PIPA arbeitet ständig an neuen Innovationen

KNESSELARE – Während jeder damit beschäftigt war, seine Tauben für die kommenden Nationalflüge vorzubereiten, trafen wir eine Verabredung mit den Machern, die hinter Pigeon Paradise stecken, um ein Fazit über das letzte Versteigerungsjahr zu ziehen.

Wir verabredeten uns mit Nikolaas, Thomas und Carlo Gyselbrecht sowie mit Thomas Van Cauwenberghe (dem starken Vierergespann hinter dem Erfolg von PIPA) in einem Restaurant nahe Gent um einen "Happen" zu essen, aber vor allem um über einen Rückblick ihrerseits zu sprechen.

“Wir achten auch auf das Salz in der Suppe, wie es Peter Goossens sagen würde." (Nikolaas Gyselbrecht)

Nikolaas Gyselbrecht: “Wie schnell doch die Zeit vergeht. Ich startete mit PIPA im Jahre 1999 - damals wurde es erst noch Pigeon Paradise genannt und war nur eine einfache Webseite, wo jeder, der gerne wollte, seine eigene Homepage mit der unseren verlinken konnte und umgekehrt. Auf diese Weise konnte man ganz simpel Webseiten von vielen verschiedenen Züchtern auf der Welt finden. Wir hätten damals nie gedacht dass PIPA einmal zum weltweit größten Medium im Taubensport werden wird, dass von Jahr zu Jahr stetig am wachsen ist. Vor einigen Jahren wurden wir gefragt, ob wir nicht Tauben über unsere Webseite verkaufen würden und so nahm alles seinen Lauf, mit nur ein paar Tauben, die im kleinen Rahmen verkauft wurden. Dann erkannten wir aber bald, dass ein Bedürfnis am wachsen war, Tauben über das Internet zu versteigern. So nahmen wir die Sache in die Hand, denn das Prinzip war einfach. Wir machten Fotos von jeder Versteigerungstaube, setzten sie dann auf unsere Webseite und jeder Betrachter konnte darauf in einem begrenzten Zeitraum ein Gebot abgeben. Sobald die Taube verkauft worden bzw. das Geld überwiesen wurde, konnten wir die Taube an den Käufer senden. Aufgrund des stetigen Vertrauens unserer Kunden welches über zehn Jahre aufgebaut wurde, sind wir in der Lage zur absoluten Nummer eins in der Welt der Brieftaubenauktionsplattformen zu werden.
 

 

Aber die Zeit bleibt nicht stehen. Vor allem nicht in der IT-Branche...

Thomas Van Cauwenberghe:

“Selbstverständlich. Deshalb war es an der Zeit, die Webseite grundlegend zu verändern. Es musste sowohl ein neues Layout als auch ein für jeden leicht bedienbares System entwickelt werden. Zu dieser Zeit musste man sich schon sehr gut mit dem Umgang eines Computers auskennen um sich auf unserer Seite zurecht zu finden. Und genau das musste verbessert werden. Deshalb besuchten wir mit einem Konzept in Gedanken einige Webdesigner und Programmierer auf die uns bei der Verwirklichung helfen konnten."

Nikolaas Gyselbrecht: “Letztenendes entschieden wir uns für die größte belgische IT-Firma die auch die Webseite für "De Redactie" (die neue Webseite für den TV-Sender "één") programmierte. Fünf Leute brauchten knapp ein einhalb Jahre um alles auf die Beine zu stellen. Das Erstellen des Layouts und der ganze Aufbau der Seite war eine Knochenarbeit, aber das Resultat war grandios. Die gesamte Webseite www.pipa.be wurde grundlegend verändert, aber auch das Gesamtkonzept und die Arbeitsweise wurde komplett erneuert.

