wie in den letzten Jahren - auf provinzialer und nationaler Ebene wieder sehr frühe Tauben drehen zu können. Wir hoffen auch auf einen weiteren 1. national, vor allem von Barcelona. Oder sogar international. Aber wer will das nicht?

Wer wird deiner Meinung nach die Entdeckung der Saison 2021?
Wir beobachten nur wenige Menschen näher (vor allem in diesem Corona-Jahr), um sagen zu können: “Der oder die wird die neue Entdeckung der Saison 2021 werden.” Ich kenne zwar mehrere Leute, die in den letzten Jahren erheblich in Spitzenmaterial investiert haben. Die haben gute Aussichten, aber Supermaterial allein bringt es nicht. Ich hatte auch keine Zeit, um Taubenzeitungen zu lesen, um einschätzen zu können, wer als Entdeckung 2021 in Betracht kommen könnte.

Angenommen, du hättest morgen plötzlich beim nationalen Taubenzüchterverband das Sagen, was würdest du am heutigen Taubensport verändern?
Ich stelle mir das nicht so gern vor. Ich bin dafür nicht die richtige Person. Ich persönlich halte nicht so viel von Regeln, obwohl ich auch weiß, dass die oft nötig sind. Für den einen etwas mehr als für den anderen. Ich selbst glaube mehr an den gesunden Menschenverstand, aber da drückt bei manchen schon der Schuh, denn nicht jeder verfügt darüber. Darum ist es ein Glück, dass es Menschen gibt, die Regeln (oft zu viele) aufstellen und kontrollieren. Es gibt zwar mehrere Dinge, an denen ich mich störe, aber ich will sie an dieser Stelle nicht nennen. Ich möchte gern positiv bleiben.

Welches ist der größte Fehler oder Schnitzer, den du je auf dem eigenen Schlag gemacht hast?
Hier wurden schon viele Fehler und Schnitzer gemacht. Als wir ‘94/95 anfingen, hatten wir Hilfe durch die alten Schlagpfleger von Jos Thoné, dem verstorbenen Nol Moors und seiner Frau Miree. Er machte den Fehler, einen ganzen Korb mit Weibchen für Dourdan auf den Schlägen stehen zu lassen, anstatt sie einzusetzen. Während des Fluges kam kein einziges Weibchen nach Hause. Panik, was war los? Bis wir natürlich den Korb fanden..“Das ist Schnitzer Nummer 1", sagte er mit einem Lachen. Und ja, wir mussten auch darüber lachen. Schnitzer Nummer 2 geschah in der Zeit, als er den Tauben Augentropfen gab. Ein Fläschchen war leer, und er nahm ein anderes Fläschchen. Das enthielt Endo und Ecto, ein Mittel gegen Parasiten also. Mehrere Weibchen wurden blind. Schnitzer Nummer 3 (sagte er selbst) bestand darin, dass er einen Schlag mit 30 nicht gewöhnten Jungtauben rausließ. Natürlich alle weg.

Mir selbst passierte im vorigen Jahr auch so etwas. Ich ließ eine Gruppe von 10 speziellen Jungtauben, die für jemanden bestimmt waren, um ihnen etwas Gutes zu tun, kurz in eine Voliere, damit sie in der Sonne sitzen und baden konnten. Ich machte eine Tür nicht richtig zu und bis auf 3: alle weg. Derjenige, bei dem sie zugeflogen sind, wird damit Erfolg haben, denke ich. Vor einigen Jahren ging ein kapitaler Fehler doch noch gut aus. Wir hatten eine Gruppe von 136 Jungtauben bis auf zirka 25 km antrainiert. Es waren Spätjunge. Wir wollten sie an dem Wochenende mit nach Quiévrain (110 km) geben. Normalerweise machen wir das erst, wenn sie schon bei 50 km sind, aber wir hatten es mit diesen Spätjungen eilig. Gleichzeitig hatten wir 30 Weibchen für Noyon (220 km) eingekorbt. Kurz und gut, sie wurden von uns unglücklicherweise vertauscht und also umgekehrt eingesetzt. Die Weibchen waren von Quiévrain im Nu zu Hause, aber die Jungtauben kamen nicht. Da merkten wir erst, was für einen Fehler wir gemacht hatten. Was für ein Schock! Wir dachten, dass eine ganze Runde Junge, alles schönen Tiere, verloren war. Aber, kaum zu glauben, sie kamen bis auf 3 ganz normal nach Hause. 133 Jungtauben, die von 25 km sofort auf 220 km gingen. Was waren wir froh. Jetzt werden sie aber immer noch erst auf 50 km gebracht. Wir wissen sehr gut, dass es für die Jungen manchmal sehr schwer sein kann, zum ersten Mal von 110 km zu fliegen.

