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De Cock Marc, "Perfektionist und Virtuose"


 

In Temse, einem gemütlichen Städtchen im Waasland, ist Marc De Cock zu Hause. Diese Region gehört zu Ostflandern und der Brieftaubensport ist hier noch sehr weit verbreitet. Ob Kurz-, Mittel- oder Weitstrecke – Marc De Cock scheut keine Konkurrenz und stellt sich allen Herausforderungen mit sehr großem Erfolg. Ohne Zweifel ist er eine schillernde Persönlichkeit im belgischen Brieftaubensport, ein Alleskönner, der nicht nur mit seinen Brieftauben von Erfolg zu Erfolg eilt, sondern auch beruflich als Manager in seinem Unternehmen sehr geschickt die Fäden zieht und dabei nie den Überblick verliert.



Marc De Cock leitet in der dritten Generation zusammen mit seinem Bruder Philippe mit mehr als 200 Mitarbeitern eine der größten Fleischwarenfabriken von Belgien. „Cock´s Vleeswaren“, zu deutsch „Cock´s Fleischwaren“ sind weit über die Grenzen des Waaslandes hinaus sehr bekannt und zeichnen sich durch ihre außerordentlich hohe Qualität aus. Um eine Firma dieser Größenordnung auf Erfolgskurs zu halten bedarf es einer großen Portion Engagement, Fachwissen, Führungskompetenz und Unternehmensgeist. Marc De Cock scheint alles in einer Person zu vereinigen, denn nach wie vor ist seine Firma auf Expansionskurs. Eine vernünftige, sehr gut durchdachte und organisierte Unternehmenspolitik sorgt dafür, daß ständig neue Märkte und Kunden erschlossen werden. Diese berufliche Aufgabe fordert Marc De Cock in seiner ganzen Person, doch der Erfolg und das Wissen auf dem richtigen Weg zu sein entlohnt die oft harte Knochenarbeit, die dieser Job mit sich bringt. Den notwendigen Ausgleich findet der 40-jährige bei seinen geliebten Brieftauben. Bereits im Kindesalter kam er mit den Brieftauben in Kontakt. Seit nunmehr 34 Jahren beschäftigt er sich nun schon mit den gefiederten Freunden und ein Leben ohne Brieftauben wäre für den Waasländer Unternehmer einfach unvorstellbar. Interessant ist auch zu wissen, daß bis 1984 Marc und sein Vater Jozef leidenschaftliche und begeisterte Anhänger des Pferdesports waren. Beide fuhren auf der Trabrennbahn im Sulky zahlreiche Siege nach Hause und ihr Rennstall „Jail du Vivier“ war unter den Pferdesportfreunden sehr bekannt. Nach Beendigung des Pferdesports 1984 konzentrierte man sich voll und ganz auf den Brieftaubensport. Die Schlaggemeinschaft „De Cock und Sohn“, die bereits einige Jahre zuvor 1977 gegründet wurde und zunächst auf den Flügen der Kurzstrecke mit hervorragenden Ergebnissen glänzte bekam gleichzeitig mit der Beendigung des Pferdesports eine neue Ausrichtung. Die Mittelstrecke wurde ins Visier genommen und auf der Suche nach den geeigneten Tauben war das Beste vom Besten gerade gut genug.
Der legendäre „167“ von Marien Pieterse, der für sehr viel Geld auf der Totalversteigerung erworben wurde rechtfertigt seinen hohen Kaufpreis bis heute.
Viele Leistungstauben von Marc De Cock führen noch heute das Blut dieses außergewöhnlichen Reise- und Zuchtvogels in ihren Adern. Ein weiterer Glücksgriff wurde mit dem Kauf der „Gouden Koppel“ („535“ x „539“) von Jan Broeckx aus Oud-Turnhout getätigt. Als Volltreffer erweisen sich auch die Janssen-Tauben, die etwas später auf der Totalversteigerung von Boy Peeters gekauft wurden. Zehn Jahre nach Gründung der Vater-Sohn Schlaggemeinschaft entschied sich Marc im Jahre 1987 seinen eigenen Weg als Brieftaubenliebhaber zu gehen. Während Vater Jozef weiter auf der Mittelstrecke spielte suchte Marc eine weitere Herausforderung. Das Spiel auf den weiteren Flügen kam als Ergänzung hinzu. Und auch dieses mal machte Marc De Cock Nägel mit Köpfen und holte sich das Beste vom Besten auf seine Schläge, um den hohen Anforderungen der weiteren Flüge gerecht zu werden. Diese Vorgehensweise spiegelt die Grundeinstellung von Marc De Cock. Nichts bleibt dem Zufall überlassen, denn alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht und organisiert. Dies zeigt auch der Blick hinter die Kulissen. Taubenversorgung- und pflege richtet sich einem Plan und Marc De Cock, der beruflich nicht immer die Zeit findet, um dies alleine zu tun verläßt sich dabei auf die Hilfe von Schlagmanager Marc Burms, der mit weiteren Schlagpflegern die optimale Betreuung der Tauben gewährleisten soll.
