Die am meisten gelesenen Artikel von 2012: Teil 2

Traditionsgemäß erstellen wir am Ende jeden Jahres eine Liste der meistgelesenen Artikel (einschließlich Übersetzungen) auf unserer Website. In diesem Jahr veröffentlichen wir die Liste in zwei Teilen: Gestern konnten Sie den ersten Teil mit den Nummern 10 bis einschließlich 6 lesen, heute präsentieren wir die ersten 5.

Lesen Sie hier den ersten Teil unserer Liste der meistgelesenen Artikel 2012.

5. Video: Hans Eijerkamp berichtet über die Einführung der Janssen-Tauben in seinen Stamm

In einem kleinen Film von zwölf Minuten Dauer erzählt Hans Eijerkamp auf unnachahmliche Art und Weise über seine Erfahrungen mit den Janssen-Tauben. In den 60-er Jahren fuhr er zum ersten Mal dorthin, und in diesem Film berichtet er über seinen ersten Besuch, seine sportlichen Erfahrungen mit den Janssen-Tauben und seine persönlichen Begegnungen mit den Gebrüdern Janssen selbst. 

 

4. Sun City Million Dollar Pigeon Race wurde eine deutsche Angelegenheit

Ende Januar fanden die Flüge des Sun City MDPR (inzwischen South African MDPR) statt. Von den ersten 10 Plätzen wurden nicht weniger als 5 von deutschen Tauben belegt (1, 2, 3, 4 und 6). Die anderen Plätze unter den ersten 10 belegten 2 südafrikanische und jeweils eine dänische, australische und niederländische Taube. Das SCMDPR konnte live auf unserer Website verfolgt werden, anhand von verschiedenen kleinen Filmen und vielen Fotos. Auch in diesem Jahr wird das Race wieder live zu verfolgen sein!

 

3. Die "De Rauw-Sablon"-Kollektion von Flanders Collection

Flanders Collection ist eine der umfangreichsten Kollektionen von originalen De Rauw-Sablon- und Aelbrecht-Tauben. In diesem Artikel wird ausführlich über die Zuchtmethoden, die Selektion und die Zielsetzungen berichtet. Dieser vielgelesene Artikel landete auf dem dritten Platz.

 

2. Teuerste Versteigerung und teuerste Taube, die je verkauft wurde, kam von Pieter Veenstra

Gestern meldeten wir schon die Versteigerung von Etienne Meirlaen, die in der Rangfolge der teuersten Taubenversteigerungen den sechsten Platz belegte. Heute kommen wir zur teuersten Versteigerung für Tauben, die es je gab: zu den 245 Tauben von Pieter Veenstra und dem phänomenalen Betrag von 250.400 Euro für Dolce Vita.

Mit 1.899.300 Euro oder durchschnittlich 7.752 Euro können wir gut und gern behaupten, dass die Tauben von Pieter Veenstra bei den Käufern heiß begehrt waren. Auf dem untenstehenden Foto sehen Sie den neuen Eigentümer von 'Dolce Vita' Hu Zhen Yu (links) mit unserem chinesischen PIPA-Kollegen Green Xiang.

 

1. Das Ende einer Epoche: die Geschichte der Gebrüder Janssen

Nach mehr als 100 Jahren, es begann wahrscheinlich 1884, endete das Geschlecht der Janssens. Man muss nicht mehr zur Schoolstraat Nr. 6 in Arendonk fahren: Das Lebenswerk der Gebrüder Janssen kam unter den Hammer.

Aber erst noch ein kurzer Rückblick auf die ruhmreiche Geschichte, der meistgelesene Artikel auf (etwa 49.000 Mal) auf PIPA in diesem Jahr

1886 gründete "Driekske" Janssen in Arendonk einen Taubenverein, sodass der Sport in seinem eigenen Dorf ausgeübt werden konnte. In dieser Zeit war es nicht nur wichtig, gute Tauben zu haben, sondern man musste auch noch über einen guten Läufer verfügen. Die Taubenzüchter hatten keine eigene Konstatieruhr, und die angekommenen Tauben mussten so schnell wie möglich zur Einsatzstelle gebracht werden, damit ihre Zeit dort registriert werden konnte.

Während des Krieges von 1914 - 1918 wurde nicht mit Tauben gespielt, aber die Tauben durften von 12 Uhr mittags bis 10 Uhr abends frei fliegen. Die wirkliche Glanzzeit begann schon 1933. Von 1945 bis 1954 gewannen sie 154 erste Preise. Das Geheimnis der Taubenzüchterkunst bestand nach Aussage der Familie darin, dass man mit sehr gesunden Tauben beginnen konnte (die den Krieg überlebt hatten) und dass die Rasse durch Kreuzung ständig verbessert wurde. Kraftfutter oder Tränkchen wurden nicht angewendet.

Die Tauben der Janssens wurden weltberühmt. Nachkommen ihrer Tauben waren (und sind noch immer) bis weit über Belgien hinaus heiß begehrt. Gigantische Beträge wurden im Lauf der Jahre für die eindrucksvollen Zuchttauben, die Louis Janssen noch auf seinem Schlag sitzen hatte, geboten, aber er ging niemals darauf ein. “Alle diese Zuchttauben müssen hierbleiben,” sagte er beständig. Nichts und niemand konnte ihn von dieser Haltung abbringen.

Aber als es mit der Gesundheit von Louis Janssen immer mehr bergab ging und er der Einzige war, der übrig geblieben war, schien es ihm doch an der Zeit zu sein, die Tauben wegzugeben. Im Mai 2012 kamen die letzten 20 Tauben notgedrungen unter den Hammer. Mit einem durchschnittlichen Betrag von 21.390 Euro pro Taube wurde nochmals bewiesen, dass die Janssen-Rasse auf dem Markt nach wie vor begehrt ist.