Gaston Van de Wouwer (Berlaar, BE) gibt Supersaison besonderen Glanz mit dem 1. National Châteauroux III

Gaston Van de Wouwer arbeitet an einer echten Supersaison. Schon der sovielten seiner reich gefüllten Karriere. Mit dem Nationalsieg gegen 2.855 alte Tauben auf dem dritten Châteauroux-Flug der Saison kann Gaston bereits auf 3 Nationalsiege zurückblicken, und damit zeigen die Nachkommen von De Kaasboer wieder einmal, dass sie Gold wert sind.

Einfachheit ist eine Zierde

Nach seiner Versteigerung vor nunmehr 4 Jahren, nach der er nur eine speziell dafür gezogene Runde Jungtauben behalten hatte, hat es Gaston Van de Wouwer (74) sehr viel ruhiger angehen lassen. Der Taubensport bestimmte nicht mehr total sein Leben. Gaston war immer jemand, der nicht übers Ziel hinausschoss. So ist der Taubensport im Hause Van De Wouwer nie in Sklaverei ausgeartet. Er hat niemals Tauben zwischen den Flügen weggebracht. Er sieht auch wirklich nicht, welchen Nutzen das haben sollte. Und trotzdem steht Gaston Woche für Woche in der Spitze der Preislisten. Welches Geheimnis steckt nun dahinter? Gaston: "Nach meiner Versteigerung habe ich die 80 Jungtauben, die ich behalten hatte - alles Kinder und Enkelkinder von meinen Stammtauben - alle zusammen auf einen Schlag gesetzt und sie einfach selbst ihren Partner wählen lassen. Das habe ich zwei Jahre hintereinander gemacht. Danach habe ich allerdings überprüft, ob keine enge Inzucht (Bruder x Schwester) darunter war. Die Zuchtergebnisse waren jedoch glänzend, und die Tauben flogen Spitze wie nie zuvor."

Wieder einmal ein Beweis, dass die Linie des Kaasboer einen enormen Zuchtwert hat. Zur Zeit sitzen 20 Weibchen auf dem Reiseschlag (alte + jährige), die bis vor einigen Wochen auf Witwerschaft flogen. Für die 2. Serie der Nationalflüge wurden sie aufs Nest gebracht. Auch die Jungtauben fliegen auf Witwerschaft, und zwar mit einem alten Partner, der zu Hause bleibt. Während der Saison geht Gaston nur ein Mal am Tag auf den Schlag der alten Weibchen, um sie zu füttern und danach trainieren zu lassen. Jetzt ist das zwei Mal am Tag, weil die Weibchen inzwischen kleine Junge haben.

In Bezug auf Medikation können wir uns kurz fassen. Nach einer Kontrolle bei Tierarzt Mariën wird beschlossen, ob eine Kur gemacht werden muss oder nicht. Die alten Tauben bekamen während der Saison nur 1/4 Tablette Flagyl. Ansonsten wurde nicht mehr gekurt. Die Jungtauben bekamen ebenfalls 1/4 Tablette Flagyl. Vor einigen Wochen wurde mit ihnen allerdings noch eine Kur gegen Erkrankungen der Atemwege gemacht. An Beiprodukten wird Konditionspulver, Vitamineral, Sirup, Belgasol (vor und nach dem Flug) und viel Knoblauch gegeben. Also auch hier keine ellenlange Liste.

Es sind die Tauben, die es bei Gaston tun und wahrmachen müssen. Nur die Besten überleben bei dem strengen Auslesesystem, nach dem Gaston vorgeht. Auf den Wind achtet er nicht. Ob der nun günstig für ihn ist oder nicht, die Tauben kommen mit. Gaston: "Wir spielen nur im Sommer mit Tauben. Wenn wir dann auch noch nicht spielen, wenn der Wind nicht günstig ist, werden die Tauben nicht oft eingesetzt werden müssen. Der Wind ist für jeden. In der einen Woche liegt der eine günstig, in der anderen Woche der andere." Dass in dieser Saison die westliche Seite auf den Nationalflügen begünstigt war, macht Gaston nichts aus. "Wir waren auch schon viele Jahre begünstigt, jetzt ist es die andere Seite." Gewinnen und gewinnen lassen, das ist das Motto von Gaston. Ein grundanständiger Mann, der jedem seinen 'Moment des Triumphes' gönnt.

Gaston: "Ich gewinne auch noch den 2. National bei den Jungtauben. Es wäre schön gewesen, auch noch diesen Nationalsieg zu gewinnen, aber Coenen ist ein verdienter Sieger. Seine Taube hat prächtig geflogen. Ich werde noch zu ihm fahren, um ihm zu gratulieren!"


Links der Weibchenschlag, wahrscheinlich der am meisten kopierte Schlag der Welt.