Thomas Gyselbrecht: “Unsere Absicht ist es, dass der "Benutzer" sich so wohl wie möglich auf unserer Webseite fühlt. Deshalb haben wir zum Beispiel während der Winterperiode unser neues Auktionsmodul vorgestellt welches zusätzlich zum neuen Aussehen auch in der einfachen Bedienung durch den Kunden überarbeitet wurde. Es war nicht immer leicht alle Vorstellungen in die Tat umzusetzen, aber an dieser Stelle möchte ich unser IT-Team beglückwünschen die alles hervorragend optimiert haben. Sicherlich verlangten wir manchmal die unmöglichsten Sachen - aber sie setzten alles in  Machbares um, wie man nun anhand unserer Webseite erkennen kann. Jetzt kann jeder Benutzer ganz einfach  selbst seine Gebote auf jede Taube in der Auktion abgeben. Ein Meilenstein gegenüber früher als man nur per Email oder Telefon bieten konnte. Nun braucht man sich nur anmelden und durch unser Team bestätigen lassen und kann seine Gebote selbst tätigen und falls man überboten wird erhält man eine Nachricht per SMS oder Email. So ist man ständig informiert was gerade in der Auktion passiert und bei welchem Gebot die einzelnen Tauben stehen. Unsere größte Konzentration liegt darauf es den Benutzer so bequem wie möglich zu machen unser Modul zu bedienen. Zugegebenermaßen sehen wir als Belgier die Seite in Niederländisch, aber in Amerika z. B. wird sie in Englisch angezeigt. In China auf Chinesisch, in Japan auf Japanisch oder in Deutschland auf Deutsch usw.    

Zusammengefasst: das System ist mehrsprachig und erkennt sofort von wo aus ein Benutzer zugreift und welche Sprache man dort spricht. Kurz gesagt es ist jedem möglich auf die Seite zuzugreifen und sie zu verstehen."

 

“Die Taube von weitem zu fühlen, ist nur bei PIPA möglich ” (Carlo Gyselbrecht)

Gute Arbeit ...

Nikolaas Gyselbrecht: “ Wir können uns nicht beklagen. Zusätzlich zu einem weitreichenden Netz bestehend aus 22 Agenten in verschiedenen Ländern, haben wir ausserdem noch 20 Angestellte (uns inbegriffen) welche ständig für PIPA arbeiten. Desweiteren stehen uns 10 Freiberufler mit Rat und Tat zur Seite. So kann man sagen dass mehr als 50 Leute bei PIPA beschäftigt sind, die dafür sorgen das es zu einer bekannten Marke wird! Sie arbeiten richtig hart dafür dass PIPA zu einer festen Größe aufsteigt. Es ist ein richtig gutes Team zusammengewachsen auf das wir uns immer verlassen können." 

Thomas Gyselbrecht: “Wir können wirklich nichts herunterspielen. Das weltweit umfassende Netzwerk hinter PIPA ermöglicht es jeden Benutzer in seiner Mutterprache "Geschäfte" mit jedem im Vertrauen zu betreiben. Das ist sehr wichtig. Schau nur uns Flamen an, stell dir vor wir müssen Geschäfte in französischer Sprache abschließen. Dabei würden wir uns nicht so wohl fühlen als wenn wir das auf Niederländisch machen und zusätzlich mit jemanden den wir kennen. Das wollen wir mit Hilfe unserer Agenten bewältigen und es funktioniert sehr gut, das ist klar." 

 

Es funktioniert tatsächlich, da ihr zwischenzeitlich alle Rekorde gebrochen habt. Nahezu alles ist in eurer Hand: die teuerste Taube die je verkauft wurde, der höchste Gesamterlös und der höchste Durchschnitt einer Taubenauktion.

Nikolaas Gyselbrecht: “Nochmals herzlichen Dank dafür an unsere Mitarbeiter, unsere Texter und natürlich an unsere Agenten, die sicher stellen dass PIPA weltweit erfolgreich ist. Die Arbeitskräfte sind entscheidend für eine Firma und deshalb versuchen wir uns gut um unsere Angestellten zu kümmern, mindestens zweimal im Jahr machen wir gemeinsame Unternehmungen und verteilen auch mehrmals im Jahr Geschenke an alle, z. B. an Weihnachten oder Ostern.    

