Hardy Krüger & Vater (Rommerskirchen, DE) gewinnen sensationell den 1., 2., 3. auf dem deutschen Nationalflug Poitiers

Er ist 38 Jahre alt und spielt wie ein Weltmeister. Seit mehr als 20 Jahren reist er schon auf höchstem Niveau. Schlechte Jahre hat er eigentlich nicht gehabt. Die Rede ist von Hardy Krüger aus Rommerskirchen, der auf dem Nationalflug von Poitiers den 1., 2. und 3. Preis gewinnt gegen 404 Züchter und 5.426 Tauben.

Hardy Krüger

Angefangen hat er mit seinem Taubensport, als er etwa 13 Jahre alt war, und drei Jahre später war es schon so weit. Im Jahr 1992 wurde er mit genau 16 Jahren jüngster Deutscher Meister. Nein, nicht in der Kategorie für jugendliche Züchter sondern bei den „alten Herren“. Die gesamte Elite Deutschlands hatte er geschlagen. Mit 40 Preisen und 7.789,29 Punkten war er der Meister, und er belegte auch noch bei der Nationalen Weitstreckenmeisterschaft den 4. Platz. Und das schrieb Klaus Kühntopp am 25. Dezember 1993 in der Zeitschrift "Die Brieftaube": "Hardy Krüger geht den Brieftaubensport mit der ernsthaften Unbefangenheit seines Talentes an, das Verhältnis zwischen Mensch und Tier stimmt in jeder Beziehung. Die Summe der vielen kleinen Schritte und der wenigsten Fehler führt zum Erfolg. Und damit ist der junge Mann weit besser und stärker als viele Arrivierte, die große Summen in das Hobby investieren und sich am Ende der Reisesaison  doch mit dem Gedanken trösten müssen, dass im nächsten Jahr die Karten wieder neu gemischt werden...." Das war vor etwa 20 Jahren und jetzt?

Es ist so geblieben, Hardy Krüger spielt unverändert auf höchstem Niveau. Er ist stark geblieben, bärenstark, wie der sensationelle Preisflug von Poitiers beweist.

Die Schlaggemeinschaft

Gespielt wird unverändert in einer Schlaggemeinschaft. Sie heißt Hardy und Bruno Krüger, wobei Bruno der Vater von Hardy ist und heute aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr voll einsatzfähig ist, aber er ist noch als Mitglied beim Verband gemeldet und daher der Name SG Hardy und Bruno Krüger. Aber ein Familienmitglied hat doch noch seine Hände im Spiel, und das ist ohne Einschränkung Mutter Gertrud. Von Hardy wird sie oft als seine Geheimwaffe bezeichnet. Mit seinen 38 Jahren steht Hardy natürlich noch voll im Berufsleben. Von Beruf ist er Elektroniker, und er muss schon seine Arbeit leisten, geschenkt wird ihm nichts. So wird dann auch nicht zwischen den Preisflügen trainiert. Es fehlt einfach die Zeit dazu. Eigentlich ist Hardy im Vergleich zu den vielen Pensionären und Rentnern, die den Taubensport mehr oder weniger profimäßig betreiben, ein echter Amateur. Doch er hat noch seine Mutter, die tagsüber für das "Verwöhnprogramm" aller Tauben zuständig ist. Und sie macht, wie die Ergebnisse zeigen, ihre Arbeit offensichtlich sehr gut. So wird in Rommerskirchen unverändert auf hohem Niveau gespielt.

2012 haben die Krügers auch am Poitiers-Flug teilgenommen. Es war ebenfalls ein Nationalflug. Schauen Sie sich das Ergebnis einmal an, bevor wir zum Knaller der Saison 2013 kommen. Am 29.07.12 Poitiers (671 km) wurden national gegen 8.067 Tauben aus den Regionalverbänden 411 und 415 folgende Preise errungen: 2., 34., 36., 37., 85., 185., 278., 368., 372. usw. (20/26). Der Nationalsieg wurde leider um 10 Sekunden verpasst, aber schon damals konnte niemand an der Klasse der Hardy Krüger-Tauben zweifeln.