Châteauroux III - ein Erfolg auf der ganzen Linie

Es muss gesagt werden: Die Gegend von Gaston war in der vergangenen Saison auf den Nationalflügen sicher nicht begünstigt. Doch Gaston beklagt sich nicht darüber. Jeder muss mal an die Reihe kommen. Am vergangenen Wochenende war es von Châteauroux jedoch bingo. Strahlend schönes Wetter, hohe Temperaturen und Geschwindigkeiten von 1.300 - 1.400 m/min, das ideale Flugwetter für die Mannschaft von Gaston. Und das Ergebnis lügt nicht:

2.855 Alttb.: 1-165-204 usw.
4.631 Jährige: 304 usw.
17.269 Jungtb.: 2-20-67-193-314-346-833-1200-1271-1550 usw.


Gaston im Weibchenschlag: In seiner Hand hat er die Nationalsiegerin

BE16-6023127 - Maria - 1. National Châteauroux III - 2.855 Alttauben / 1. PIPA-Ranking 5 Flüge ZHF / 4. Nat. Ass-Taube KBDB


Die Nationalsiegerin "Maria"

Die Nationalsiegerin ist eine der absoluten Spitzenfliegerinnen des Schlages. Die Ehrenliste, die sie in dieser Saison geschrieben hat, ist überaus eindrucksvoll:

Châteauroux III - 1. National gegen 2.855 Tauben
Châteauroux I - 13. National Zone B1 gegen 5.075 Tauben
Gueret - 4. Provinzial gegen 529 Tauben
Argenton I - 30. National Zone B1 gegen 3.486 Tauben
Bourges II - 15. National Zone B1 gegen 1.561 Tauben

5 Spitzenergebnisse, die ihr vorläufig den 1. Platz im PIPA-Ranking (5 Flüge auf der Großen Mittelstrecke) brachten. Beim Zwischenstand im Wettbewerb um die Nationale Ass-Taube KBDB Alttauben Große Mittelstrecke steht sie zur Zeit auf dem 4. Platz.

Die Siegerin hat auch einen prächtigen Stammbaum. Immer wieder trifft man auf den Stammvater Kaasboer, sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits ist er der Urgroßvater.

Der Vater von Maria ist ein Sohn von Kamiel, ein direkter Sohn des Kaasboer und Halbbruder von Laura, 1. National Bourges und bereits Vater des 15. National Gueret. Seine Mutter ist Erna (Bart Geerinckx). Die Großmutter väterlicherseits gewann dann wieder selbst den 24. National Bourges und ist ein Original von Kristiaan Hennes (Rassen Deno-Herbots und Vandenabeele).

Die Mutter der Nationalsiegerin ist eine Tochter von Jasper, einem Sohn von Barbara (1. Provinzial Montluçon & 1. Provinzial Vierzon) x Kristin, Mutter von u.a. 18. National Châteauroux und 60. National Zone Argenton und Tochter des Kaasboer.

Ein gewaltiges Register, das Sie in aller Ruhe im Stammbaum nachlesen können.

2., 20. und 67. National Châteauroux gegen 17.269 Jungtauben

Auch das Ergebnis der Jungtauben kann sich sehen lassen. Am Nationalsieg ist Gaston haarscharf vorbeigeschrammt, aber auch mit der Silbermedaille sind sie in Berlaar mehr als zufrieden. Der 20. und 67. national vervollständigen die positive Bilanz des Wochenendes. Die drei blauen Weibchen der Reihe nach:

BE18-6063796 - 2. National Châteauroux

Sie kam als erste Taube in Berlaar an. Sie ist eine Tochter von zwei Sommerjungen aus dem Jahr der Versteigerung. Der Vater ist ein Sohn von Marieke, einer Schwester von Kim, 1. National Gueret, 88. National La Chartre, 35. Interprovinzial Vierzon usw. Marieke war eine Enkelin von Stammvater Kaasboer. Väterlicherseits finden wir wieder Barbara (2 x 1. provinzial).

Die Mutter ist hingegen eine Tochter von Dina, einer Schwester derselben Kim, gepaart mit Jan, der noch ein Enkel vom Kaasboer ist.

Alles kann in aller Ruhe im Stammbaum nachgelesen werden.

BE18-6063712 - 20. National Châteauroux

Sie kam unmittelbar nach der Nationalsiegerin Maria nach Hause. Diese Täubin ist eine Halbschwester der Nationalsiegerin. Beide haben denselben Vater, einen Sohn von Kamiel, der seinerseits ein Sohn des Kaasboer und Halbbruder von Laura, 1. National Bourges, ist.