Mit Hilfe von Marc De Cock´s Ablaufplänen ist sichergestellt, daß nichts durcheinander gerät und alles gerade aus läuft. Mit Sicherheit ist seine Persönlichkeit und die Art und Weise wie er in seinem Unternehmen agiert auch analog auf die Ausübung des Brieftaubensportes übertragbar. Ich würde ihn als Perfektionist und Virtuose bezeichnen. Perfektion steht für Vollkommenheit, also etwas, daß sich nicht oder nur sehr schwer verbessern läßt. Als Virtuosen bezeichnet man Persönlichkeiten, die eine bestimmte Fähigkeit bis zur Perfektion beherrschen. Wer einmal die Gelegenheit hat Marc De Cock kennenzulernen wird dem wohl beipflichten. Die ultramodernen Schlaganlagen, die enorme Qualität der Tauben und die versierte Versorgung ist an Perfektion kaum zu übertreffen. Auch die an Perfektion grenzende Fähigkeit von Marc De Cock, nämlich Dinge, die er in Angriff nimmt zum Erfolg zu führen ist unübersehbar. Nichts desto trotz ist Marc De Cock bei all seinen Erfolgen Mensch und Brieftaubenzüchter geblieben. Ein umgänglicher Zeitgenosse, der viel Taubenweisheit in sich vereinigt und sich leidenschaftlich gerne mit anderen Menschen, die dasselbe Hobby haben über Brieftauben unterhält. Alle Erfolge aufzuführen, die Marc De Cock in seiner Karriere als Brieftaubenzüchter an seine Fahnen heften konnte würde den Rahmen sprengen. Um allerdings die enorme Leistungsstärke dieses Schlages zu verdeutlichen möchte ich es an dieser Stelle nicht versäumen die besten Wettflugergebnisse 2006 aufzuführen:

ARLON 200 KM 348 Alttauben 15 APRIL 2006 - 1 – 3 – 4 – 5 – 9 – 13 – 21 – 22 – 27 – 28 – 29 – 30 – 31 - 34 - 55/96
ARLON 200 KM 321 Jährige 15 APRIL 2006 - 1 – 5 – 9 – 12 – 19 – 20 – 26 – 27 – 28 – 29 – 30 – 30 - 45/76
ARLON 200 KM 330 Alttauben 6 MAI 2006 - 1 – 31 - 15/30
ARLON 200 KM 441 Jährige 6 MAI 2006 1 – 8 – 10 – 15 – 20 – 21 – 23 – 25 – 26 – 30 – 31 – 40 – 41 - 48/75 DUDELANGE 228 KM 399 Alttauben 13 MAI 2006 - 1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 9 – 10 – 11 – 18 – 19 – 20 – 32 - 58/91 DUDELANGE 228 KM 469 Jährige 13 MAI 2006 - 2 – 3 – 4 – 7 – 9 – 12 – 13 – 15 – 20 – 21 – 22 – 39 - 47/73 VIERZON 465 KM 187 Jährige 20 MAI 2006 - 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 8 – 9 – 12 – 13 – 14 – 15 – 17 – 18 – 19 – 20 - 36/71
VIERZON 465 KM 394 Alttauben 20 MAI 2006 - 2 – 6 – 8 – 18 – 38 - 13/18
VIERZON PROV. 465 KM 3.027 Alttauben 20 MAI 2006 - 19 – 72 – 103 – 146 - 12/18
VIERZON PROV. 465 KM 918 Jährige 20 MAI 2006 - 7 – 9 – 10 – 12 – 13 – 17 – 20 – 31 – 32 – 35 – 39 – 44 – 45 – 49 – 50 – 53 – 66 – 78 – 79 – 90 - 32/71
VIERZON I.PROV. 465 KM 5.888 Alttauben 20 MAI 2006 - 199 – 415 – 494 – 600 - 8/18
VIERZON I.PROV. 465 KM 2.085 Jährige 20 MAI 2006 - 85 – 100 – 101 – 104 – 107 – 127 – 133 – 165 – 170 – 181 – 189 – 203 – 205 – 221 – 222 - 30/71
BOURGES 470 KM 288 Jährige 28MAI 2006 - 1 – 2 – 6 – 9 – 13 – 18 – 21 – 23 – 26 – 29 - 28/67
