Die Deutsche Brieftaubenausstellung am 7. und 8. Januar 2017 hätte mehr Besucher verdient gehabt!

Am 7. und 8. Januar 2017 fand die alljährliche Brieftaubenausstellung des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter statt. Wer auf den großen Besucherstrom gewartet hatte, wurde enttäuscht. Das Problem war mehr oder weniger das Wetter. Es spielte, wie in dieser Jahreszeit immer möglich, nicht mit.


Ein Blick auf die gut gefüllte Halle

Vom Westen her war für den Samstag eine riesige Schlechtwetterfront mit Schnee und vor allem Dingen mit Glatteis angesagt worden. Und die Front kam dann noch etwas früher als vorhergesagt. Schnee und vor allem Glatteis hielten leider viele Züchter ab, nach Dortmund zu fahren. Belgier und Niederländer, sonst Stammgäste auf der DBA, sowie viele Züchter aus dem süd- und ostdeutschen Raum blieben vorsichtshalber zu Hause. Und ich muss sagen, dass sie gut daran getan haben. Am Samstag zählte die Polizei 1.500 Unfälle allein in Nordrhein-Westfalen! Es war leider kein "Taubenwetter".

Trotz der widrigen Wetterverhältnisse war die Ausstellung jedoch am Samstag noch relativ gut besucht. Da die Ausstellungshallen zur Zeit umgebaut werden, war der Eingang in die Hallen verlegt worden, was für etwas Verwirrung sorgte. Der Weg führte vom Eingang zuerst durch die Halle mit den Ausstellungstauben, wo es auch das vom Deutschen Verband versprochene kostenlose Frühstück mit belegten Brötchen und Kaffee für die Besucher gab. Der Andrang war entsprechend groß. 

Wie immer war die Halle mit den Industrieausstellern die am besten besuchte Halle. Zwar drängten sich die Besucher hier am Samstag, aber nur wenige Aussteller waren mit ihrem Umsatz zufrieden. Ich frage mich, ob solche Aussteller im nächsten Jahr wieder dabei sein werden, denn Standmiete und beträchtliche Nebenkosten sind zu bezahlen. Es fiel auch in diesem Jahr schon auf, dass viele Industrieaussteller mit einem kleineren Stand vertreten waren. In dieser Halle war außerdem das sogenannte Taubendorf aufgebaut, in dem mehr oder weniger professionelle Taubenverkäufer ihre Tauben anbieten konnten. Auch hier drängten sich die Interessenten, aber viele guckten nur, ohne zu kaufen. Aber vielleicht lag das auch an der Qualität der angebotenen Tauben. Die Taubenzüchter schauen sich schon ganz genau an was sie kaufen. Ich hatte meinen Spaß an den Leuten, die mit einer Lupe den Tauben in die Augen schauen. Achten diese Züchter denn gar nicht auf die anderen Qualitäten einer Taube?


Die Schau der Super-Stars

In der Halle mit den Industrieausstellern konnte man auch die Schau der Super-Stars bewundern. Als Super-Stars werden Tauben bezeichnet, die schon ein wenig Geschichte geschrieben haben, alte Kämpen mit zahlreichen 1. Konkursen, ganz einfach Cracks. Natürlich wurde diese Abteilung, die sehr schön mit Blumen geschmückt war, ganz besonders bewacht.

Eine weitere Abteilung in dieser Halle war den jugendlichen Züchtern vorbehalten. Sie wurden hier für ihre Leistungen bei speziell für jugendliche Züchter ausgeschriebene Wettbewerbe geehrt. Und sie konnten sich auch nach Herzenslust an den verschiedensten Spielgeräten amüsieren. Eine sehr schöne Einrichtung des deutschen Verbandes.


Siegerehrung der jugendlichen Züchter

Am Samstag gab es traditionsgemäß die Versteigerung zugunsten des Prof.-Kohaus-Fördervereins. Die Tauben, die dabei versteigert wurden, waren von namhaften deutschen und ausländischen Züchtern gestiftet worden. Rund 34.000 Euro betrug der Versteigerungserlös. Die teuerste Taube war von Paul-Heinz Wesjohann gestiftet worden; sie brachte 4.000 Euro. Im vergangenen Jahr betrug der Versteigerungserlös 44.000 Euro. Das Wetter hat den Organisatoren sicherlich auch hier einen Strich durch die  Rechnung gemacht. 

Alles in allem war die deutsche Verbandsausstellung 2017 trotz des widrigen Wetters wieder eine gelungene Veranstaltung, bei der sich Taubenzüchter von nah und fern trafen. Alte Bekanntschaften wurden gepflegt und neue Bekanntschaften wurden angeknüpft.

So kann man nur sagen: Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr!

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