Werbung findet über Zeitschriften statt und über das eigene Netzwerk von Agenten. Denn lassen Sie uns ehrlich sein, was können wir als Europäer den Asiaten erzählen? Nichts - wenn man nicht einen vertrauenswürdigen "Türöffner" hat, wird man nichts verkaufen. So kamen wir zu Luna Lai und durch ihre Arbeit bekamen wir all die wichtigen Kontakte nach Fernost speziell nach China und Taiwan. Zwischenzeitlich haben wir zusätzlich zu Luna viele Leute die in China für uns arbeiten davon drei Vollzeitkräfte (für Übersetzung, Nacharbeit der Auktionen, Kundenkontakte, Kundenkartei und für alle technischen Abläufe) Aber es muss nochmals klar herausgestellt werden wenn du nicht das nötige Vertrauen zu deinen Kunden aufgebaut hast, kannst du keine Taube für € 110.000,- verkaufen und auch keinen durchschnittlichen Verkaufserlös von knapp unter € 10.000,- erzielen. Dr. Guo – der Käufer des "Jonge Supercrack" von Ludo Claessens für € 110.000,- ist schon seit Jahren regelmäßiger Kunde bei uns, denn er vertraut PIPA und gibt wegen des Vertrauens auch diese Summen für Tauben aus. Er ist einer von vielen Käufern die das so machen, aber schon ein kleiner Fehler unsererseits könnte dieses Vertrauensverhältnis zerstören. Dessen sind wir uns bewusst und wir versuchen auch akribisch alle Fehler zu vermeiden. Wir streben nach Perfektionismus auf allen Ebenen wie Peter Goosens.
 

“Dies Jahr haben wir einen weiteren Meilenstein in der Geschichte unserer Firma erreicht ” (Thomas Gyselbrecht)

 

Der Meisterkoch des Drei Sterne Restaurants „Het Hof van Cleve“ würde sagen, dass die Leute oft Salz und Pfeffer bei der Zubereitung ihrer Speisen vergessen, aber genau dies nicht zu tun zeichnet perfekte Arbeit aus. Die richtige Menge an Salz kann bei einer Speise den Unterschied ausmachen. Es ist ähnlich wie bei PIPA, auch wir versuchen unsere Arbeit perfekt zu machen. Darum sitzen wir oft zusammen und überlegen was wir noch anders machen und verbessern können.

Unsere Firma ist nun sehr professionell aufgestellt – mit Geschäftsführern, einem Management Team und verschiedenen Abteilungen, jeweils mit einem zuständigen Abteilungsleiter, welche alle 2-3 Wochen ihre internen Besprechungen abhalten.

Stolz macht es mich auch, sagen zu können, dass wir mit Herrn Dirk De Roose – Mitinhaber und Geschäftsführer der Willy Naessens Gruppe (27 Firmen mit einem Gesamtjahresumsatz von 330 Millionen Euro) einen Berater gewinnen konnten mit dem wir uns jedes Quartal zusammensetzen. Er ist einer der erfolgreichsten Geschäftsmänner Belgiens und ausserdem ein passionierter Taubenliebhaber. Durch seine langjährige Geschäftserfahrung kann er PIPA viele wertvolle Impulse geben, welche wir auch vertrauensvoll aufnehmen.

Carlo Gyselbrecht:  Vor kurzem haben wir ein Bewertungskriterium mit einer Punkteskala eingeführt, welches dem Kunden die Möglichkeit gibt einen umfassenden Eindruck der jeweiligen Taube, auch aus der Ferne, zu erlangen. Es klingt absurd, aber durch dieses Punktesystem können wir genau beschreiben wie die Taube beschaffen ist – den Knochenbau, das Gefieder, den Muskelaufbau etc. Nahezu alles ob Positiv oder Negativ kann somit beschrieben werden und übermittelt dem Käufer einen ersten, entscheidenen Eindruck.