BOURGES PROV. 470 KM 2.008 Jährige 28 MAI 2006 - 2 – 8 – 16 – 28 – 41 – 65 – 72 – 76 – 84 – 94 – 128 – 178 – 184 – 198 - 28/67
BOURGES ZB 470 KM 5.442 Jährige 28 MAI 2006 - 34 – 97 – 172 – 248 – 297 – 353 – 379 – 400 – 422 – 460 - 550
25/67
BOURGES NAT. 470 KM 11.252 Jährige 28 MAI 2006 - 59 – 177 – 322 – 481 – 576 – 696 – 745 – 779 – 828 – 908 – 1072 - 27/67
BOURGES 470 KM 413 Alttauben 28 MAI 2006 - 1 – 12 – 14 – 27 – 29 - 10/18
BOURGES PROV. 470 KM 3.218 Alttauben 28 MAI 2006 - 17 – 61 – 85 – 156 – 179 – 236 – 293 – 308 - 10/18
BOURGES ZONE B 470 KM 8.144 Alttauben 28 MAI 2006 - 125 – 313 – 418 – 665 – 736 - 10/18
BOURGES NAT. 470 KM 19.061 Alttauben 28 MAI 2006 - 307 – 750 – 987 – 1542 – 1683 - 10/18
CHATEAUROUX 515 KM 371 Jährige 17 JUNI 2006 - 2 – 9 – 11 – 28 – 36 - 27/56
CHATEAUROUX .PROV. 515 KM 3.665 Jährige 17 JUNI 2006 - 16 – 78 – 95 – 195 – 317 – 357 - 19/56
DOURDAN 353 KM 628 Jungtauben 24 JUNI 2006 - 3 – 6 – 9 – 11 – 18 – 31 – 36 – 37 – 39 – 44 – 45 – 62 – 63 – 64 - 43/121
ARGENTON 544 KM 407 Jährige 01 JULI 2006 - 14 – 32 – 35 – 37 – 38 – 39 - 22/40
DOURDAN 353 KM 559 Jungtauben 01 JULI 2006 - 2 – 5 – 10 – 14 – 24 – 34 – 40 - 33/124
ST.VINCENT 931 KM 215 Jährige 08 JULI 2006 - 5 – 10 – 18 - 9/17
ST.VINCENT PROV. 931 KM 1509 Jährige 08 JULI 2006 - 21 – 47 – 94 - 6/17
ST.VINCENT B.VL. 931 KM 1125 Jährige 08 JULI 2006 - 11 – 28 – 58 – 105 - 6/17
ST.VINCENT Z.B. 931 KM 2612 Jährige 08 JULI 2006 - 30 – 71 – 149 – 252 - 6/17
ST.VINCENT NAT. 931 KM 7525 Jährige 08 JULI 2006 - 81 – 208 – 409 - 688 - 6/17
BLOIS 478 KM 272 Jungtauben 08 JULI 2006 - 5 – 10 – 12 – 13 – 14 – 16 – 17 – 18 – 20 – 21 – 22 – 26 – 28 - 36/108
BLOIS PROV. 478 KM 1421 Jungtauben 08 JULI 2006 - 13 – 39 – 50 – 51 – 52 – 56 – 58 – 60 – 64 – 79 – 84 – 90 – 96 – 107 – 114 - 135 - 28/108
BARCELONA 1.100 KM 265 Alttauben 08 JULI 2006 - 2 – 34 – 73 - 3/7
BARCELONA PROV. 1.100 KM 2075 Alttauben 08 JULI 2006 - 17 – 196 - 3/7
BARCELONA B.VL. 1.100 KM 1759 Alttauben 08 JULI 2006 - 16 – 164 - 3/7
BARCELONA NAT 1.100 KM 11.802 Alttauben 08 JULI 2006 - 145 – 1309 - 2524 - 3/7
LIMOGES 623 KM 363 Jährige 15 JULI 2006 - 5 – 12 – 13 – 23 – 24 – 28 - 10/22
LIMOGES ZB 623 KM 5.571 Jährige 15 JULI 2006 - 59 – 154 – 158 – 247 – 263 – 333 - 10/22
LIMOGES NAT. 623 KM 15.507 Jährige 15 JULI 2006 - 489 – 1026 – 1057 – 1458 - 1511 - 8/22
DOURDAN 353 KM 653 Jungtauben 23 JULI 2006 - 1 – 5 – 11 – 12 – 13 – 16 – 17 – 18 – 19 – 25 – 26 – 31 – 32 – 36 – 38 – 39 – 45 – 46 – 53 – 55 – 63 - 55/105
ST. VINCENT 931 KM 123 Jährige 28 JULI 2006 - 3 – 5 – 10 – 24 – 29 - 5/8
ST. VINCENT PROV. 931 KM 941 Jährige 28 JULI 2006 - 28 – 45 - 74 - 5/8
ST. VINCENT B.VL. 931 KM 707 Jährige 28 JULI 2006 - 26 – 37 - 54 - 5/8
ST.VINCENT NAT. 931 KM 4679 Jährige 28 JULI 2006 - 123 – 208 – 312 - 5/8
ST.VINCENT I.NAT. 931 KM 1160 Weibchen 28 JULI 2006 - 37 - 74 - 4/5
ST.VINCENT I.NAT. 931 KM 5409 Jährige 28 JULI 2006 - 126 – 213 - 320 - 5/8