Ein sehr ärgerlicher Fehler passierte vor 2 Jahren. Wir hatten eine junge Täubin, die an 3 Nationalflügen teilgenommen hatte und jedes Mal bei uns sehr früh kam. Sie war ein Crack von sehr guter Abstammung. Eine Woche nach ihrem letzten Flug setzten wir sie irrtümlich in den Korb für Chateauroux. In der Einsatzstelle bemerkten wir glücklicherweise unseren Fehler und setzten die Täubin zurück in den Korb. Ich war mit meinem Sohn Vincent zum Einsetzen gefahren. Wir sagten: "Zu Hause müssen wir daran denken, dass wir sie wieder herausholen." Aber ein paar Wochen später stellte ich fest, dass wir sie total vergessen hatten. Sie war zu einer Taubenmumie geworden. Ein wirklich schlimmer Fehler, aber am schlimmsten für das Täubchen selbst.

Es gibt den Slogan ‘Taubensport - Familiensport’. Wie denken deine Partnerin oder deine Familie über den Taubensport?
Wie die meisten wissen, sind wir schon seit Jahren als Familie im Taubensport aktiv. Vater, Mutter und Sohn unter dem Namen VOD Pigeons. (Van Ouwerkerk-Dekkers abgekürzt sozusagen). Wir ergänzen einander sehr gut und besprechen alles so weit wie möglich, während jeder für sich mit eigenen Tauben auf eigenen Schlägen arbeitet. Vor und während der Preisflüge kann aufgrund von Stress durch die Spannung des Fluges die Einigkeit schon mal "ein paar Risse" bekommen, aber wenn es dann ein Spitzenergebnis wird, ist das schnell vergessen.

Welchen grundsätzlichen Rat möchtest du Anfängern im Taubensport geben?
Als grundsätzlichen Rat für Anfänger möchte ich Folgendes sagen: Versuche erst einmal, dich gut zu orientieren und besuche mehrere wohlwollende Züchter, die dir viel erzählen und erklären, wie du vorgehen musst, ohne dass sie versuchen, dir sofort Tauben anzubieten. Auch wenn sie gratis sind. Fast nie (eigentlich niemals) geht die Sopnne für nichts auf. Wenn du etwas mehr weißt und dir klar ist, an welchen Flügen du teilnehmen möchtest, dann schau dich um nach dem, was hier und da zu kaufen ist. Versuche, bei einem guten Züchter aus der Umgebung gute ältere Zuchttauben oder Jungtauben zu kaufen oder eventuell geschenkt zu bekommen. Pass auf bei geschenkten Tauben. Wer gibt Tauben oder was auch immer so einfach weg, während andere dafür bezahlen würden? Übrigens hat derjenige, der sie dir anbietet, selbst auch meist dafür investieren müssen, und wenn nicht, hat er viel dafür tun und lassen müssen, um gute Tauben zu bekommen. Aber es kommt vor, dass man entweder gratis oder sehr günstig doch gutes Material bekommt. Wir haben selbst regelmäßig ältere Zuchttauben übrig, die sehr gute Junge gegeben haben. Schrott kann man natürlich überall bekommen. Das klingt vielleicht etwas hart, aber so geht es meistens in der Welt zu. Aber zum Glück gibt es auch Ausnahmen. Manchmal kann man mit einer "Geschenkten" Erfolg haben, hört man dann. Aber wie oft hört man das? Sehr wenig meiner Meinung nach. Die schöne Idee aus früheren Zeiten, einander zu helfen, muss in dieser unbarmherziger werdenden Welt mit einer Laterne gesucht werden. Es gibt übrigens auch Menschen, die von ihrer Güte profitieren wollen, wie man oft feststellen muss. Mein Rat, und so habe ich selbst es auch immer gemacht, spare etwas Geld und schaff dir dann etwas an. Dann bist du stark. Und bekommst selbst die Befriedigung!

