Hardy Krüger & Vater (Rommerskirchen, DE): Traumhafte Karriere!

Mit 16 Jahren war er bereits Deutscher Meister und hatte damit schon den Olymp des deutschen Taubensports erklommen. Heute ist er 37 Jahre alt und spielt noch immer auf höchstem Niveau. Sein Name: Hardy Krüger.

Er war jung, sehr jung als er Deutscher Meister wurde. Angefangen hat er mit dem Taubensport etwa im Alter von 13 Jahren, und drei Jahre später war es schon so weit. Im Jahre 1992 wurde er mit genau 16 Jahren der jüngste Deutsche Meister, den es je gegeben hat. Nein, nicht in der Kategorie für jugendliche Züchter sondern bei den gestandenen alten Herren. Er hatte die Elite Deutschlands geschlagen. Mit 40 Preisen und 7.789, 29 Punkten hatte er die Meisterschaft errungen, und er belegte auch noch in der Nationalen Weitstreckenmeisterschaft den 4. Platz. Das schrieb Klaus Kühntopp am 25. Dezember 1993 in der Zeitschrift "Die Brieftaube": "Hardy Krüger geht den Brieftaubensport mit der ernsthaften Unbefangenheit seines Talentes an, das Verhältnis zwischen Mensch und Tier stimmt in jeder Beziehung. Die Summe der vielen kleinen Schritte und der wenigsten Fehler führt zum Erfolg. Und damit ist der junge Mann weit besser und stärker als viele Arrivierte, die große Summen in das Hobby investieren und am Ende der Reisesaison sich doch mit dem Gedanken trösten müssen, dass im nächsten Jahr die Karten wieder neu gemischt werden...." Das wurde vor etwa 20 Jahren über Hardy Krüger geschrieben, und wie liegen die Dinge heute? Darauf kann man schlicht und einfach antworten, dass sich nichts geändert hat. Hardy Krüger spielt unverändert auf höchstem Niveau. Sie können sich seine Leistungsbilanz weiter unten ansehen.

Die Schlaggemeinschaft Hardy und Bruno Krüger

Eigentlich handelt es sich um eine Schlaggemeinschaft, die unter dem Namen Hardy und Bruno Krüger spielt, wobei Bruno der Vater von Hardy ist und heute nur noch eine Statistenrolle spielt. Aber er ist noch beim deutschen Verband gemeldet und von daher Hardy und Bruno Krüger. Aber ein anderes Familienmitglied hat seine Hand noch im Spiel, und das ist Mutter Gertrud. Von Hardy wird sie oft als seine Geheimwaffe bezeichnet. Mit seinen 37 Jahren steht Hardy natürlich voll im Berufsleben. Er ist Elektroniker, und er muss schon seine Arbeit leisten, geschenkt wird ihm nichts. So wird dann auch nicht zwischen den Preistouren trainiert. Es fehlt einfach die Zeit dazu. Eigentlich ist Hardy im Vergleich zu den vielen Pensionären und Rentnern, die den Taubensport mehr oder weniger profihaft betreiben, ein echter Amateur, und da ist ihm seine Mutter eine unersetzliche Hilfe. Sie ist tagsüber für das "Verwöhnprogramm" der Tauben zuständig, und sie macht, wie die Ergebnisse zeigen, ihre Arbeit offensichtlich sehr gut. So jetzt kennen Sie die Bedingungen, unter denen in Rommerskirchen diese glänzenden Erfolge erzielt werden.  


Hardy Krüger mit Mutter Gertrud

Die Leistungsbilanz der letzten Jahre

Am Anfang unseres Berichtes sind wir rund zwanzig Jahre zurückgegangen. Ein sechzehnjähriger Junge verblüffte die Taubenzüchter Deutschlands. Ich will hier nicht näher darauf eingehen, denn mich interessieren die aktuellen Erfolge. Fangen wir mit dem Jahr 2010 an. Am 23. Juli 2011 schreibt Konrad Rüdelstein in "Die Brieftaube" über Hardy Krüger und Vater unter dem Titel "Champions-League des Taubensports" in einem Absatz: "Was sind das für Tauben, die zu solchen Leistungen fähig sind? Unbestreitbarer Stammvogel des Schlages ist der 3. Ass-Vogel des Verbandes 1992, genannt "Carl Lewis". Dieser Crack erreichte damals nicht nur 969 Ass-Punkte, sondern entpuppte sich in den Folgejahren als der Vererber schlechthin. Mit ihm hat Hardy Krüger einen Taubenstamm aufgebaut, der bis heute seinesgleichen sucht. Behutsam und mit langem Atem hat er immer wieder Toptauben eingebracht, auch um eine zu enge Verwandtschaft der Zuchttauben auszuschließen. So sicherte und sichert er eine enorme Vererbungsstärke seines Bestandes, die zum Beispiel in den vielen Vorausfliegern 2010 ganz deutlich zum Ausdruck kommt."  