BOURGES 470 KM 609 Jungtauben 29 JULI 2006 - 9 – 10 – 28 – 36 – 44 – 45 – 48 – 49 – 59 – 60 – 62 – 63 - 26/78 BOURGES PROV. 470 KM 4870 Jungtauben 29 JULI 2006 - 35 – 37 – 131 – 176 – 229 – 230 – 251 – 254 – 311 – 313 – 327 – 329 – 364 – 407 – 461 – 513 - 23/78
BOURGES NAT. 470 KM 26.984 Jungtauben 29 JULI 2006 - 185 – 194 – 753 – 988 – 1310 – 1313 – 1408 – 1418 – 1776 – 1803 – 1872 – 1885 – 2066 – 2359 – 2723 - 22/78
PERPIGNAN 944 KM 122 Alttauben 5 AUGUST 2006 - 8 – 16 – 21 3/6
PERPIGNAN PROV. 944 KM 888 Alttauben 5 AUGUST 2006 - 79 - 3/6
PERPIGNAN NAT. 944 KM 6.765 Alttauben 5 AUGUST 2006 - 553 - 3/6
ANGOULEME 677 KM 150 Jährige 5 AUGUST 2006 - 2 – 7 – 12 – 15 – 19- 8/10
ANGOULEME PROV. 677 KM 1082 Jährige 5 AUGUST 2006 - 13 – 35 – 58 – 75 - 91 - 8/10
VIERZON 465 KM 346 Jungtauben 5 AUGUST 2006 4 – 12 – 17 - 7/12
VIERZON PROV. 465 KM 1888 Jungtauben 5 AUGUST 2006 - 4 – 12 – 17 - 6/12
ARGENTON B.VL. 544 KM 164 Jährige 12 AUGUST 2006 - 3 - 3/6
ARGENTON PROV. 544 KM 483 Jährige 12 AUGUST 2006 - 6 – 25 - 33 - 3/6
ARGENTON ZB 544 KM 1266 Jährige 12 AUGUST 2006 - 33 – 94 – 130 - 3/6
ARGENTON NAT. 544 KM 4.091 Jährige 12 AUGUST 2006 - 84 – 224 – 293 - 3/6
ARGENTON NAT. 544 KM 14.534 Jungtauben 12 AUGUST 2006 - 408 – 1046 - 8/17




Ohne Zweifel eine unglaubliche Anzahl von hervorragenden Wettflugergebnissen 2006. Schon seit vielen Jahren spielt Marc De Cock sehr stark und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Erfolge, die für sich sprechen und jeden Kommentar überflüssig machen. Auf Nationalflügen steht der Name Marc De Cock beständig in der Spitze der Preislisten und mit zwei Nationalsiegen kann er die außerordentliche Klasse seines Schlages eindrucksvoll bestätigen. 1994 konnte er mit dem blauen Supervogel Belg-93-4389124 „The Big Shot“ den 1. Konkurs national ab Bourges gegen 12.302 Tauben erringen und im Jahre 2000 war es der „Enkel Blauwe AS“ der von Narbonne (889km) gegen 6.929 belgische Mitstreiter den 1. Preis national nach Hause brachte. Nicht unerwähnt darf wohl auch bleiben, daß Marc De Cock 1. Allgemeiner belgischer Meister „Cureghem Centre“ 1999 war und auf diversen Tribünenflügen immer wieder durch hervorragende Ergebnisse auf sich aufmerksam macht. Beim „One Million Dollar Race“ in Südafrika konnte er 1998 ein Auto gewinnen und im Jahre 2001 konnte er ebenfalls in Südafrika beim Olympiadeflug in Kapstadt den 1. Konkurs erringen. Der 1. Konkurs von einem renommierten und angesehenen Tribünenflug gelang ihm auch im Jahre 2004, als eine Taube seines Schlages beim Rennen in Beijing (China) als Erste durchs Ziel ging. Wessen Tauben so erfolgreich nicht nur auf dem eigenen Schlag fliegen, muß zwangsläufig über Tauben der Extraklasse verfügen. Marc De Cock scheut weder Kosten noch Mühe, um absolutes Klassematerial auf seine Schlaganlagen nach Temse zu holen. Ständig ist er auf der Suche nach der noch besseren Taube. Im Laufe