Ich kann einem Anfänger nur raten, mit Tauben anzufangen. Das kann sich zu einem prächtigen Hobby entwickeln, wenn man Tiere und Vögel liebt. Man hat mit seinem Hobby die Natur sozusagen am Haus. Man kann sich immer damit beschäftigen. Im Sommer und im Winter. Ganz besonders jetzt bei Corona ist es sehr schön, mit seinen Tauben umgehen zu können, Junge zu züchten, sie von allen möglichen Flügen nach Hause kommen zu sehen, wenn man gut dabei ist. Man trifft ganz automatisch im Verein Menschen mit denselben Interessen, und man kann Freundschaften schließen. Wenn man letztendlich durch seinen Einsatz gute Ergebnisse erzielt, kann man stolz auf seine Tiere sein, wie ich oben schon erwähnte. Das sind einige der erfreulichen Dinge, die man als Taubenzüchter erleben kann.

Anfänger im Taubensport müssen natürlich etwas unterstützt werden, denn aller Anfang ist schwer!

Kas & Karel Meijers (Ootmarsum, NL)

Vater Karel (Tierarzt im Ruhestand) und Sohn Kas Meijers (Vollzeit-Taubenzüchter) begannen 2007 erneut mit dem Taubensport. Es schien, als wären sie niemals weg gewesen, denn sie sind wieder jedes Jahr in der Spitze des niederländischen Taubensports zu finden. Ihr Können erlebte mit der Olympia-Taube Olympic Nicole einen beeindruckenden Höhepunkt. Auch Kas und Karel nahmen sich Zeit, um die Frühjahrsfragen zu beantworten.

Karel & Kas Meijers

Von wem hast du das meiste über den Taubensport gelernt? Wer war dein Mentor?
In meinem ersten Leben als Taubenzüchter war das (der verstorbene) Hans Boenders, beim Neustart 2007 war das vor allem Leo Heremans (BE), und wenn ich heute irgendwelche Probleme habe, frage ich die Gebrüder Leideman um Rat.

Welcher Moment oder welche Leistung aus deiner Laufbahn als Taubenzüchter erfüllt dich am meisten mit Stolz?
1. Nat. Ass-Taube WHZB 2010
1. niederländische Olympia-Taube Kat. F 2013
1. niederländische Olympia-Taube Kat. A 2019
1. niederländische Olympia-Taube Kat. A 2022

Das Ergebnis vom 12.9.2020. Wir hatten 20 Tauben gesetzt und machen 20 Preise. In Afd. 9 Ostniederlande gewinnen wir gegen 16.175 Tauben 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 13, 22, 38, 40, 56, 63, 67, 121, 129, 332, 3745 und 3750. Dieses Ergebnis ist das beste Ergebnis, das in der Saison 2020 in den Niederlanden gemacht wurde.

Welche Ziele hast du dir für 2021 gesetzt und womit würdest du nach der Saison 2021 zufrieden sein?
Mehr als unser Allerbestes können wir eigentlich nicht machen, und dann werden wir sehen, wohin das führt.

Wer wird deiner Meinung nach die Entdeckung der Saison 2021?
Diesbezüglich habe ich eigentlich keine Idee.

Angenommen, du hättest morgen plötzlich beim nationalen Taubenzüchterverband das Sagen, was würdest du am heutigen Taubensport ändern?
Dann würde ich den Taubensport gern ins Rampenlicht rücken, so wie jetzt zum Beispiel der Angelsport ins Rampenlicht gebracht wird mit 'Vis TV' (Fisch TV), dem Programm über Sportangler auf dem Fernsehsender rtl 7. 

Welches ist der größte Fehler oder Schnitzer, den du jemals auf deinem eigenen Schlag gemacht hast?
Keine Ahnung, obwohl wir ganz bestimmt schon mal Fehler machen werden.