Der Nationalflug 2013 von Poitiers

Jetzt sind wir ein Jahr weiter, wir schreiben das Jahr 2013. Ein Nationalflug ist immer etwas Besonderes, oft ist er der Höhepunkt der Saison, so auch im Regionalverband 411 und 415. Gesetzt wurden 5.426 Tauben von 404 Züchtern. Aufgelassen wurden die Tauben um 7.00 Uhr bei sonnigem Wetter, leichter Bewölkung und südwestlichen Winden und dieses Wetter herrschte auf der gesamten Flugstrecke. Es war also ideales Flugwetter, und so wurde es auch ein reibungsloser Flug. Die Spitzenpreise wurden über das gesamte Einzugsgebiet verteilt. Bis auf die ersten drei Konkurse. Die gingen an.... Hardy Krüger & Vater. Drei Tauben kamen gleichzeitig auf ihrem heimatlichen Schlag in Rommerskirchen an. Um 13.39.58 Uhr wurde die erste Taube auf einer Entfernung von 678,501 km konstatiert, um 13.39.59Uhr die zweite und dann um 13.40.01 Uhr die dritte Taube. Das waren sie dann, die ersten drei Preise gegen 5.426 Tauben. Ein phantastischer Erfolg auf einem Nationalflug. Wann hat es das schon einmal gegeben? Die erste Taube flog übrigens 1.696,394 m/min. Weitere Tauben folgten um 13.51 Uhr (68. Preis national), 13.51 Uhr (83. Preis), 13.52 Uhr (116. Preis), 13.53 Uhr (147. Preis),  13.57 (377. Preis), 13.58 Uhr (409. Preis), 13.58 Uhr (431. Preis) und um 13.58 Uhr (432. Preis). Das waren die Preise im ersten Zehntel der gesetzten Tauben. Insgesamt machen die Krügers mit 18 Tauben 14 Preise. Eine tolle Bilanz.


Balisto fliegt den 1. national von Poitiers gegen 5.426 Tauben

Die glorreichen Drei

Die Plätze 1 bis 3 auf einem Nationalflug zu belegen, dazu gehört schon etwas. Tauben von großer Klasse sind dazu nötig. Eine frühe Taube kann Zufall sein, aber wenn jemand die drei ersten Tauben von einem großen Flug konstatiert, muss er schon über eine starke Basis verfügen, über Tauben mit allerbester Herkunft, und wenn dann noch ein Quäntchen Glück dazukommt, sprich, dass die Form im richtigen Moment da ist, dann rappelt es eben im Karton..

Der erste Preis ging an den 07274-12-947, genannt Balisto. Von 13 Einsätzen fliegt er 11 Preise. Sein Vater ist der bekannte Vogel Bailey, 07274-07-710, Olympia-Vogel in Posen (Polen) in der Kategorie Weitstrecke. Die Eltern des Bailey sind Da Vinci und Amelie, ebenfalls Supervererber auf den Krüger-Schlägen. Die Mutter des Balisto ist die Letizia, 07274-09-2079, aus Streetfighter x  Dior, ebenfalls allerbestes Krügerblut.


Daylight fliegt den 2. national von Poitiers

Kommen wir zum Gewinner des zweiten Preises, dem 07274-11-467, genannt Daylight, der nur ganz knapp hinter seinem Schlaggenossen landete. Sein Vater ist der Black Pearl, 07274-08-879, ein Top-Vererber aus der Paarung Black Power, 07274-00-1245, mit der Dior. Black Power, 07274-00-1245 ist ein alles überragender Zuchtvogel. Was dieser Bursche an Nachzucht gebracht hat, ist im Rahmen dieses Berichtes nicht zu beschreiben. Er ist ein echtes Zuchtass, ein überdominanter Vererber. Er selbst hat auch sehr gut geflogen. So wurde er 2002 unter anderem 4. Ass-Vogel auf den Bezirksflügen gegen 40.000 Tauben. Er wurde gezogen aus zwei jährigen Tauben, nämlich dem 07274-99-950, einem Enkel des Carl Lewis, mit der Kris-Van-Massenhoven-Täubin B 99-6264813.  Sein Sohn Black Pearl war ein Spitzenflieger und ist vielleicht ein noch besserer Zuchtvogel. Er stand ebenfalls auf der Olympiade in Posen in der Sportkategorie H. Mutter des Daylight ist übrigens Shelly, 07274-07-1089, ein weiteres Zuchtass der Krügers.


Bastian fliegt den 3. national Poitiers

Den 3. Preis national fliegt der Bastian, 07274-11-481, und der stammt wiederum aus dem Bailey, der aber mit einem anderen Weibchen gepaart war, nämlich mit der Angie, 04667-08-1341. Diese Täubin ist eine reine Günter-Prange-Täubin, und zwar etwas Inzucht auf den Ringlosen.

So, jetzt kennen Sie die glorreichen Drei der Schlaggemeinschaft Hardy Krüger & Vater. Wir sind überzeugt, dass wir heute nicht zum letzten Mal über diesen phantastischen Schlag  aus Rommerskirchen berichtet haben und wünschen Hardy Krüger, seinem Vater und nicht zuletzt Mutter Gertrud weiterhin sehr viel Erfolg im Taubensport.