der vielen Jahre hat er viele AS-Tauben und Nationalsieger gekauft. In Temse befindet sich eine einmalige Ansammlung von extrem hochwertigem Genmaterial, daß die Herzen aller Taubenzüchter höher schlagen läßt. Wer allerdings glaubt man fände in Temse ein Sammelsurium und Durcheinander von Tauben verschiedener Herkunft hat sich getäuscht. Alle Neueinführungen werden hart getestet und selektiert und mit viel Fachwissen und Gefühl in die vorhandene Leistungsbasis integriert. Namen, Abstammungen und Kaufpreis spielen bei der Erprobung neuer Tauben keine Rolle. Wenn Sie den hohen Ansprüchen von Marc De Cock nicht genügen verschwinden sie schnell wieder vom Schlag. An der Basis seiner heutigen Stammes stehen im wesentlichen 4 Leistungslinien. Zunächst sind da die weltberühmten Janssen-Tauben zu nennen, die sich Marc De Cock direkt in Arendonk geholt hat und in Verbindung mit den 3 anderen Leistungslinien immer wieder für hervorragende Reisetauben sorgen. Diese 3 Leistungslinien finden ihren Ursprung jeweils in drei absoluten Supervererbern. Zunächst ist da der Belg-88-6419723 „Rambo“ zu nennen, der bei Marcel Dillen erworben wurde. Dieser Vogel findet seinen Ursprung bei den sagenhaften Tauben des verstorbenen Großmeisters Flor Vervoort aus Hallaar. Nächste goldene Zuchsäule ist der Belg-87-3024822 „Pintelon“ vom ebenfalls verstorbenen Meisterzüchter André Pintelon aus Houthave, dessen Vorfahren im Schlage von Alois Stichelbaut zu Hause waren. Dritter im Bunde ist der Vogel Belg-84-2267603 „Blauwe AS“ von Jef de Ridder aus St. Ulriks Kapelle, dessen Nachkommen ebenfalls für Furore auf den Schlägen von Marc De Cock sorgen. Der „Blauwe AS“ von Altmeister Jef de Ridder, der in der Nähe von Brüssel wohnt ist eine sehr berühmte Taube und war bei Jef de Ridder 2. nationale AS-Taube auf der Weitstrecke 1988 und im Jahre 1990 dann schließlich 9. nationale AS-Taube auf der Weitstrecke. Seinen Ursprung findet dieser außergewöhnliche Zucht- und Reisvogel bei den legendären Tauben der Gebr. Cattrysse aus Moere. Die Zuchtstrategie ist wie man leicht erkennen kann recht simpel. Bewährte Leistungslinien als solide Basis und die ständige Suche nach absoluten Klassetauben, wobei Marc De Cock am liebsten Nationalsieger und AS-Tauben auf seine Schlaganlagen nach Temse holt. Bezüglich der Schlaganlage gibt es zu berichten, daß mit einer Schlaganlage von insgesamt 70 Metern Länge genügend Platz für eine artgerechte Unterbringung zur Verfügung steht. Die Abteile vermitteln eine angenehme Atmosphäre. Die Be- und Entlüftung kann mit Hilfe von Schiebern reguliert werden, die an der Decke angebracht sind. Darüber hinaus fällt auf, daß sämtliche Nistzellen mit Kotbändern ausgestattet sind, die bei der Reinigung der Schlagabteile eine enorme Hilfe darstellen. Um die Temperatur zu regulieren bedient man sich auch einer elektrischen Heizung, die auf der Schlaganlage installiert ist.