Die Mutter ist dann wieder ein Original von Freddy & Jacques Vandenheede (Zingem, BE), eine Tochter aus Sound Of Freedom (Sohn Limoges von De Rauw-Sablon x Anastasia) gepaart mit Arina, Spitzentäubin und Tochter von Circ Du Soleil x Karisma (Schwester Mariska). Also Super-Gene.

Betrachten Sie hier den Stammbaum

BE18-6063683 - 67. National Châteauroux

Die Letzte in der Reihe. Der Vater ist wieder ein Enkel des Kaasboer, über Julia, der Mutter von u.a. Leentje, 11. und 30. Provinzial Argenton, 64. Provinzial Bourges usw., gepaart mit einem Original-Vogel vom Dorfgenossen Wim De Troy.

Die Mutter ist ihrerseits ein Original von Niels Broeckx (Turnhout, BE) und eine volle Schwester  der 11. Nationalen Ass-Taube.

Hier ist ihr Stammbaum

Einige Ergebnisse von 2018

Der Vollständigkeit halber finden Sie hier unten einige gute Ergebnisse:

05.05. - Ecouen
        588 Alttb.: 3-8-9-16-45-53 usw.
19.05. – Vierzon Provinzial:
        2.823 Alttb.: 71-271 usw.
        1.714 jährige: 27-54-86-155
26.05. – Bourges I Provinzial:
        2.651 Alttb.: 123 usw.
        3.201 Jährige: 13-75-140-172 usw.
02.06. – Blois Provinzial
        2.744 Jährige: 3-105-165-166-177-268 usw. 
        1.581 Alttb.: 1-5-54-126 usw.
09.06. – Châteauroux I Provinzial
        2.373 Alttb.: 16-26-42-68 usw.
        4.222 Jährige: 4-79-88-244 usw.
23.06. - Argenton I Provinzial
        1.535 Alttb.: 7-21-122 usw.
        3.267 Jährige: 35-148 usw.
30.06. - Guéret Provinzial
        529 Alttb.: 3-4-31 usw.
        1.044 Jährige: 50-100 usw.
30.06 - Melun
        420 Jungtb.: 2-10-12-36 usw.
07.07. – Châteauroux II Provinzial
        1.067 Alttb.: 41 usw.
        2.394 Jährige: 36-52 usw.
15.07. – Chevrainvilliers Provinzial
        5.197 Jungtb.: 70-92-100-287-289-460-512 usw.
04.08. – Bourges II Provinzial
        635 Alttb.: 21 usw.
        4.478 Jungtb.: 71-407-447 usw.

Aber auch auf anderen Schlägen sind die goldenen Gene von Kaasboer & Co unübersehbar vertreten. Schon in den vergangenen Wochen regnete es Referenzen auf nationalem Niveau. Da ist zum Beispiel Norbert Ally (Aarsele, BE). Sowohl sein 1. National Angoulême bei den Jährigen als auch sein 5. National Angoulême bei den alten Tauben haben Gaston-Van-De-Wouwer-Blut in ihren Adern. Dasselbe finden wir bei dem 2. National von Van Houdt-Serre und in dieser Woche auch bei dem Nationalsieger von Châteauroux III bei den Jährigen von Bart & Nance Van Oeckel (Turnhout, BE). Die Liste mit Referenzen aus den vergangenen Jahren ist einfach nicht zu übersehen.


Der Kaasboer weilt inzwischen nicht mehr unter den Lebenden, aber er hat für alle Zeiten einen Platz im Wohnzimmer von Gaston

Noch einige Jahre

Gaston ist inzwischen 74 Jahre alt, aber er denkt noch nicht ans Aufhören. Er möchte noch einige Jahre prächtige Leistungen mit seiner kleinen, streng ausgelesenen Weibchenmannschaft erzielen. 20 Stück sind es, die jede Woche gespielt werden und das nach dem inzwischen bekannten und oftmals kopierten System auf einem Schlag, der zweifellos schon von manch einem Züchter im In- und Ausland kopiert wurde. Auch das Spiel mit Jungtauben versteht Gaston aus dem Effeff. Auf Witwerschaft mit einem alten Partner wurden schon mehrere Spitzenergebnisse hingelegt. Es gibt keinen, der Gaston Van de Wouwer die Erfolge nicht gönnt. Er ist dann auch immer der Erste, um anderen zu ihren Erfolgen zu gratulieren, was dazu führt, dass er überall gern gesehen ist. So ist es kein Wunder, dass ein ständiges Kommen und Gehen von Freunden und Bekannten herrscht, die alle Gaston zu seinem sovielten großartigen Erfolg gratulieren wollen. Taubensport kann in all seiner Einfachheit so schön sein, aber auch im Respekt vor einander. Zwei Dinge, die Gaston sehr hoch einschätzt. Auf zum nächsten Triumph!