Albert Poels (Herk-de-Stad, BE) gewinnt den 1. national Montluçon gegen 18.885 alte Tauben

Jahrelang hat alle Welt erwartet, dass du aufgrund deiner starken Leistungen schon bald auch einen Nationalsieg erringen würdest. Hast du dich dann damit abgefunden, dass es doch niemals gelingen wird, fällt der begehrte Sieg dann doch noch vom Himmel.

Triumvirat

Es ist der Name von Albert, der in der Preisliste steht. Er ist der Mann, der mit dem Taubensport begonnen hat, aber inzwischen sind auch Sohn Johan und dessen Sohn Kenneth dazugestoßen. "Vater macht die gesamte Arbeit und ich den Rest", sagt Johan lachend. Kenneth legt, wann und wo es nötig ist, mit Hand an. Ganz bestimmt jetzt, da Johan gehandikapt ist, ist seine Hilfe mehr als willkommen. 

Weniger gute Periode

Mit dem Saisonbeginn war man bei der Familie Poels sehr zufrieden. Die Tauben waren immer vorn in der Preisliste zu finden. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse wurden die Tauben jedoch mehrere Wochen lang zu Hause behalten. Während dieser Zeit nahm ihre Fresslust zusehends ab. Während der folgenden zwei Wochen wurde dann eher mäßig gespielt. Es wurden zwar Preise genug gemacht, aber es fehlte die Spitze. "Ich hatte sie eigentlich schon vorige Woche von Poitiers erwartet", sagt Johan. Auf diesem knallharten Flug hatte er 3 mitgegeben, die alle drei provinzial Preis machen. Darüber hinaus kamen sie frisch nach Hause (nachdem sie mindestens 10 Stunden geflogen hatten). Viel konnte ihnen also nicht fehlen. Nun hieß es nur noch, auf die richtige Taube, die richtige Strecke und den richtigen Moment zu warten. 

5038354/11

Es war der zweijährige Vogel 5038354/11, der für den großen Augenblick sorgte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 99,697 km/h stürmte er nach Hause. In seinem Hinterkopf hatte er nur einen Gedanken: Die Ehre seiner Ahnen wollte er hoch halten. Schließlich ist er der sovielte Spross einer Familie von Siegern. Sein Großvater (587/93) ist Vater von nicht weniger als 3 provinzialen Siegern. Seine Urgroßmutter ist die Olympia-Täubin von Emile Clerinx. Auch die Einführung von Tauben von Vos-Jennes (Webbekom, BE), die 2012 noch den Nationalsieg von Bourges II bei den Jungtauben holten, dürfen wir nicht unterschätzen. Sie können den Stammbaum des Siegers ansehen, indem Sie hier klicken.


Der Nationalsieger

Clerinx

Auch die übrigen Tauben machten ihre Sache auf diesem Montluçon-Flug ganz hervorragend. Alberts zweite gemeldete Taube belegt in der vorläufigen nationalen Rangordnung den 7. Platz. Auch die dritte gemeldete Taube werden wir noch in der Spitze der Preisliste finden. Und damit sind wir bei den Clerinx-Tauben gelandet. Etwa 90% des Bestandes von Albert stammt von 5 Clerinx-Originalen ab. Wie Johan sagt, sind es keine Tauben, mit denen man Meisterschaften gewinnen kann, aber sie können wie keine anderen erste Preise fliegen. "Man kann gut und gern sagen", meint Johan, "dass von 10 provinzialen Siegen in Limburg sechs oder sieben Clerinx-Tauben zugeschrieben werden können." Bei Albert, Johan und Kenneth sorgten sie bereits für folgende (inter)provinziale Siege:

1. prov. Vierzon 1994
1. prov. Orléans 2000
1. seminational Argenton 2000
1. prov. St.Witz 2000
1. prov. Vierzon 2001
1. prov. Montluçon 2008
1. seminational Argenton 2008

Genießen

"Man wartet so sehr darauf," sagt Johan, "aber wenn man ihn dann endlich errungen hat, so einen Nationalsieg, kann man das eigentlich nicht so richtig genießen. Zu viel Rummel." Eine Bemerkung, die wir oft zu hören bekommen. Die Freude wird jedoch später voll ausgekostet werden können, es sei denn, dass am folgenden Wochenende ein anderer Clerinx aus dem Hause Poel es für nötig hält, sich zu beweisen. 


Wann darf ich wieder auf die Reise gehen?