Es gibt den Slogan 'Taubensport - Familiensport'. Welches Verhältnis hat deine Partnerin oder deine Familie zum Taubensport?
Wir betreiben, wie bekannt, den Sport zusammen als Vater und Sohn.

Welchen grundsätzlichen Tipp möchtest du Anfängern im Taubensport geben?
Versuche, einen guten Züchter als Mentor zu bekommen, und ganz bestimmt für die ersten Jahre ist das von großem Wert.

Klaas & Rik van Dorp (Rotterdam, NL)

Mit der Rotterdamer Vater-Sohn-Schlaggemeinschaft Klaas & Rik van Dorp beschließen wir den dritten Teil unserer Frühjahrsbefragung. Vater Klaas ist schon seit 1955 im Taubensport aktiv. 1977, nach einem Umzug auf das heutige Anwesen, wurde auch Sohn Rik vom Bazillus befallen. Das war der Anfang von jahrelangem Erfolg und Taubenfreude bei der Familie van Dorp. Auch Enkel Sten ist im Taubensport aktiv und spielt unter eigenem Namen, aber er hilft Klaas & Rik auch regelmäßig, wo es möglich ist.

Vater Klaas, Enkel Sten und Sohn Rik van Dorp

Von wem hast du am meisten über den Taubensport gelernt? Wer war dein Mentor?
Mein Mentor ist natürlich mein Vater gewesen, mit dem ich von Kindesbeinen an bis zu seinem Tod im Jahr 2019 zusammen gespielt habe.

Welcher Moment oder welche Leistung aus deiner Laufbahn als Taubenzüchter erfüllt dich am meisten mit Stolz?
Am meisten stolz bin ich auf den Gewinn der Gouden Duif 2014 und dass ich 2 Tauben als Erste in ihrer Kategorie der niederländischen Sportklasse zur Olympiade in Budapest 2015 schicken durfte.

Welche Ziele hast du dir für 2021 gesetzt und womit würdest du nach der Saison 2021 zufrieden sein?
Das ist eigentlich ganz einfach. Gut reisen und Freude am Sport haben. Vor allem das Letztere ist wichtig, aber der Ehrlichkeit halber muss ich sagen, dass das einfacher ist, wenn man gut reist.

Wer wird deiner Meinung nach die Entdeckung der Saison 2021?
Ich weiß eigentlich nicht, ob man angesichts seiner Leistungen in den letzten 2 und 3 Jahren noch von einer Entdeckung sprechen darf, aber Tom Van Gaver steht bei mir ganz oben auf der Liste.

Angenommen, du hättest morgen plötzlich beim nationalen Taubenzüchterverband das Sagen, was würdest du am heutigen Taubensport ändern?
Das ist eine sehr schwierige Frage! Der wichtigste Punkt wäre das Anwerben neuer Mitglieder, aber der Ehrlichkeit halber muss ich sagen, dass ich auch nicht wüsste, wie man das konkret am besten realisieren kann.

Welches ist der größte Fehler oder Schnitzer, den du jemals auf deinem eigenen Schlag gemacht hast?
Wir haben einmal einen Jungtierschlag mit U3 ausgespritzt, ungefähr eine Stunde bevor sie nach Hause kommen mussten. Wir haben das gemacht, weil wir die Läuse einfach nicht von den Tauben wegbekamen. Die Luft sorgte dafür, dass keine Taube in den Schlag kam.

Es gibt den Slogan 'Taubensport - Familiensport'. Welches Verhältnis hat deine Partnerin oder deine Familie zum Taubensport?
Mein Sohn ist zwar interessiert, aber meine Frau und meine Tochter haben nichts mit Tauben im Sinn. Die finden es schön für mich, aber damit hört es auch schon auf.

Welchen grundsätzlichen Rat möchtest du Anfängern im Taubensport geben?
Auch das ist eine schwierige Frage. Das Wichtigste ist, so denke ich, dass man versucht, immer Freude an und mit seinen Tauben zu haben. Damit beginnt eigentlich alles, und lege die Latte nicht gleich zu hoch. Sonst ist der Taubensport schnell ein Sport mit sehr vielen Enttäuschungen.