In der Saison 2010 erreicht Hardy Krüger auf Bundesebene folgende Platzierungen: RV-Verbandsmeisterschaft: 1. Platz; Meisterschaft "Die Brieftaube": 1. Platz; Deutsche Verbands-Jährigenmeisterschaft: 6. Platz; Deutscher Verbandsmeister: 47. Platz. Im Regionalverband waren es unter anderem in der Deutschen Verbands-Jährigenmeisterschaft der 1. Platz, in der Deutschen Verbandsmeisterschaft der 2. Platz und der Beste Altvogel auf den 10 Regionalverbandsflügen. Ein Nestpaar, beides Männchen, der "Barcardy", 07274-07-711, und der "Bailey", 07274-07-710, fliegen beide von 14 Einsätzen 14 Preise mit jeweils 6.006 Preiskilometern. "Bailey" flog in zwei Jahren drei erste Preise und vertrat Deutschland auf der Olympiade 2011 in Polen. Beide Vögel stammen aus dem "Da Vinci", in dessen Adern das Blut von "Carl Lewis" fließt. Und dann ist da noch ein Vogel, der auf der Olympiade ebenfalls in der Sportklasse stand. Das ist "Black Pearl", 07274-08-879, der 2010 12 Preise mit 5.065 Preiskilometern flog. Darunter waren vier erste Konkurse, davon 3 hintereinander, und er wird Europa-Cup-Sieger Mittelstrecke.

Ein Jahr darauf, also 2011, belegten Hardy Krüger und sein Vater den 14. Rang in der Deutschen Verbands-Weitstreckenmeistermeisterschaft. Bei den Ass- Männchen lagen sie auf Platz 43. Eine erstklassige Leistung kann man nur sagen. Jahr für Jahr dabei zu sein, das ist etwas, das sich viele Taubenzüchter wünschen. In den RV-Meisterschaften liegen sie übrigens fast überall auf dem 1. Platz.

Kommen wir zum Jahr 2012. Haben die Erfolge von Hardy Krüger angehalten? Die Frage kann man mit einem klaren "Ja" beantworten. Selbst in diesem wechselhaften Jahr mit zum Teil sehr hohen Verlusten, mit ausgefallenen Flügen, mit Rückenwindflügen mit Geschwindigkeiten von bis zu 2.000 m/min hat Hardy Krüger sehr gut gepunktet. Gerade ist die "Die Brieftaube" Folge 40 erschienen, in der die offizielle Liste der Deutschen Verbandsmeister veröffentlich ist. Darin ist Hardy Krüger bei der Deutschen Verbands-Weitstreckenmeisterschaft an 8. Stelle aufgeführt. Hardy Krüger ist also beständig gut, denn wer erreicht schon als "Amateur" mehrfach Platzierungen unter den Top-Meisterschaften des Deutschen Verbandes?

Herausragende Flüge des Jahres 2012:
12.05.12 Arcis-sur-Aube (334 km) gegen 1.278 Tb.: 1., 3., 15., 18., 20., 21., 22., 32., 43., 50., 58., 62.  usw. (37/45);
23.06.12 Pithiviers (453 km) gegen 954 Tb.: 1., 3., 17., 17., 44. usw. (31/40);
07.07.12 Blois (545 km) gegen 767 Tb.: 3., 10., 14., 25., 26., 27., 33., 41. usw. (31/39);
21.07.12 Pithivier (453 km) gegen 789 Tb.: 1., 5., 12., 14., 15., 17., 20., 29., 30. usw. (23/40);
29.07.12 Poitiers (671 km) Nat. gegen 8.067 Tb. aus den RegV. 411 und 415: 2., 34., 36., 37., 85., 185., 278., 368., 372. usw. (20/26).
Der Nationalsieg wurde leider um 10 Sekunden verpasst. Die Hardy-Krüger-Tauben haben damit wieder einmal ihre besondere Stärke auf den großen Flügen bewiesen.


Der Superzuchtvogel Black Power

Besondere Zuchttauben

Der alles überragende Zuchtvogel ist  "Black Power", 07274-00-1245. Was dieser Bursche an Nachzucht gebracht hat ist einfach große Klasse. Er ist ein echtes Zuchtass. Bevor er aber für die Zucht entdeckt wurde, hat er auf der Reise Großartiges geleistet. So wurde er 2002 unter anderem 4. Ass-Vogel auf den Bezirksflügen gegen 40.000 Tauben. Er wurde gezogen aus zwei jährigen Tauben, nämlich dem 07274-99-950, einem Enkel des "Carl Lewis", mit der Kris-Van-Massenhoven-Täubin B 99-6264813. Die Nachzucht des "Black Power" ist einfach phantastisch. Greifen wir einmal ein paar der Allerbesten heraus. Da ist "Black Jack", 07274-05-504, er erringt im Jahr 2007 11 Preise und wird 4. Ass- Vogel im Regionalverband. Dann ist da "Black Pearl", 07274-08-879, den ich schon als Spitzenflieger und Olympia-Vogel erwähnt habe. Oder was halten Sie von "Black Soul", 07274-09-2100, der im Reisejahr 2011 11 Preise mit 855 Ass-Punkten flog. Einen weiteren herausragenden Vogel haben wir mit "Blue Sky", 07274-10-1068, der 2011 11 Preise und 2012 10 Preise gewinnt, darunter sehr viele Spitzenpreise. Sein Bruder "Black Sky", 07274-10-1027, macht seine Sache nicht schlechter. Er fliegt 2011 10 Preise mit 770 Ass-Punkten und 2012 12 Preise mit 956 Ass-Punkten. Das Interessante dabei ist, dass "Black Power“ mit verschiedenen Weibchen gepaart war und mit jedem überragende Nachzucht gab. Ein Phänomen!

Bei diesem Genpool braucht man sich um die Zukunft des Schlages Hardy Krüger und Vater keine Sorgen zu machen, und wohl dem, der aus dieser Quelle schöpfen kann.