Thomas Gyselbrecht: Nur so können wir sicherstellen, dass der Kunde auch mit seinem Kauf zu 100% zufrieden ist, denn er hat nun die Möglichkeit die Taube durch unsere Hände „zu fühlen“. Andere  Auktionsseiten stellen normalerweise  eine Abbildung der Taube eventuell mit Augenfoto ein, dass soll dem Kunden ausreichen um sich einen Eindruck über das Tier bilden zu können. Hier beginnt aber der Service von PIPA, speziell geschulte Mitarbeiter von uns besuchen den Anbieter der Tauben und erstellen eine exakte Beschreibung des Tiers nach unseren Bewertungskriterien mit unserer Punkteskala, damit der Kunde die Taube mental erfühlen kann. Ich denke dieser Service ist einzigartig und nur bei PIPA erhältlich.

 

Es geht aber noch weiter, es werden auch viele spezielle Tauben „offline“ verkauft

Nikolaas Gyselbrecht: In der Tat verkaufen wir fast mehr Tauben ohne Hilfe des Internets als mit. Viele unserer Kunden weltweit fragen uns gezielt nach Nationalsiegern und Asstauben, sie geben uns Kaufaufträge um für sie zu verhandlen. Ich denke dass PIPA letztes Jahr nahe zu alle verfügbaren Nationalsieger und die Sieger der prestigeträchtigen Rennen gekauft und vermittelt hat. Nachstehend eine Liste mit einem Auszug von 2010 vermittelten Spitzentauben:

1. Nationale Astaube Weitstrecke KBDB 2010
1. Nationale Astaube Mittelstrecke KBDB 2010 (Pierre Matthys)
1. International Pau 2010 (Karl Heinz Koers - Deutschland)
1. International Tarbes 2010 (Jos Martens - NL)
1. Olympiadetaube Posen 2011 Kat. C (Bart Van Oeckel)
1. Olympiadetaube Posen 2011 (David Vermassen )
1. National Bourges Jungtauben 2010 (Andre Moonens)
1. National Brive 2010 (Locco, Johan van Damme)
1. National Cahors 2010 (Patrick & Dimitri Houfflyn)
1. International Soustons 2010 (Martine van Der Beken)
1. National Limoges Jährige 2010 (Ronald Lodewijckx)
1. National Souillac 2010 (Norbert Ally)
1. National Argenton 2010 Jährige (Gaby Vandenabeele)
1. National Gueret 2010 Alttauben(David Vermassen)

Thomas Gyselbrecht: Wir waren schnell die Nummer 1 im Internetverkauf, während der letzten Jahre haben wir auch unsere Führungsrolle bei öffentlichen Auktionen unter Beweis gestellt und letztes Jahr (2010) kann man getrost sagen dass wir auch der Marktführer im direkten Verkauf von Nationalsiegern und Asstauben geworden sind. Dies ist der besagte neue Meilenstein in der Geschichte von PIPA, so etwas geht aber nur mit dem totalen Vertrauen unserer Kunden (häufig in Asien) in PIPA und natürlich auch mit der fairen Behandlung der Anbieter in Belgien, den Niederlanden etc. inklusive einer korrekten Abwicklung.

Eines ist sicher, in Knesselare herrscht nie Stillstand, täglich wird am Traum welcher Realität wurde weiter gearbeitet.

PIPA hat sich zum „Muß“ für jeden Taubenzüchter entwickelt, so werden z.B. alle Flugresultate vom Wochenende in der Kategorie „Clubs“ zentral gespeichert. Jeder Züchter kann dort die Ergebnisse von ganz Belgien einsehen, der Sportfreund aus Westflandern kann sich informieren wie in der Union Antwerpen gespielt wurde usw. Er braucht nur auf www.PIPA.be den Button „Clubs“ wählen und dann die Region auswählen – ganz einfach und überhaupt nicht kompliziert.

Wie ich schon erwähnt habe eine äußerst interessante Spielwiese für jeden Taubenzüchter. Nochmals herzlichen Glückwunsch an das ganze Team von PIPA.