Besonders viel Wert legt Marc De Cock darauf den Tauben so wenig wie möglich mit Antibiotika versehene Produkte zu verabreichen. Wichtig erscheint ihm hingegen die regelmäßige Ergänzung des Speiseplanes mit Vitaminen. Dabei stützt er sich auf seine Erfahrungen als Pferdesportler und führt ins Felde, daß im Pferdesport Vitamine sehr gerne zur Leistungsunterstützung verabreicht werden. Um die Leberfunktion zu unterstützen scheinen ihm insbesondere die Vitamine des B-Komplexes wichtig zu sein. Zur Vorbereitung auf die Zuchtsaison wird vor dem Anpaarungstermin am 25. November Vitamin E eingesetzt. Nicht unerwähnt darf bleiben, daß die Tauben auch regelmäßig zur Vorbeuge ein Präparat gegen Trichomonaden und Kopfkrankheiten erhalten. Großen Wert legt der Meisterzüchter aus dem Waasland auch darauf nicht nur von seinen bewiesenen Zuchtassen Jungtauben zu züchten, sondern auch von seinen besten Witwern Nachzucht zu erhalten. Nicht selten züchtet er aus bewiesenen Witwern bereits im Frühjahr bis zu 6 Jungtauben. Um dies zu verwirklichen wird oft das erste Gelege bei Jährigen unterlegt, das zweite Gelege dürfen die Tauben selber bebrüten und aufziehen und das dritte Gelege wird dann bei Ammenpaaren unterlegt. Ist die Reisesaison zu Ende wird der eine oder andere Superflieger auch schon mal mit einer Zuchttäubin der Extraklasse verpaart, um zusätzliche Jungtiere von einem Reiseas zu erhalten.
Diese Vorgehensweise ermöglicht das rasche Erkennen von Zuchtfähigkeiten bei den besten Witwern. Die Methode des unterlegens von Eiern wird auch gerne bei den Zuchttauben angewendet, um einerseits die Zuchttauben von den Strapazen, die eine Aufzucht von Jungtieren mit sich bringt zu entlasten und anderseits die Zahl der gezüchteten Jungtauben von den Zuchttauben zu erhöhen. In Bezug auf das Spielsystem gibt es zu berichten, daß die totale Witwerschaftmethode praktiziert wird. Bei den Jungtauben wird die Verdunklungsmethode angewendet und ein anspruchsvoller Reiseplan ermöglicht eine objektive Leistungsbeurteilung der jungen Garde. Die Auslese der Jungtauben ist streng, denn schon vor den Flügen werden die Tauben oft in der Hand beurteilt und was nicht den Vorstellungen von Marc De Cock entspricht wird ausselektiert. Mit Sicherheit muß der Meisterzüchter aus Temse dabei auch mit Fehlurteilen leben und hat bestimmt schon so manch gute Taube vorzeitig ausselektiert. Dies nimmt er aber gerne in Kauf, denn Marc De Cock ist ein feiner Taubenzüchter der seine Tauben sehr gut kennt und in den meisten Fällen bestimmt die richtige Entscheidung trifft. Mit dieser Maßnahme betreibt er Qualitätssicherung im wahrsten Sinne des Wortes und verhindert, daß viel Arbeit und Mühe in Tauben investiert wird, die wohl nie in der Lage wären den hohen Ansprüchen von Marc De Cock gerecht zu werden. Und das genau das ist es eben was Marc De Cock auszeichnet – auf der einen Seite hohe Ansprüche und Ziele und auf der anderen Seite läßt er aber auch den notwendigen Einsatz und die Zielstrebigkeit erkennen, um die hohen Ansprüche und die Ziele, die er sich gesteckt hat zu erreichen. Marc De Cock ist wahrlich ein Perfektionist und Virtuose, ein Erfolgsmensch, der mit seinem Latein im Brieftaubensport bestimmt noch lange nicht am Ende ist und mit dem wohl auch in Zukunft immer und überall zu rechnen ist, wenn es um herausragende Leistungen im Brieftaubensport geht.